mathieu le lay steht auf einem berg und blickt durch ein fernglas

Wildtiere filmen mit der Sony Alpha

Mathieu Le Lay

„Jede Begegnung in der Natur ist magisch und unerwartet“, beginnt Mathieu Le Lay. „In solchen Situationen träumt man von einem perfekten Bild, und von Aufnahmen, die die wahre Kraft des Augenblicks zeigen. In solchen Momenten besteht die größte Hoffnung darin, dass es einem gelungen ist, genau das einzufangen, was man gefühlt hat. Eine Verbindung, die sich nicht wiederholen lässt.“ Mathieu ist ein Filmemacher, Regisseur und Kameramann, der visuell eindrucksvolle Filme macht, in denen er eine intime, oft instinktive Verbindung zur Natur aufbaut. Er erwarb einen Abschluss in Artenschutz an der University of Salford in Großbritannien und studierte im Anschluss an der IFFCAM, der renommierten französischen Tierfilmschule. Sein Ansatz baut auf Authentizität, dem Einsatz von natürlichem Licht und Aufnahmen in extremen Umgebungen auf, um die Geschichten zu erzählen, die ihn begeistern.

© Mathieu Le Lay

„Vor einem Shooting bin ich immer gut vorbereitet“, erklärt er. „Ich verbringe den Vortag mit meiner Ausrüstung und überprüfe aufmerksam die Wettervorhersage. Schwierige Bedingungen heißen allerdings nicht, dass ich das Handtuch schmeißen werde. Tatsächlich filme ich gerne bei Regen, Wind oder Nebel. Ich genieße es. Es kann hart sein, aber Filme in diesen rauen Umgebungen zu machen, gibt mir das Gefühl, lebendig zu sein.“ „Die Menschen und Tiere, die ich fotografiere“, fährt er fort, „sind unter diesen Bedingungen auch draußen. Das Wetter, die Stürme, die Bewegung der Wolken und der Regen ... das alles sind wertvolle Werkzeuge, die dir das Gefühl geben, dort zu sein. Das ist es, was ich wirklich versuche mitzuteilen: Dass wir alle Teil derselben Welt sind, die gleichen Räume, die gleiche Luft und die gleiche Stille teilen. Und das ist die wahre Schönheit der Natur.“

überquert mit seiner kameraausrüstung einen berg © Mathieu Le Lay

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass sich Mathieus Filme auch auf Menschen konzentrieren, die in der Natur leben und arbeiten. „Die Menschen, die ich dokumentiere, haben eine besondere Beziehung zu ihrer Umgebung“, verrät er, „und diese Lebensweise zieht mich sehr an. Sie sind umgeben von dem, was sie lieben und wovon sie leben.“ Indem er sie beobachtet, stärkt er seine eigene Verbindung und verbessert seine Fähigkeit, Geschichten zu erzählen, sagt Mathieu. „Einmal habe ich einige Tierfotografen begleitet, um ihre Arbeitsweise vor Ort zu dokumentieren, und mir ist aufgefallen, wie präsent und wachsam sie sind. Sie bleiben ruhig, sie hören zu, riechen und berühren sogar die Umgebung, in der sie sich befinden. Sie setzen alle Sinne ein. Vor allem sind sie aber geduldig und warten darauf, dass ein Tier aus dem Wald, vom Gipfel eines Berges oder aus der Luft kommt. Sie verstehen das Verhalten und die Gewohnheiten ihres Subjekts und können ihm so näher kommen.“

bergziegen stehen auf weißen felsen © Mathieu Le Lay

Er genießt auch die Verbindung zwischen Bauern und den Tieren auf ihrem Hof. „Ich liebe es, diese Interaktion zwischen Menschen und den Tieren zu sehen, auf die sie sich verlassen. Ich denke, zu viele Menschen haben ihre Verbindung zu Tieren verloren, obwohl sie auf sie angewiesen sind. Sie sehen sich selbst und Tiere nicht als Teil derselben Welt.“ „Ich bin Filmemacher, aber auch Autor, was bedeutet, dass ich große Freude daran habe, Geschichten zu teilen und über Geschichten nachzudenken“, fährt er fort. „Und wenn ich jemanden treffe, fühle ich mich oft tief berührt von seiner Persönlichkeit oder seinem Leben; so sehr, dass ich sofort den Wunsch habe, seine Geschichte zu erzählen. Ich fühle das in erster Linie als Mensch, nicht als Filmemacher. Das könnte eine Yamaguchi-Mönch sein, der in einem Wald in Japan lebt, ein Schafshirte aus Rumänien oder ein Zimmermann aus Montana. Ich fange sofort an, darüber nachzudenken, wie ich das umsetzen, interpretieren und aus meiner eigenen Perspektive erzählen kann.“

zugefrorener see mit bergen in der ferne © Mathieu Le Lay

In seinen Filmen verwendet Mathieu viele Stilmittel; eines davon ist es, die Aufnahme so zu gestalten, dass die Menschen, die er dokumentiert, sehr klein wirken. „Das symbolisiert, dass niemand über der Natur steht“, sagt er, „und indem ich diese kleinen Silhouetten in eine sehr weite, offene und wilde Umgebung stelle, wird die Verletzlichkeit des Menschen wirklich spürbar. Wir denken oft, dass wir alles unter Kontrolle haben, aber die Natur zeigt, dass sie in ihrem Lauf unaufhaltbar ist.“ „Ich spiele auch gerne mit Licht, um den Betrachter in dieses Erlebnis eintauchen zu lassen“, sagt er. „Beispielsweise kann ein Film in einer dunkleren Umgebung beginnen und dann ins Licht hervortreten. Ich habe das Gefühl, dass auch die Charaktere Licht ausstrahlen, indem sie dem Publikum Verständnis vermitteln.“

ein rotes kanu in der nähe des ufers aus der vogelperspektive © Mathieu Le Lay

Trotz der Rauheit der Umgebungen und vieler der Themen, mit denen er sich beschäftigt – wie dem Klimawandel und dem Verlust von Lebensräumen –, verleiht dieser Ansatz Mathieus Filmen ein Gefühl der Hoffnung. „Ich denke, meine Werke sind in letzter Zeit nicht mehr so alarmistisch“, erklärt er. „Zumindest versuche ich, optimistischer zu sein. Ich sehe die Veränderungen überall; also ist es unmöglich, sie in meinen Filmen nicht zu erwähnen, aber ich möchte trotzdem Schönheit zeigen und Menschen dokumentieren, die sensibel mit unserer Natur umgehen.“ „Sowohl Tiere als auch Menschen stehen vor dem gemeinsamen Problem des Klimawandels, dem wir uns anpassen müssen. Ich versuche, die Tatsache zu kommunizieren, dass die Welt sich verändert – aber auf eine etwas poetischere Art und Weise. Ich will die positiven Aspekte der Anpassung und die verschiedenen Möglichkeiten zeigen, wie Menschen leben können, wenn sie es wollen.“

bergsteiger seilt sich von einer klippe ab © Mathieu Le Lay

Mathieu erwartet auch von seiner Ausrüstung, dass sie anpassungsfähig ist. Zurzeit arbeitet er mit der digitalen Sony FX9 Kinokamera, die mit ihrem 8K-Sensor und einem Dynamikumfang von 16 Blendenstufen in einem leichten und kompakten Gehäuse das Traumwerkzeug eines jeden Filmemachers ist. Er sagt, dass er mit dieser Kamera bei jedem Licht und an jedem Ort arbeiten kann. „Wie gesagt, ich versuche immer, meine Filme so authentisch wie möglich zu machen“, sagt er. „Ich versuche, selbst zu verschwinden, um das wahre Gesicht der Natur zu dokumentieren. Das bedeutet, dass ich mit natürlichem Licht arbeiten muss, auch wenn ich Menschen filmen. Ich möchte auf keinen Fall Lampen verwenden, weil ich will, dass sie sie selbst sind und nicht ‚schauspielern‘. Um sie zu verstehen und die Verbindung herzustellen, die ich will, muss ich auf dieselbe Weise leben wie sie. Ich muss bei jedem Wetter arbeiten und draußen schlafen – manchmal nur im Schlafsack auf irgendeinem Berggipfel.“

baumsilhouetten vor einem orangefarbenen himmel © Mathieu Le Lay

„Die Größe und das Gewicht der Sony FX9 Kamera sorgen dafür, dass sie mir nicht im Weg steht“, sagt er. „Und ich muss kein Stativ benutzen, weil die Bildstabilisierung einfach genial ist und mit jedem beliebigen PL- oder E-Mount-Objektiv funktioniert.“ „Im Lieferumfang der FX9 ist außerdem ein sehr praktisches Shotgun-Mikrofon enthalten“, fährt er fort. „Damit spüre ich die Rauheit der Umgebung auch in der Audioaufnahme. Die Geräusche von Wind und Wasser, Vögeln und Säugetieren stärken diese Verbindung. Die FX9 ist ein Werkzeug, das komplette Immersion ermöglicht, was für das Geschichtenerzählen unerlässlich ist.“ Und glaubt er daran, dass dieser Ansatz etwas verändern kann? Kann diese Art von Schönheit wirklich die Welt retten? „Ich denke, es kommt vor allem auf den Versuch an“, sagt Mathieu zum Abschluss. „Wir müssen akzeptieren, dass sich die Welt schnell erwärmt. Jeder Sturm fühlt sich neu an. Jede Jahreszeit fühlt sich anders an als beim letzten Mal. Meine Filme sind ein Versuch, einen Anker zu finden, irgendeinen Halt in der Veränderung. Die Erde ist nicht nur eine Landschaft, sie ist der Boden, auf dem wir stehen. Wer sein Leben tief mit dem Land verbindet, dem wird eines klar: Es ist die Zerbrechlichkeit, die uns verbindet. Wir stehen nie über der Natur.“

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Mathieu Le Lay

Mathieu Le Lay | France

„Das Filmemachen ist meine Art, das Geheimnis und die Schönheit der Natur zu erkunden.“

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