vier großkatzen starren auf den horizont

Großkatzen-Gemeinschaft

Chris Schmid

Seit zwölf Jahren setzt sich der Tierfotograf und Filmemacher Chris Schmid mit einem der größten Widersprüche des Artenschutzes auseinander: Um einen der letzten unberührten Naturräume der Erde zu retten und zu schützen, muss man ihn den Menschen zeigen.

zwei löwen in der savanne © Chris Schmid | Sony α1 II + FE 400mm f/2.8 GM OSS | 1/3200s @ f/4.0, ISO 250

„Es ist wichtig, die Schönheit dieses Ortes zu teilen“, sagt der Schweizer Fotograf. „Man muss den Menschen vor Augen führen, wie wertvoll Löwen und Geparden sind und dass sich dieser Ort zu schützen lohnt.“ Es ist ein komplexes Thema, das Chris im letzten Jahrzehnt mit seinen Fotos und Filmen dokumentiert hat. „Wenn man diesen Ort schützen will“, so Chris, „braucht man dazu die Menschen der umliegenden Gemeinden, um die Arbeit zu erledigen. Man kann von den Einheimischen nicht verlangen, Wildtiere zu schützen, wenn sie selbst keine Nahrung und kein Geld haben. Wenn Touristen nach Afrika reisen und in einer Lodge übernachten, schaffen sie in den lokalen Gemeinschaften Arbeitsplätze und mehr Anreize, dieses wunderschöne Land zu schützen. Aber natürlich bedeutet Schutz auch, den Tourismus sorgfältig zu managen – Übertourismus zu vermeiden und strenge staatliche Vorschriften in den Parks durchzusetzen. Es ist ein empfindliches Gleichgewicht zwischen Naturschutz, Tourismus und dem Wohlergehen sowohl der Wildtiere als auch der lokalen Gemeinden.“

gruppe von stammesangehörigen singt auf einem hügel © Chris Schmid | Sony α1 + FE 24-105mm f/4 G OSS | 1/1250s @ f/5.6, ISO 500

„Vor gar nicht allzu langer Zeit“, fährt Chris fort, „haben die Massai zum Beispiel Löwen getötet. Einen Löwen zu jagen und zu töten war ein Ritual, ein Beweis dafür, dass ein Junge zum Mann wurde. Diese Tradition wurde jedoch inzwischen eingestellt. Sie verstehen, dass der Wert eines Löwen so viel mehr ist als eine Trophäe. Die Massai schützen die Löwen und ihre Heimat.“

gepard im hohen gras © Chris Schmid | Sony α1 + FE 400mm f/2.8 GM OSS | 1/1250s @ f/3.2, ISO 500

Dass er aus den zunehmend domestizierten Landschaften Europas stammt, befeuerte Chris’ Leidenschaft und seinen Antrieb zusätzlich, mit seinen Naturschutzbildern etwas zu verändern. „Wenn man sich Europa ansieht, so ist uns nichts geblieben. Wir haben viel Geld und alles, was wir wollen, aber es wird immer schwieriger, einen wirklich wilden Ort zu finden. Ich möchte dazu beitragen, dass es auch für zukünftige Generationen noch einen Ort gibt, an dem sie sich eins mit der Natur fühlen können.“ Bei seiner Arbeit mit dem Nomad Trust in Tansania und der Botswana Natural Selection Foundation verlässt sich Chris ganz auf seine Sony Alpha Kamera und die zugehörigen Objektive, die ihm die Freiheit geben, Tiere, Naturschützer und Gemeinden zu fotografieren und zu filmen und die Arbeit der Wohltätigkeitsorganisationen zu unterstützen.

zwei kämpfende geier © Chris Schmid | Sony α1 II + FE 400mm f/2.8 GM OSS + 1.4x Teleconverter | 1/2500s @ f/5.0, ISO 400

„Der Alltag hier besteht normalerweise darin, vor Sonnenaufgang um 4 Uhr morgens aufzuwachen. Wir haben Genehmigungen, die es uns ausdrücklich erlauben, das Reservat zu betreten und darin zu filmen, was eine weitere Möglichkeit ist, Geld direkt in das Reservat und die lokale Gemeinschaft zu reinvestieren. Normalerweise verfolgen wir ein einzelnes Tier, um seine Geschichte zu erzählen, also begeben wir zunächst zurück an den Ort, an dem wir es zuletzt gesehen haben, und beginnen mit der Verfolgung. Wir suchen nach Fährten oder anderen Spuren tierischen Verhaltens. Ziel ist es, das Tier vor Sonnenaufgang zu finden, damit wir dann im besten Licht fotografieren und filmen können. Außerdem kann die Temperatur beim Fotografieren von Löwen sehr schnell ansteigen. Oft ist es um 9 Uhr morgens schon so heiß, dass die Löwen flach auf dem Boden liegen“, lacht Chris. „Die Geparden sind anders – sie sind fast den ganzen Tag unterwegs, meiden lediglich die harten Mittagstemperaturen.“

leopard geht auf die kamera zu © Chris Schmid | Sony α1 + FE 100-400mm f/4.5-5.6 GM OSS | 1/800s @ f/5.6, ISO 640

Menschliche Beziehungen sind genauso wichtig wie die Tierwelt, die Chris fotografiert, und seit zehn Jahren arbeitet er immer mit denselben lokalen Guides zusammen. „Das macht die Arbeit einfacher“, erklärt er. „Wir kennen und verstehen uns.“

stammesangehöriger hält eine antenne mit ausgestrecktem arm © Chris Schmid | Sony α1 + FE 24-105mm f/4 G OSS | 1/1250s @ f/4.0, ISO 500

Im Naturschutzgebiet rund um den Ngorongoro-Krater in Tansania arbeitet der Nomad Trust mit der lokalen Massai-Bevölkerung zusammen und hilft bei der Löwenbeobachtung. „Einige Löwen jagen mit Vorliebe das lokale Vieh, also wurden diesen besonderen Tieren im Laufe der Jahre Halsbänder angelegt. Kommen diese Löwen nun dem lokalen Vieh zu nahe, erhalten die Massai oder die lokalen Bauern eine Nachricht auf ihrem Telefon, und die Bauern bringen ihr Vieh zurück in die Boma, einen sicheren Ort, um es vor den Löwen zu schützen. Wenn man so mit den Löwen umgeht, verstehen die lokalen Gemeinden, dass es möglich ist, neben Löwen zu leben, ohne sie zu töten. Indem sie die Tiere auf diese Weise verfolgen, schützen sie sowohl das Vieh und die Löwen als auch die Menschen. Es ist völlig anders als unser Vorgehen in Europa. Hier in der Schweiz haben wir zum Beispiel Wölfe, und sobald die Wölfe anfangen, Rinder anzugreifen, töten wir sie. Es ist also keine Überraschung, dass es am Ngorongoro-Krater mittlerweile mehr Löwen gibt als bei uns Wölfe.“

lächelnder mann mit hut in der savanne © Chris Schmid | Sony α1 + FE 100-400mm f/4.5-5.6 GM OSS | 1/800s @ f/5.6, ISO 200

Um unglaubliche Bilder von der afrikanischen Tierwelt und den Menschen einzufangen, die zu deren Schutz beitragen, verlässt sich Chris ganz auf die Alpha Kameras und Objektive von Sony. „Ich verwende hauptsächlich die Sony Alpha 1 II für Fotos und die Sony Alpha 7S III, FX6 und Burano für Filmaufnahmen. Für diese Kameras spricht der unglaubliche Dynamikumfang und ISO-Empfindlichkeit. Ich weiß, dass ich immer wieder die Grenzen ausreizen kann, wenn ich noch vor Sonnenaufgang Fotos schieße oder spät in der Nacht drehe.“

hyänenrudel bei sonnenuntergang © Chris Schmid | Sony α1 + FE 300mm f/2.8 GM OSS + 1.4x Teleconverter | 1/1000s @ f/4.0, ISO 800

Chris scheut nicht vor der Tatsache zurück, dass die Natur, wie er sagt, wild ist. „Manche Leute stellen es sich vor wie im Zoo, aber es ist grausam und das muss man wissen. Wildtiere sind Teil unseres Ökosystems. Wenn es nicht genügend Raubtiere gibt, explodiert die Zahl der Pflanzenfresser. Und das wiederum gefährdet die Graslandschaften, da sie auch nicht ständig umherstreifen, um Raubtieren auszuweichen.“

löwe trägt eine hyäne im maul © Chris Schmid | Sony α1 + FE 400mm f/2.8 GM OSS + 1.4x Teleconverter | 1/800s @ f/5.0, ISO 500

Ebenso muss Chris sensibel für das Publikum bleiben. Kreativ nutzt er Tools, um die harte Realität des Ökosystems optisch abzumildern. „Es kann schwierig sein, die richtige Balance zwischen grafischen Darstellungen und Menschen, die diese nicht sehen möchten, zu finden. Ich fotografiere meine Motive gerne im Gegenlicht, was mir dank des hohen Dynamikumfangs des Sensors der Alpha 1 II gelingt. Bei Aufnahmen mit Gegenlicht sieht der Betrachter weniger Details. Er sieht beispielsweise nur die Gestalt einer Hyäne, die ihre Beute frisst. Ich möchte den Leuten die Realität des Busches zeigen – dies ist keine verklärte Zeichentrickwelt. Gleichzeitig möchte ich aber auch die Schauergeschichten über bestimmte Tiere in den Köpfen der Menschen abbauen. Das gelingt mir mit Fotos, die die ganze Geschichte erzählen, die Tiere beim Spielen und den Familienzusammenhalt zeigen. Und natürlich die Jungen – die Leute lieben die Jungtiere!“

seitenprofil eines löwen mit fliege auf der nase © Chris Schmid | Sony α1 + FE 400mm f/2.8 GM OSS | 1/2500s @ f/2.8, ISO 250

An seinen Kameras sind verschiedene Objektiven montiert, aber wie jeder Fotograf hat auch Chris seine Favoriten, darunter das leichte FE 100-400mm f/4.5-5.6 GM OSS, das vielseitige FE 70-200mm f/2.8 GM OSS II und das FE 300mm f/2.8 GM OSS.

„Das 300-mm-Objektiv ist fantastisch. Ergänzt man es um den 1,4-fach-Telekonverter, erhält man ein 420-mm-Objektiv mit Brennweite, das sehr leicht ist. Wenn ich auf unnötigen Ballast verzichten möchte, kann ich einfach diese Kombination nehmen und fast alles damit meistern. Da ich stets aus der Ferne fotografiere, gelingen mir damit sogar Landschaftsaufnahmen.“
hyänenrudel in der morgensonne © Chris Schmid | Sony α1 + FE 300mm f/2.8 GM OSS + 1.4x Teleconverter | 1/3200s @ f/4.0, ISO 320

Der Support von Sony geht weit über Chris’ Kameraausrüstung hinaus, denn die Marke bietet oft auch direkte Unterstützung an. „Der Nomad Trust arbeitete an einem Raubtierprojekt“, erinnert sich Chris, „bei dem lokale Ranger die Wildhunde und Löwen in einem bestimmten Gebiet identifizieren wollten. Sie benutzten dazu jedoch nur ihre Smartphone-Kameras, und es war schwierig, die einzelnen Hunde voneinander zu unterscheiden. Ich fragte Sony, ob sie mir helfen könnten, und sie stellten mir drei Cybershot RX10 Kameras zur Verfügung, die mit großartigen Zoom-Objektive ausgestattet sind. Das half dem Projekt bei der Überwachung, der Identifizierung und dem Schutz der Wildhunde und Großkatzen. Es ist so einfach, aber Gemeinden wie dieser zu helfen, indem man ihr die richtigen Tools zur Verfügung stellt, kann einen großen Unterschied machen.“

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Chris Schmid

Chris Schmid | Switzerland

„Bilder haben Macht. Eine einzige Aufnahme kann eine Emotion festhalten oder ein inneres Gefühl hervorrufen.“

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