Rami Ravasios Einstieg in die Welt des Filmemachens beginnt wie bei vielen anderen: „Man verletzt sich beim Skateboarden“, erinnert er sich, „und dann sitzt man rum und schaut seinen Freunden zu – und irgendwann schnappt man sich eine Kamera, um dabei zu bleiben. So bin ich zur Fotografie gekommen.“ Rami lebt und arbeitet in der Schweiz und nennt die Berge sein Zuhause. Er arbeitet mit Sportlern, Outdoor-Marken und Tourismuszentren an Videoprojekten, die sich allesamt um Outdoor-Sportarten drehen, insbesondere Skifahren und Bergsteigen.
Vor Kurzem hat Rami an zwei Projekten mit den Sony FX30 und FX3 Cinema Kameras gearbeitet. Da er normalerweise mit der viel größeren Sony FX6 filmt, boten die kleineren und leichteren FX3 und FX30 einige unmittelbare Vorteile. Bei gleicher Größe und gleichem Gehäuseformat sind die beiden Kameras jedoch mit unterschiedlichen Sensorgrößen – Vollformat bzw. APS-C-Format – ausgestattet.
„Einer der Hauptvorteile ist natürlich, dass sie klein genug sind, dass man sie in die Tasche stecken, jederzeit herausnehmen und sofort mit dem Filmen loslegen kann. Man kann sie sogar mit einem Capture Clip am Rucksack befestigen, um sie beim Klettern, Wandern oder Skifahren immer dabei zu haben. Sie sind einfach schnell und effizient.“
Um die FX3 zu testen, drehte Rami einen Kurzfilm in Kirgisistan, wo er an der Organisation eines Fotoworkshops beteiligt war. „Es ist ein ganz besonderes Land für mich: die Menschen, die Kultur, die Weite der Landschaft. Es ist so anders als Europa und meine Heimat, die Schweiz. Diese Mischung aus Bergen und Hochgebirgssteppen möchte ich einfangen. Die Weite ist so gewaltig, dass man die Entfernungen selbst vor Ort nur schwer erfassen kann.“
Alle Aufnahmen für das Kirgisistan-Video wurden mit dem FE 24-70mm f/2.8 GM II und dem FE 100-400mm f/4.5-5.6 GM OSS für die langen Einstellungen gemacht. „Wir mussten mit relativ wenig Gepäck reisen, deshalb war das 24-70mm Objektiv ideal. Man kann fast alles damit machen kann und es ist extrem scharf. Ich wollte diese hervorragenden Eigenschaften im Video zur Geltung bringen und zeigen, was sie sowohl bei privater bei als auch bei kommerzieller Videoaufzeichnung bieten können.“ Ramis Geschick beweist, dass man nicht viel Ausrüstung braucht, um eine Geschichte zu erzählen. „Ich möchte eine Geschichte erzählen, mit der sich die Menschen identifizieren können, selbst wenn sie in einer schwierigen Umgebung wie den Bergen spielt. Die Menschen haben in ihrem Alltag die gleichen Probleme, nur in einer anderen Umgebung. In gewisser Weise möchte ich etwas schaffen, das begreifbar ist.“ Rami musste sich auf die Technologie der FX3 verlassen können, um seine Aufnahmen trotz der schwierigen Bedingungen mit einer einfachen Ausrüstung zu machen. „Eine meiner Lieblingsfunktionen ist die duale native ISO-Empfindlichkeit. Bei ISO 12.800 zu filmen und dabei ein so sauberes Ergebnis zu erzielen, eröffnet viele neue Möglichkeiten. Abends konnten wir nur bei natürlichem Licht drehen, und die Bedingungen änderten sich ständig.“
Eine seiner Lieblingsaufnahmen im Film ist die eines Adlerjägers. „Er sitzt mit dem Adler auf seinem Pferd und man hat so eine unglaubliche Farbpalette der Wüstenlandschaft. In der Ferne sieht man einen See und diese riesigen Berge. Diese Aufnahme sagt so viel über die Location aus und ist die Szene, an die ich immer zurückdenke.“
Nach Wüstenhöhen boten die schneebedeckten Schweizer Alpen eine ganz andere Kulisse für Ramis Videodreh mit der FX30. „Ich wollte etwas mit Gleitschirmfliegen und Skifahren machen. Es war eine großartige Gelegenheit, die Kamera auf heimischem Terrain zu testen.“
Die meisten Aufnahmen mit der FX30 wurden aus der Hand gemacht, entweder mit der eingebauten aktiven Stabilisierung oder mit der Kamera auf einem Gimbal. So konnte Rami die im Video zu sehenden Athleten schnell und einfach filmen. „Neben dem 24-70mm habe ich auch das FE 16-35mm f/2.8 GM für die Skiaufnahmen verwendet“, sagt Rami. „Wir brauchten viel Flexibilität, um die Athleten und die unglaubliche Landschaft einzufangen. Ich fotografiere besonders gerne mit Festbrennweite, aber wenn man in den Bergen ist und entscheiden muss, welche Objektive man mitnimmt, ist oft Flexibilität und Vielseitigkeit in möglichst kompakter Form gefragt.“
„Es gibt eine Aufnahme am Anfang des Films, in der der Skifahrer in ein Wolkenmeer eintaucht, aus dem die Berggipfel im Sonnenaufgang herausragen. Das ist meine Lieblingsaufnahme mit der FX30. Bis zu diesem Zeitpunkt war alles ungewiss – wir wussten nicht, wie die Bedingungen sein würden, und wir hatten riesiges Glück mit dem Wolkenmeer und dem Licht auf dem Berg.“