Mein Name ist Sjoerd. Das ist ein typisch niederländischer Name, den man unmöglich aussprechen kann, wenn man unserer seltsamen Sprache nicht mächtig ist. Ich habe im Alter von zwölf Jahren angefangen, mit dem Filmemachen zu experimentieren, doch es hat weitere zwölf Jahre gedauert, bis ich erkannte, dass man damit tatsächlich seinen Lebensunterhalt verdienen und sich selbst ausdrücken kann. Ohne irgendeine Art von Ausbildung und ohne einen blassen Schimmer, wo ich anfangen sollte, richtete ich einen YouTube-Kanal ein, auf dem ich meine Videos teilte. Gleichzeitig begann ich, an Filmsets als PA zu arbeiten, um Erfahrung zu sammeln und etwas Geld zu verdienen. In den letzten vier Jahren habe ich ein starkes Interesse am Dokumentarfilm und am Erzählen von Geschichten mithilfe starker Bilder entwickelt.
Erste Eindrücke beim Filmen mit der Sony FX30
Da ich hauptsächlich mit der Sony FX6 und FX3 arbeite, war das Filmen mit der FX30 das reinste Vergnügen, denn die Funktionen waren so gut wie identisch. Besonders gefallen hat mir der superschnelle Autofokus, auf den man sich voll und ganz verlassen kann. Selbst in ungewöhnlichen Situationen – wie beim Einsatz in einem Unterwassergehäuse – hat er wunderbar funktioniert. Die Dual-Basis-ISO-Funktion ist in den meisten Situationen überaus praktisch. Ich habe den Basis-ISO-Schalter meiner ISO-Taste auf der Oberseite zugewiesen, um schnell zwischen den beiden Stufen wechseln zu können. Am besten gefällt mir an der FX30 jedoch, dass sie genau den gleichen Formfaktor hat wie die FX3. Dadurch passt mein gesamtes Zubehör, einschließlich meines Unterwassergehäuses! Oh, und noch etwas: die Größe. Weil sie so klein ist, ist das Reisen mit der Kamera ein absoluter Traum.
Ich filme viel an entlegenen Orten, zum Beispiel im Dschungel von Indonesien oder auf einem Segelboot in den Fjorden von Norwegen. Dass ich schnell arbeiten kann, ist ausschlaggebend dafür, ob eine möglicherweise einmalige Aufnahme gelingt oder nicht. Ich bin ein großer Fan der manuellen Fokussierung, doch bei vielen Aufnahmen übertrifft das Autofokussystem der FX30 meine Fähigkeiten bei weitem. Auch die Größe der Kamera ist wichtig für mich. Mit einer großen Kamera auf eine einsame Insel in Indonesien zu reisen, hätte einfach nicht funktioniert. Da die Kamera so klein ist, ist es auch das Zubehör. So konnten wir alles mitnehmen, was wir wollten, und trotzdem mit leichtem Gepäck reisen.
Für mich schließt diese Kamera eine Lücke zwischen Fotokameras mit Videofunktion und einer richtigen Filmkamera (mit der man auch Fotos machen kann). Die Funktionen einer High-End-Filmkamera in einem solch kleinen und kompakten Gehäuse zu haben, ist fantastisch. Außerdem ermöglicht der APS-C-Sensor die Verwendung von preiswerterem Glas, was die Kamera für viele Content-Ersteller, die sich weiterentwickeln möchten, zu einer der besten Kameras macht. Das mit der Kamera produzierte Bildmaterial ist wunderschön. Hat man die Aufnahme richtig belichtet, kann man sie mit Leichtigkeit so aussehen lassen, als wäre sie mit einer größeren FX-Kamera gemacht worden.
Bildaufbau und beim Dreh verwendete Objektive
Wie bereits erwähnt, arbeite ich viel mit der FX6 und der FX3. Darum habe ich zunächst überlegt, meine bevorzugten G Master-Objektive zu verwenden: das 16-35mm f/2.8, das FE 24-70mm f/2.8 und das FE 70-200mm f/2.8 mit einem 1.4x Extender. Für einige Aufnahmen des Films kamen auch das E 16-55mm f/2.8 und das E 15mm f/1.4 zum Einsatz. Diese Objektive sind extrem kompakt, sodass sie sich für eine Wanderung durch den Dschungel hervorragend eignen. Für die Wasserszenen habe ich die Sony FX3 in das Unterwassergehäuse von Salty Surf gesetzt – und es hat perfekt gepasst. Das Projekt war nicht auf Live-Sound angewiesen, doch die Verwendung eines Onboard-Mikrofons war für die Aufnahme der natürlichen Umgebung sehr wichtig, da es das Sounddesign erheblich vereinfachte. Dazu verwendete ich den oberen Griff mit dem Sony K3M Shotgun-Mikrofon.
Tipps für angehende Content-Ersteller und abschließende Gedanken
Besonders erwähnen möchte ich meinen Freund und Kamerakollegen Wouter Boes. Er hat mich bei diesem verrückten Abenteuer begleitet und gemeinsam haben wir etwas Einzigartiges geschaffen. Am Anfang meiner Karriere habe ich versucht, alles allein zu machen, doch seit ich mit anderen zusammenarbeite und mein Wissen teile, hat meine Arbeit einen enormen Aufschwung erfahren. Filmemachen ist ein gemeinschaftlicher Prozess – vergessen Sie das nie!
Für mich war dieses Projekt etwas ganz Besonderes. Als ich meine Laufbahn auf YouTube begann, konnte ich von einer Gelegenheit wie dieser nur träumen. Doch jetzt, drei Jahre später, bin ich hier und filme für Sony an einem der entlegensten und schönsten Orte der Welt. Wenn Sie diesen Artikel lesen und gerade Ihr erstes Video hochgeladen haben bzw. es vorhaben, dann bleiben Sie am Ball. Erwarten Sie nicht, dass sich der Erfolg direkt einstellt. Dies ist ein Marathon, kein Sprint. Und seien Sie experimentierfreudig. Am Anfang war mein Kanal völlig anders, doch mit der Zeit hat er sich zu dem entwickelt, was er heute ist.
Es ist allerdings nicht garantiert, dass es für immer nur um Kameras und Beleuchtung geht. Schließlich experimentiere ich gern.