Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich einen Artikel über ein Sony Xperia Smartphone geschrieben habe, doch jetzt war es wieder an der Zeit, denn kürzlich gab es technische Upgrades, die für die Fotografie relevant sind. Nachdem ich seit der Einführung des Xperia 1 und des PRO-I viele Sony Smartphones in Gebrauch hatte, dachte ich, dass Sony in Sachen Fotografie schon alles richtig gemacht hatte. Die Smartphones machen großartige Aufnahmen – ich habe schon so einiges mit den Xperia Handys fotografiert.
Meiner Meinung nach haben sich Smartphone-Kameras bei schwachem Licht noch nie hervorgetan – sie waren nicht schlecht, aber eben auch nicht sonderlich gut. Schwaches Licht ist für Smartphones immer schwierig, da die Sensoren sehr klein sind. Daher sind sie viel mehr auf KI-Technologien angewiesen, um Bilder übereinander zu legen, sie zu bereinigen und ein schönes Ergebnis zu erzielen.
Das Xperia 1 V verfügt über einen „Exmor T“ Sensor der nächsten Generation, den weltweit ersten mehrschichtigen CMOS-Sensor mit 2-Schichten-Transistor-Pixel-Technologie, der die Leistung bei schwachem Licht verbessert.
Technische Daten
Das Xperia 1 V verfügt über einen 1/1,35" Multi-Aspekt-Bildsensor mit einer Auflösung von 52 MP (48 MP effektiv) und 1,12 µm Pixelabstand, der sich hinter einem stabilisierten (OIS) 24-mm-Objektiv mit f/1.9 befindet. Außerdem ist zu beachten, dass 12-MP-Dateien ausgegeben werden. Das sind eine Menge Zahlen, doch im Grunde ist der Sensor fast doppelt so groß wie der des Xperia 1 IV und enthält neue Technologien. Das bedeutet, dass er viel mehr Licht aufnehmen kann und bei höheren ISO-Einstellungen weniger Rauschen aufweist.
Dabei muss berücksichtigt werden, dass dies nur funktioniert, wenn das 24-mm-Hauptobjektiv (das mittlere) verwendet wird. Allerdings (Spoiler-Alarm) fand ich, dass auch die anderen Objektive, insbesondere das Weitwinkelobjektiv, mit der KI-Technologie des Telefons bei Nachtaufnahmen recht gut funktionieren. Also ja, das Telefon hat drei Objektive: Das 24-mm-Standardobjektiv mit f/1.9 (mit dem neuen Sensor), das 16-mm-Weitwinkelobjektiv mit f/2.2 und das 85-125-mm-Zoomobjektiv. Zusammenfassung: NUR das Hauptobjektiv verfügt über die neue Low-Light-Technologie.
Im Einsatz
Natürlich war ich neugierig, wie das Ganze abschneiden würde. Und lassen Sie mich Ihnen erklären, wie ich normalerweise mit einem Smartphone fotografiere: Ich halte es in der Hand und drücke auf den Knopf! Das klingt vielleicht wie ein Scherz, aber so machen die meisten Menschen Fotos mit ihrem Smartphone. Sie ziehen es schnell aus der Tasche und fotografieren einfach los. Denken Sie daran: Das Xperia 1 V ist wirklich ein Profi-Smartphone, das heißt, es hat viele Funktionen, die auch meine Sony Alpha Kameras besitzen, und es ist sowohl für normale Benutzer als auch für professionelle Fotografen gedacht, die alle Funktionen haben möchten, die für beste Ergebnisse erforderlich sind. Ich kann es komplett manuell einrichten, alle Einstellungen vornehmen und es auf einem Stativ verwenden, um die optimale Bildqualität zu erzielen.
In Wirklichkeit benutze ich mein Smartphone aber fast nie auf diese Weise. So arbeite ich mit meinen Sony Alpha Kameras, doch mit meinem Smartphone möchte ich meist nur schnell ein Foto machen.
Obwohl das Xperia 1 V also all diese Profi-Funktionen bietet, benutze ich es beim Fotografieren so wie die meisten Leute: einfach im Basismodus. Ja, das Telefon verfügt über eine RAW-Funktion, und obwohl ich mit meinen Alpha Kameras immer im RAW-Format fotografiere, tue ich das bei Smartphones in der Regel nicht, und zwar aus einem einfachen Grund: Der Unterschied in der Bearbeitungsflexibilität im Vergleich zu den JPG-Dateien ist aufgrund der superkleinen Sensoren wirklich minimal. Der Dynamikumfang in den RAW-Dateien unterscheidet sich schlichtweg nicht so sehr von dem, was im JPG-Format möglich ist. Außerdem gefällt mir einfach, wie die JPG-Dateien direkt auf dem Xperia aussehen. Das ist eigentlich der Hauptgrund. Das Xperia 1 V ermöglicht eine sehr gute Bildbearbeitung der Dateien und die Ergebnisse sind oft sehr schön.
Zum Testen bin ich also einfach in einige nahe gelegene Dörfer gefahren und habe probiert. Keine komplizierten Funktionen oder manuellen Einstellungen – ich bin nur durch die Straßen gegangen und habe fotografiert.
Dies ist eine der ersten Abendaufnahmen, die ich mit dem Smartphone gemacht habe. Hier wurde es bereits dunkel und die Straßenlaternen gingen gerade an. Ich war angenehm überrascht, wie harmonisch das Foto ausgefallen ist. Besonders schön ist, dass das Xperia den Himmel etwas dunkler gemacht und so das Gefühl der blauen Stunde im Bild verstärkt hat. Wenn wir die EXIF-Daten betrachten, sehen wir, dass das Bild bei ISO 200 aufgenommen wurde. Der Basis-ISO-Wert liegt bei 25 – das ist also schon deutlich höher. Doch wir sehen keinerlei Rauschen.
Selbst bei einer ISO-Einstellung von 400 ist das Rauschen extrem gering.
Weiter ging es bei zunehmender Dunkelheit mit dieser Aufnahme, die bei ISO 640 gemacht wurde. Wichtig: Wenn das Smartphone ein Foto aufnimmt, müssen Sie es ganz ruhig halten, während es einige Sekunden lang einen „Wartekreis“ anzeigt. Ich glaube nicht, dass es wirklich länger belichtet, sondern eher mehrere Aufnahmen macht, diese überlagert und übereinander legt, um ein saubereres Ergebnis zu erhalten. Je dunkler es ist, desto länger dauert dies. Diese Technologie war bereits in den vorherigen Xperia Smartphones zu finden, scheint jedoch jetzt noch besser zu funktionieren. Das ist auch der Grund, warum die Aufnahmedaten eigentlich keine Belichtung von mehreren Sekunden anzeigen. Meist ist es nur 1/15 Sekunde.
Ich hatte eine Reise nach La Palma in Spanien geplant und nahm das Xperia zusammen mit meiner üblichen Alpha Ausrüstung zum Fotografieren mit. Bei dieser Gelegenheit wollte ich unbedingt das Ultraweitwinkelobjektiv ausprobieren. Ich habe bei Sonnenaufgang fotografiert und das Licht war gut, also ließ ich den ISO-Wert bei 64.
An dieser Stelle muss ich anmerken, dass ich die meisten dieser Aufnahmen ein wenig bearbeitet habe. Die Aufnahmen des Xperia sind oft großartig, doch ich verleihe ihnen gerne meine ganz persönliche Note. Obwohl ich die Sättigung mag, sind die Aufnahmen zur blauen Stunde und bei Nacht oft etwas zu blau, weshalb ich die Sättigung des Himmels reduziere.
Zusammenfassend bin ich der Meinung, dass das Xperia 1 V das beste Smartphone ist, das Sony im Hinblick auf die Fotografie bisher herausgebracht hat. Der neue Sensor ist nicht nur in der Theorie eine gute Technologie, er macht die Fotos wirklich besser – besonders bei schwachem Licht.
Es freut mich zu sehen, dass Sony die Xperia Smartphones immer weiterentwickelt und mit großartigen Verbesserungen aufwartet. Als Sony Benutzer (und langjähriger Ambassador) schaue ich immer gespannt auf die Zukunft und kann es kaum erwarten, was als Nächstes kommt.
„Ich bin besessen davon, das perfekte Foto zu machen.“