2021 schloss sich eine Gruppe Sony Fotograf/innen mit Sony Nordic zu den Sony Wildlife Explorers zusammen. Die Gruppe besteht aktuell aus sieben Sony Tierfotografinnen und -fotografen: Staffan Widstrand, Melissa Schäfer, Fredrik Granath, Marcus Westberg, Magnus Lundgren, Floris Smeets und Roy Mangersnes. Sie alle haben in der Vergangenheit bereits Aufnahmen in der Arktis gemacht, wo sich die Auswirkungen des Klimawandels vielleicht deutlicher zeigen als irgendwo sonst auf der Erde.
Mit Unterstützung von Sony möchten die Wildlife Explorers anhand ihrer Bilder die Geschichte der Arktis erzählen.
Ein Gründungsmitglied des Projekts ist der schwedische Fotograf Staffan Widstrand. Im Gespräch über die Gruppe erklärte er, wie sie „die Freude an der Wildnis teilen wollen, damit sich mehr Menschen in unser Naturerbe verlieben – denn was man liebt, das will man beschützen. Wie aber kann man etwas lieben, was man noch nie gesehen hat?“
„Ich denke, wir alle verfolgen dasselbe Ziel“, sagt sein Mitstreiter, Sony Wildlife Explorer Fredrik Granath, und schildert den Wunsch der Gruppe, „den Abstand zwischen Mensch und Natur zu verkleinern.“ Indem sie die spektakulären, jedoch fragilen Tierarten und Landschaften sichtbarer machen, erhoffen sich die Sony Wildlife Explorers, mehr Menschen zu erreichen als die, die sich des Klimawandels ohnehin bereits bewusst sind.
„Manchmal rennen wir offene Türen ein, doch wir müssen auch Menschen weit über die übliche Zielgruppe der Tier- und Naturfotografie hinaus erreichen und die Massen ansprechen“, meint Fredrik. „Wir möchten die Menschen berühren – tief in ihren Herzen. Nur so können wir sie verändern und etwas in ihrem Inneren bewegen. Also überlegen wir immer wieder neu, wie uns das gelingen kann.“
Fredrik ist ein erfahrener Produzent und Fotograf, der seit mehr als 20 Jahren in der Arktis arbeitet. Seit sieben Jahren wird er dabei von seiner Partnerin Melissa Schäfer begleitet.
„Wenn du auf dem Eis stehst, vor dir ein Eisbär, fühlt sich das an, als könne er deine Gedanken lesen“, sagt Fredrik. „Die alten Inuit pflegten zu sagen: ‚Hege keine schlechten Gedanken gegen die Bären, denn das könnte sie verärgern.‘ Sie besitzen eine Präsenz und Intelligenz, die sich uns nicht erschließt. Möglicherweise sind sie intelligenter als wir, aber eben auf eine ganz eigene Art.“
Mit dabei auf ihren Reisen in die Arktis sind ein Sony FE 16-35mm f/2.8 GM, ein FE 24-70mm f/2.8 GM II, ein FE 70-200mm f/2.8 GM OSS II und das Superteleobjektiv FE 600mm f/4 GM OSS. Jedes dieser Objektive hilft ihnen, ein anderes Kapitel der Geschichte über das Leben der Eisbären zu erzählen.
„Wir erzählen die Geschichte der Arktis, mehr oder weniger durch die Augen des Eisbären“, erklärt Fredrik. „Wir wollen ihm eine Stimme geben, weil er eine Geschichte über uns alle zu erzählen hat. Wenn wir uns anschauen, was mit dem Eisbären geschieht, sehen wir auch unsere eigene Zukunft.“
„Das Eis schmilzt. Der Eisbär jedoch braucht einen gefrorenen Ozean zum Leben und Überleben. Nur so findet er Nahrung. Ohne Meereis gibt es keine Eisbären. Sie sterben aus. Wir arbeiten mittlerweile schon viele Jahre in der Arktis, also können wir die Veränderungen im Laufe der Jahre beobachten. Wir haben Fotos von vor 10 oder 15 Jahren, und vergleicht man diese einst hocharktische Region damit, wie sie heute aussieht, scheint es, als würde man zwei völlig verschiedene Orte betrachten. Es ist grausam.“
Angesichts der schockierenden Negativmeldungen rund um den Klimawandel will Fredrik zusammen mit anderen Mitgliedern der Sony Wildlife Explorers die vielen schönen Seiten der Region zeigen. Wenn es darum geht, die Botschaft der Geschehnisse zu verbreiten, sind positive Bilder genauso wichtig wie negative Schlagzeilen.
„Man kann den Schrecken und die Angst der Eisbären schildern, die im schmelzenden Eis ertrinken. Wir alle kennen die düsteren Schlagzeilen aus den Nachrichten, die zeigen, wie schrecklich alles ist und wie die Welt zugrunde geht. Dann aber besteht das Risiko, dass die Leute einfach abschalten und sich denken: ‚Das ist eine Nummer zu groß für mich. Das ist Sache der Politiker. Ich kann nichts tun.‘ Oder aber man zeigt – ganz im Sinne unserer Philosophie – die Schönheit und das Wunder der Arktis und das prächtige Tier, das der Eisbär nun einmal ist. Und man nutzt diese Bilder, um in den Menschen ein Gefühl der Verbundenheit zu wecken und ihnen bewusst zu machen, dass die Erde unser Zuhause ist, das wir schützen müssen“, so Fredrik.
Vor einigen Jahren stiegen Melissa und Fredrik bei einer Reise zum Fotografieren von Eisbären von ihren DSLR-Kameras auf eine Sony Alpha 1 um. Vom ersten Augenblick an waren die beiden von der Autofokus-Verfolgung der Kamera beeindruckt, dank der ihnen gestochen scharfe Bilder ihrer Motive gelangen. „Ich weiß noch, wie wir nach unserer ersten Arktisreise mit der Alpha 1 nach Hause zurückgekehrt sind und ich die Dateien von den Speicherkarten auf den Computer übertrug. Bei der Durchsicht der Bilder war ich von der Qualität bis hinab auf Pixelebene überwältigt. Es war einfach fantastisch. Die Qualität der Ausrüstung ist schlichtweg unglaublich“, erklärt Fredrik.
Die Arktis ist einer der anspruchsvollsten Orte für Fotoaufnahmen, doch Fredrik ist beeindruckt, wie gut die Alpha 1 diese Herausforderung meisterte.
„Die Alpha 1 funktioniert in der Kälte außerordentlich gut. Die Kamera ist allen Aufgaben gewachsen. Wie bei jeder anderen Kamera auch, muss man auf dem Weg von warmen in kalte Umgebungen und umgekehrt aufpassen, dass sie nicht beschlägt. Auch die Akkus sollten möglichst warm gehalten werden, doch selbst wenn das nicht geht, ist die Akkutechnologie heutzutage so gut, dass es nicht mehr die Probleme von früher verursacht.“
Mit ihren atemberaubenden Bildern halten die Sony Wildlife Explorers unter anderem von Sony unterstützte Vorlesungen und Vorträge in ganz Skandinavien, um mehr Menschen zu erreichen und ihre Botschaft zu verbreiten. „Wir haben schon Vorträge überall in Schweden gehalten“, meint Fredrik. „Vor ein paar Monaten waren wir außerdem in Finnland.“
„Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Menschen zu erreichen. Zum einen wären da die sozialen Medien, auch wenn diese nur eine flüchtige und oberflächliche Gelegenheit darstellen. Über die sozialen Medien erreicht man leicht 100.000 oder gar eine Million Menschen. Gibt man aber ein Buch oder Magazin heraus oder hält man einen Vortrag, erreicht man zwar weniger Menschen, dafür aber hoffentlich auf einer tieferen Ebene.“
Sony Wildlife Explorer Staffan Widstrand findet, dass die Arbeit in der Gruppe dazu beiträgt, sich gegenseitig zu inspirieren und die jeweiligen Fähigkeiten für das übergeordnete Ziel zu teilen.
„Ich genieße es, mit klugen Köpfen und kompetenten Profis Zeit zu verbringen und zusammenzuarbeiten. Wir alle teilen die Leidenschaft für Tiere, Menschen und unser Naturerbe. Mit der Teamarbeit sind auch jede Menge visuelle Inspirationen, der Austausch technischen Know-hows und sogar Schulungsveranstaltungen mit Sony Experten verbunden.“
„Es ist toll, mit Sony zusammenzuarbeiten“, fügt Fredrik hinzu. „Alle sind großartig zu uns und wann immer wir Unterstützung benötigen, sind sie für uns da. Sie helfen uns aber auch dabei, unsere Botschaft zu verbreiten und ein neues Publikum zu erreichen. Wir alle verfolgen ein und dasselbe Ziel: unser Zuhause, Mutter Erde, zu einem Ort zu machen, an dem wir im Einklang mit der Natur leben und diese schützen können.“
Die Sony Wildlife Explorers halten auch Online-Vorlesungen und -Vorträge, um den Menschen mehr über die Naturfotografie zu vermitteln und zu berichten, wie sie im Rahmen ihrer Arbeit Zeuge der Auswirkungen des Klimawandels werden. Ob Gesprächsrunden über Fotografie, Klimawandel oder Tiere – halten Sie 2023 die Augen offen, um mehr von der Gruppe zu erfahren.