arktischer see mit kleinem eisberg im vordergrund

Die Graustufen der Arktis

Laurent Baheux

Aufstrebende Naturfotografen träumen nicht selten davon, die großen Raubtiere Afrikas bei einer Safari zu fotografieren. Aber was kommt danach? Das fragte sich auch der französische Naturfotograf Laurent Baheux.

möwe fliegt über eine verschneite landschaft

© Laurent Baheux | Sony α1 + FE 200-600mm f/5.6-6.3 G OSS + 1.4x Teleconverter | 1/500s @ f/9.0, ISO 200

„Nachdem ich die Löwen, Elefanten und die anderen großen Säugetiere Afrikas fotografiert hatte, suchte ich nach einer neuen Herausforderung“, denkt Laurent zurück. „Ich wollte bei den großen Säugetieren, den großen Raubtieren bleiben, und so war die Arktis der logische nächste Schritt.“

Seit 2016 fotografiert Laurent nun die Wildtiere der kanadischen und europäischen Arktis. Zuletzt verbrachte er im Juni 2022 zwei Wochen auf der norwegischen Insel Spitzbergen – in einer monochromatischen Landschaft aus Fjorden, Bergen und Gletschern.

düstere landschaft in der arktis

© Laurent Baheux | Sony α1 + FE 24-105mm f/4 G OSS | 1/200s @ f/13, ISO 100

„Ich habe 15 Tage in der Arktis verbracht, und während dieser ganzen Zeit habe ich die Welt in Schwarz-Weiß gesehen“, so Laurent. Und damit meint er nicht nur die Landschaft, sondern auch seine ungewöhnliche Arbeitsweise: Laurent fotografiert Tiere grundsätzlich in Schwarz-Weiß.

Die ersten Aufnahmen in der Geschichte der Fotografie waren in Schwarz-Weiß. Auch ich habe das Fotografieren auf Schwarz-Weiß-Film gelernt, meine Fotos in Schwarz-Weiß entwickelt und dabei viel über das Zusammenspiel von Licht und Schatten gelernt.

Viele Fotografen nehmen ihre Bilder zunächst in Farbe auf und wandeln sie dann bei der Bearbeitung in Schwarz-Weiß um. Doch für Laurent ist es wichtig, schon beim Fotografieren eine möglichst konkrete Vorstellung des endgültigen Bilds zu haben.

eisbär klettert über felsiges gelände

© Laurent Baheux | Sony α1 + FE 200-600mm f/5.6-6.3 G OSS + 1.4x Teleconverter | 1/1250s @ f/8.0, ISO 640

„Ich habe den Kontrast in der Schwarz-Weiß-Einstellung bei meiner Sony Alpha 1 erhöht – diese Kamera ist für mich die erste Wahl bei Naturaufnahmen. Ich habe gerne tiefe Schwarztöne in meinen Bildern. Der elektronische Sucher ähnelt einem optischen Sucher, mit dem Unterschied, dass ich mein Bild so sehen kann, wie ich es haben will.“

Durch die Abwesenheit von Farben kann Laurent den Blick auf bestimmte Texturen der abgebildeten Tiere und Landschaften lenken – Details, die sonst oft unbemerkt bleiben. „Das Fotografieren in Schwarz-Weiß ermöglicht es mir, mit dem Licht zu spielen. Ich kann verschiedene Bereiche des Motivs offenlegen oder verbergen. Ich zeige nicht einen Ausschnitt der Realität, sondern meinen eigenen Blick darauf. Das ist es, was ich daran liebe.“

möwen umkreisen einen eisberg

© Laurent Baheux | Sony α1 + FE 200-600mm f/5.6-6.3 G OSS + 1.4x Teleconverter | 1/2000s @ f/8.0, ISO 1000

„Ich mag es, durch die Kamera nahe an mein Motiv heranzukommen. Der Betrachter soll das Gefühl haben, sich mit dem Tier in der Wildnis zu befinden. Dafür setze ich meine langen Teleobjektive ein.“ Wenn Laurent über sein Equipment spricht, wird klar, dass die raue Umgebung vielfältige Anforderungen stellt. „Ich habe ein FE 100-400mm f/4.5-5.6 OSS GM, ein FE 200-600mm f/5.6-6.3 OSS G und ein FE 600mm f/4 OSS GM mit Telekonverter“, zählt er auf.

robbe liegt auf einem felsen

© Laurent Baheux | Sony α1 + FE 200-600mm f/5.6-6.3 G OSS + 1.4x Teleconverter | 1/1000s @ f/9.0, ISO 5000

Nicht nur das Tier ist wichtig für das Foto, sondern auch seine Umgebung, sein Lebensraum. Der Hintergrund bettet das Motiv in einen Kontext ein und trägt wesentlich zur Wirkung des Bildes bei. Die Wahl des Objektivs ist hier von entscheidender Bedeutung. „Ich bringe besonders gern den Himmel mit sich auftürmenden Wolken mit aufs Bild, oder die Berge mit dem darüberliegenden Himmel. In diesen Situationen brauche ich ein kürzeres Objektiv und greife auf das FE 24-105mm f/4 zurück.“

möwe im flug

© Laurent Baheux | Sony α1 + FE 200-600mm f/5.6-6.3 G OSS + 1.4x Teleconverter | 1/1250s @ f/9.0, ISO 2000

Laurent ist sich bewusst, dass die spektakulären Landschaften, in denen er die Tiere fotografiert, deren Lebensraum sind. „Ich begebe mich auf das Territorium der Tiere. Ich habe nicht in der Hand, was dort geschieht“, erklärt er. „Das Tier entscheidet selbst, ob sich unsere Wege kreuzen. Wenn es sich sicher fühlt, nähert es sich mir vielleicht sogar. In der Regel arbeite ich aber mit einem längeren Objektiv und bleibe auf Distanz. Schließlich bin ich nur zu Gast in ihrem Revier.“

Bei seiner Fotoreise durch Spitzbergen wahrte Laurent eine sichere Distanz, indem er vom Boot aus fotografierte. „Die Sony Alpha 1 machte trotz der Kälte und der Feuchtigkeit, die auf einem Boot in der Arktis herrschen, keine Probleme. Auch der Akku ließ mich nicht im Stich. Ich hatte mehrere Akkus für meinen Arbeitstag dabei, brauchte aber nicht alle. Die Kamera kam mit den niedrigen Temperaturen mühelos zurecht.“

zwei spielende eisbären im schatten eines berges

© Laurent Baheux | Sony α1 + FE 200-600mm f/5.6-6.3 G OSS + 1.4x Teleconverter | 1/500s @ f/9.0, ISO 400

In einer Welt, in der wir ständig mit einer Flut an Bildern konfrontiert sind, möchte Laurent ungewohnte Perspektiven aufzeigen. Die Sony Alpha 1 macht ihm das möglich. „Der Autofokus ist unglaublich!“, sagt er. „Er kann die Augenbewegungen von Säugetieren und sogar von Vögeln verfolgen, es ist absolut erstaunlich.“

Für Fotografen wie Laurent kann die Originalität der Aufnahmen eine große Herausforderung sein.

„Ich konzentriere mich voll und ganz auf die Geschichte, die ich erzählen will“, so Laurents Fazit. „Denn das ist das wirklich Zentrale. Die technische Umsetzung wird zur Nebensache. Ich will mich darauf konzentrieren können, welchen Bildausschnitt ich wähle und was ich zeige. Die Sony Alpha 1 nimmt mir den technischen Aspekt ab, so dass ich mich ganz auf den kreativen Teil konzentrieren kann.

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Laurent Baheux

Laurent Baheux | France

„Kein Käfig, kein Gehege, kein Zirkus, kein Zoo. In Freiheit, in der Wildnis. Gefangenschaft ist für jedes Lebewesen physische und psychische Folter. Für Tiere genau wie für Menschen.“

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