Rettungssanitäter steigt nachts eine Treppe hinauf

Lebensretter

Terry Donnelly

Der durch Spenden und öffentliche Unterstützung finanzierte Hubschrauberrettungsdienst Wiltshire Air Ambulance ist eine riesige, anspruchsvolle und komplexe Organisation. Wenn dann auch noch eine globale Pandemie hinzukommt, die seine Arbeit und seine Finanzierung noch komplizierter macht, wird seine Aufgabe noch schwieriger. Diese Geschichte wollte der Fotograf Terry Donnelly erzählen.

Rettungssanitäter mit Nachtsichtbrille in einem Hubschrauber

© Terry Donnelly | Sony α9 II + FE 85mm f/1.4 GM | 1/80s @ f/1.4, ISO 2500

Während er dokumentierte, wie der Wiltshire Helicopter Emergency Medical Service (HEMS) sich auf die Pandemie eingestellt hat, begleitete Terry die Mitarbeiter bei ihren aufreibenden 16-Stunden-Tagen und machte Fotos. „Es gibt einfach keine Pausen“, erzählt er, „und diese Menschen leisten körperlich und mental sehr anstrengende Arbeit. Es war mir einfach wichtig, das in Bildern festzuhalten. Die Corona-Schutzausrüstung ist unverzichtbar, aber sie schränkt sowohl die Bewegungsfreiheit als auch die Kommunikation bei der Arbeit ein, vor allem, wenn man es mit verwirrten Patienten zu tun hat. Die Leute sollen wissen, vor welchen Herausforderungen die Mitarbeiter stehen und wie sie trotzdem unaufhörlich Menschenleben retten.“

Rettungssanitäter reicht einem Kollegen einen Blutbeutel

© Terry Donnelly | Sony α9 II + FE 85mm f/1.4 GM | 1/100s @ f/1.4, ISO 1600

„Weil ich ständig in Bereitschaft sein musste, wurde ich jeden Morgen mitsamt meiner Kameraausrüstung auf die Waage gestellt, damit der Pilot den benötigten Treibstoff genau berechnen konnte“, erklärt Terry. „Ich hatte meine Ausrüstung von Sony immer bei mir. Aber genau wie die Hubschraubercrew und die Rettungssanitäter musste ich auch eine Schutzausrüstung tragen. Das hat für alle möglichen Schwierigkeiten gesorgt. Ich war mit einem Geschirr im Hubschrauber angeschnallt und trug einen Visor und ein Kommunikationsgerät. Dadurch sind einige echte Herausforderungen beim Fotografieren entstanden und natürlich möchte man selbst auch unauffällig im Hintergrund bleiben. Nichts darf die Arbeit der Sanitäter behindern.“

Hubschrauberpilot mit Gesichtsmaske

© Terry Donnelly | Sony α7C + FE 50mm f/2.5 G | 1/640s @ f/2.5, ISO 125

Bei dieser Arbeit gibt es keine zweite Chance. Deswegen musste Terry sich auf seine Sony α Ausrüstung verlassen, und sie hat ihn nicht im Stich gelassen. „Ich habe sowohl mit der α9 als auch mit der α9 II sowie mit einigen α7C Gehäusen fotografiert“, erklärt er. „Letztere waren besonders wichtig, wenn ich mich viel bewegen oder in dem engen Hubschrauber mit der Kennung HELIMED22 arbeiten musste. Es ist unglaublich, was für eine Bildqualität im Vollformat man mit so leichten Kameras erhält, besonders, wenn man sie mit den neuen G Compact Objektiven kombiniert. Ich habe das FE 24 mm f/2.8, das FE 40 mm f/2.5 und das FE 50 mm f/2.5 verwendet und damit auf jeden Fall Bilder erhalten, die mit größeren, schwereren Geräten unmöglich gewesen wären. Diese Objektive bieten großartige Brennweiten für die Dokumentarfotografie, sie fokussieren schnell und lassen bei Bedarf viel Licht durch.“

Rettungssanitäter schaut aus dem Fenster eines Hubschraubers

© Terry Donnelly | Sony α9 + FE 12-24mm f/2.8 GM | 1/3200s @ f/4.0, ISO 1600

Ebenso wichtig für Terrys Projekt waren Funktionen wie die integrierte Bildstabilisierung (In-Body Image Stabilisation, IBIS), der Autofokus mit Augenerkennung in Echtzeit und der Modus für geräuschlose Aufnahmen. „IBIS macht bei Aufnahmen bei schwachem Licht einen gewaltigen Unterschied“, erklärt er. „Außerdem kann ich damit langsamere Verschlusszeiten nutzen, um die Bewegungen der Rotorblätter des Hubschraubers einzufangen. Aber die geräuschlosen Aufnahmen und der AF mit Augenerkennung waren im Umfeld der voll ausgerüsteten Rettungssanitäter unverzichtbar. Mit dem AF mit Augenerkennung konnte ich mit der weitesten Blende fotografieren und durch einen Visor, ein Fenster oder eine Schutzbrille hindurch fokussieren, wo ich andernfalls den Fokus verloren hätte. Der geräuschlose Auslöser hat dafür gesorgt, dass ich die Crew niemals gestört oder abgelenkt habe, selbst wenn ich direkt neben ihnen gearbeitet habe.“

Hubschrauberpilot vor seinem Helikopter

© Terry Donnelly | Sony α7C + FE 24mm f/2.8 G | 1/100s @ f/22, ISO 320

„All diese Faktoren und die Sicherheit, die sie einem vermitteln, bieten dem Fotografen größere Freiheiten“, fährt er fort. „Wenn man mit Ausrüstung fotografiert, die nicht die erforderliche Leistung bringt, wird diese Verbindung unterbrochen und man beginnt, auf den Bildschirm zu schauen und zu überprüfen, ob die Aufnahme gelungen ist. Das unterbricht den Fluss. Ich wollte eine Geschichte erzählen und diese Verbindung herstellen, und genau das erlauben einem diese Kameras.“
Erschöpft und zerzaust wirkende Rettungssanitäterin

© Terry Donnelly | Sony α9 II + FE 135mm f/1.8 GM | 1/2500s @ f/1.8, ISO 100

Spiegelbild eines Hubschraubers in einer Fensterscheibe

© Terry Donnelly | Sony α7C + FE 50mm f/2.5 G | 1/320s @ f/2.5, ISO 100

Die Bilder, von denen Terry glaubt, dass sie die Arbeit der Hubschraubercrew am besten wiedergeben, sind beispielsweise diese eindrucksvollen Porträts der Rettungssanitäterin Joanne Gilbert mit Abdrücken von der Schutzausrüstung im Gesicht und des Piloten „Elvis“ Costello eingerahmt vom Spiegelbild von HELIMED22 in seinem Bürofenster. „Diese Aufnahmen“, erklärt er, „enthalten Elemente, etwa die Schutzausrüstung, die eine Geschichte über Corona erzählen, aber sie fangen auch ihre Persönlichkeit und die Herausforderungen ein, mit denen sie konfrontiert sind. Jo hat sich von der fröhlichen, quirligen Persönlichkeit, die sie zu Beginn ihrer Schicht war, in eine ernstere Person mit Abdrücken von der Schutzausrüstung im Gesicht verwandelt, die sie bei der Erfüllung ihrer lebensrettenden Aufgaben tragen muss. Und „Elvis“ ist immer wachsam, weil er für seine ganze Crew und die Leben, die sie zu retten versuchen, Verantwortung trägt.“

Rettungshubschrauber wartet auf den Start

© Terry Donnelly | Sony α9 + FE 12-24mm f/2.8 GM | 1/100s @ f/14, ISO 100

Letztendlich hat es Terry besonders gut gefallen, dass er die ganze Geschichte erzählen konnte. „Die Fotografie bietet einem eine Art Plattform“, sagt er zum Abschluss, „und die Möglichkeit, weiterzugeben, was einem wichtig ist: die Geschichten, auf die es wirklich ankommt. Das letzte Jahr war für uns alle schwierig, aber wir müssen durch unsere Spenden dafür sorgen, dass wichtige Dienste wie dieser Hubschrauberrettungsdienst weiterarbeiten können. Wir wissen nie, wann möglicherweise ein Menschenleben davon abhängt. Ich habe gesehen, zu was für Einsätzen das Team gerufen wird und seine Geschichte sollte erzählt werden, damit wir das nicht einfach als selbstverständlich hinnehmen. Ich bin froh, dass ich sie erzählen konnte.“

Rettungshubschrauber wartet in der Nacht auf den Start

© Terry Donnelly | Sony α7C + FE 50mm f/2.5 G | 1/40s @ f/2.5, ISO 1600

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Terry Donnelly

Terry Donnelly | UK

„Auch wenn ich in verschiedenen Genres fotografiere, glaube ich, dass es Fertigkeiten gibt, die für sie alle benötigt werden. Das macht meine Arbeit stärker.“

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