Bildfokus

Daniel Ochoa de Olza | Küsse in trüben Zeiten

Nach eineinhalb Jahren der sozialen Isolation und Maskenpflicht, davon 99 Tage im totalen Lockdown, ist der Kuss zum Symbol geworden – für den Triumph der Liebe und für die Beharrlichkeit des Lebens angesichts der düsteren Zeiten, die wir in der Coronapandemie erleben.

Ich liebe es, geschichtsprägende Ereignisse zu dokumentieren und dabei die Menschen und ihre Kultur zu feiern. Dieses Bild ist Teil einer Fotoserie mit Paaren, die sich an öffentlichen Orten küssen. Das Projekt habe ich während des Lockdowns begonnen. Ich wollte den Fokus auf etwas legen, das ich in anderen pandemischen Fotoprojekten noch nicht gesehen hatte, etwas Universelles, mit dem sich jeder identifizieren kann.

Es ist nicht einfach, nachts unbemerkt Küsse zu fotografieren, und man kann es auch nicht planen. In diesem Fall half ich gerade einer Freundin dabei, ein riesiges Gemälde zu ihrem Haus zu tragen, als ich dieses Paar sah, dass sich am U-Bahn-Eingang küsste. Ich wusste einfach, ich muss diesen Moment festhalten. Also legte ich das Gemälde so vorsichtig wie möglich ab, näherte mich ihnen mit meiner Sony α7R IV samt 35 mm f/1.8 in der Hand und fing an zu fotografieren.

Sich küssendes Paar vor U-Bahn-Station © Daniel Ochoa de Olza | Sony α7R IV + FE 35mm f/1.8 | 1/50s @ f/2.8, ISO 2000

Die α7R IV habe ich immer dabei. Gerade in solchen Momenten bin ich darüber sehr froh, zumal ich immer aufmerksam sein muss, damit ich im richtigen Moment schnell handeln kann. Denn dazu brauche ich eine leichte, schnelle und präzise Kamera, die Bilder in höchster Qualität liefert. Die Sony α7R IV bietet mir genau das, und die lautlose Aufnahmefunktion erlaubt mir eine sehr diskrete Arbeitsweise.

Wenn die Leute mich sehen, merken sie oft nicht einmal, dass ich ein professioneller Fotograf bin. Sie halten mich für einen Hobbyfotografen mit seiner Kamera. Aber tatsächlich bietet mir diese Kamera 61 Millionen Pixel, einen riesigen Dynamikumfang, eine Aufnahmerate von 10 Bildern pro Sekunde, einen präzisen Autofokus und einen ISO-Wert, den ich problemlos erhöhen kann.

Die beiden Frauen auf dem Bild merkten nicht einmal, dass sie fotografiert werden, bis eine Gruppe von Passanten sie darauf hinwies. Erst dann fragten sie, was ich da mache und warum ich sie nicht um Erlaubnis gebeten hatte. Ich habe ihnen einfach die Wahrheit gesagt: dass ich diesen schönen, emotionalen Moment nicht unterbrechen wollte. Als ich ihnen die Bilder zeigte, die ich gerade aufgenommenen hatte, verflog ihr Misstrauen und sie riefen „Wow! Wie schön!“ Sie fragten sogar höflich, ob ich ihnen das Bild schicken könne. Darum geht es mir beim Fotografieren: Ich will den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern!

Ich glaube, viele Menschen freuen sich über den Anblick eines Kusses in der Öffentlichkeit, besonders in Zeiten, in denen wir von unseren Lieben getrennt sind. Man gewöhnt sich so sehr an den Alltag, dass man vergisst, wie wunderbar das Leben sein kann – die Liebe ist eine gewaltige Kraft.

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