Beim Thema Hochzeitsfotografie denkt man an ein Paar an einem schönen Ort, vielleicht auf dem Land, am Strand oder in einem Park. Das Licht ist schmeichelhaft und die Aufnahmen werden zur goldenen Stunde gemacht. Ich mache all diese schönen Bilder, denn sie sind wichtig, aber mir geht es mehr um das Erzählen von Geschichten; ich freue mich, wenn das Paar keine Angst davor hat, etwas Neues auszuprobieren.
Dieses Bild entstand während eines Paar-Fotoshootings im Sommer. Die beiden feierten ihren Hochzeitstag und wollten ein besonderes Fotoshooting zu diesem Anlass, zumal sie an ihrem besonderen Tag kein richtiges Paarshooting hatten. Für die beiden war es eine Gelegenheit, die Kleidung noch einmal anzuziehen, die sie an Ihrer Hochzeit getragen hatten. Aber anstelle klassischer Hochzeitsfotos wollten sie etwas Intimeres, und so habe ich sie in einem Schlafzimmer fotografiert, in fast völliger Dunkelheit. Ich habe den Moment zwischen den beiden mit der Sony α 1 und einem Distagon-Objektiv T* FE 35 mm F1.4 ZA eingefangen.
Die Kamera bot mir die benötigte hohe Auflösung, um schöne Abzüge herzustellen, und war auch bei schlechten Lichtverhältnissen großartig. Mit dieser Kamera kann ich alles aufnehmen, was ich möchte, ob im Studio oder draußen, ob ich mein Motiv in Position bringe oder es sich bewegt – sie meistert einfach alles. Das 35-mm-Objektiv ist meine erste Wahl für diese Art von Porträtaufnahmen. Es bietet mir die Möglichkeit, nah an mein Motiv heranzukommen und gleichzeitig einen Teil der Szene zu zeigen, um die Geschichte zu erzählen.
Wenn man bei diesen besonderen Lichtverhältnissen mit F1.4 fotografiert, kann es leicht passieren, dass man den Fokus verfehlt; andere Kameras hätten den Fokus auf den Punkt mit dem höchsten Kontrast gelegt. Es ist wirklich beeindruckend, dass α 1 auch beim Fotografieren einer Silhouette die Gesichtserkennung und den Augen-Autofokus nutzen kann, je nachdem, was sie sieht. Das bedeutet, dass ich mich mehr auf die Emotionen und die Pose meines Motivs konzentrieren kann, da ich weiß, dass die Kamera es im Fokus behält.
Ich liebe dieses Bild deshalb so sehr, weil es nicht dem entspricht, was man normalerweise von einem Hochzeitsfotografen erwarten würde. Es ist die Art von Aufnahme, die zur Persönlichkeit des Paares und zu den Gefühlen, die sie füreinander empfinden, passt. Als Fotografin fühle ich mich verpflichtet, auf das Paar einzugehen, indem ich versuche, die beiden ein wenig besser zu verstehen und kennenzulernen. Genau das leistet dieses Bild: Es geht auf die Wünsche des Paares ein, wie es seine Geschichte erzählen möchte.
„Lass uns zu einem Abenteuer aufbrechen und unsere Grenzen vergessen“