Junge Frau beim Sprung durch die Luft

Immer einen Schritt voraus

Tolis Fragoudis

„Ich bin kein Sportler“, so Tolis Fragoudis, „und ich bin ganz sicher nicht so talentiert wie Pamela, aber bei diesem Projekt hatte ich oft den Eindruck, als würde ich sowohl mich als auch meine Sony α 7S III an unsere jeweiligen Grenzen bringen.“

Bei den Dreharbeiten mitten in Wien begannen Tolis und Pamela zunächst mit einem Plan, allerdings mussten sie diesen aufgrund der diversen Einschränkungen der Filmarbeiten schon bald aufgeben und improvisieren. „Das ganze Projekt wurde zu einer sehr spontanen Geschichte“, erzählt er, „und schlussendlich fühlte es sich so an, als würde ich selbst Parkour machen – nur dass die Hindernisse, die ich überwinden musste, mit dem Filmen selbst zu tun hatten und nicht aus Wänden und Bänken bestanden.“

Die Tatsache, dass wir uns schnell umstellen mussten, verhalf uns jedoch dazu, die Eröffnungssequenz des Films festzulegen, wobei einige von Tolis' Lieblingsaufnahmen entstanden, und führte zu einem frühen Training für die α 7S III. „Nachdem wir an einigen Orten, die Pamela kannte, nicht filmen konnten, schlug sie vor, in ihre Trainingshalle zu gehen. Ursprünglich hatten wir geplant, die ganze Zeit draußen zu filmen, aber dann dachte ich: ‚Okay, machen wir es so.‘ Es stellte sich als wirklich gute Entscheidung heraus und lieferte uns einen fantastischen Kontrast zu den späteren Außenaufnahmen.“

Sportlerin vor Betonsäulen stehend © Tolis Fragoudis | Sony α7S III + FE 70-200mm f/2.8 GM OSS | 1/200s @ f/2.8, ISO 200

Tolis nahm alle Innenaufnahmen aus der Hand auf und nutzte die integrierte Bildstabilisierung der α 7S III, um einen geschmeidigeren Bildfluss zu erzielen. „Für das Verfolgen ihrer Bewegungen habe ich eine Mischung aus manuellem Fokus und Autofokus verwendet“, erklärt er, „und die neue automatische Fokusnachführung war wirklich sehr beeindruckend, aber dabei auch ganz einfach zu bedienen.“

„Die Tatsache, dass man den zu verfolgenden Bereich einfach auf dem Touchscreen antippen kann, damit die Kamera ihm folgt“, fährt er fort, „ist wirklich verblüffend. In einer Szene, in der Pamela hochspringt, um sich an der Kante einer Holzplattform festzuhalten, habe ich den Autofokus so eingestellt, dass er ihre Hand verfolgt, und genau so hat es funktioniert. Wenn man bedenkt, wie komplex diese Aktion ist, kann man nur staunen. Es geht nicht nur darum, eine kräftige Farbe oder einen Farbton zu verfolgen, sondern ein Objekt, das seine Form und seinen Winkel verändert, während es sich durch das Bild bewegt. Ich weiß nicht, wie das geht. Ich bin nur froh, dass es funktioniert!“

Sportlerin, die über Betonpoller springt © Tolis Fragoudis | Sony α7S III + FE 12-24mm f/2.8 GM | 1/2000s @ f/2.8, ISO 200

Zwischendurch wechselte Tolis von der handgeführten Aufnahmetechnik und montierte seine Kamera auf ein Gimbal, vor allem, wenn er Pamela aus einem Auto heraus filmte oder hinter ihr herlief.

„Natürlich hat jedes Gimbal seine maximale Nutzlast“, sagt Tolis, „aber die α 7S III ist so leicht, das ist hierbei natürlich günstig. Außerdem habe ich für das Projekt größtenteils kompakte Weitwinkelobjektive verwendet – z. B. das FE 35 mm f/1.4 ZA und das FE 24 mm f/1.4 GM – einerseits, weil sie bei Nahaufnahmen von Sportmotiven gut funktionieren, und andererseits, weil Objektive mit weiteren Winkeln weniger Vibrationen wiedergeben und insgesamt ein ruhigeres Bild liefern. Das war wichtig, denn wir wollten nicht, dass die Aufmerksamkeit des Betrachters durch eine unruhige Aufnahme von Pamelas Bewegungen abgelenkt wird.“

Diese Bewegung kommt perfekt zur Geltung, wenn Tolis in den Zeitlupenmodus seiner Kamera wechselt. „Als diese Kamera angekündigt wurde, war ich, wie viele Menschen, überrascht“, verrät er. „Ich hatte mit 4 K bei 60 fps gerechnet, aber Sony lieferte uns 120 fps, was wirklich unglaublich ist. Man kann das Bild um das Fünffache verlangsamen, was bei der Nachbearbeitung sehr hilfreich ist. Die Hauptattraktion in meinem Film ist jedoch die Art und Weise, wie er die Komplexität und Anmut von Pamelas Bewegungen zeigt“, fährt er fort. „Sportler wie sie sind so schnell, dass man ihre fantastischen Leistungen als Zuschauer nur dann erkennen kann, wenn man die Bewegungen bei geringerer Geschwindigkeit betrachtet.“

Sportlerin kopfüber mitten im Flug © Tolis Fragoudis | Sony α7S III + FE 12-24mm f/2.8 GM | 1/640s @ f/4.0, ISO 12800

Eine der Aufnahmen, die Tolis am besten gefiel, war eine Szene auf einem Dach bei Sonnenuntergang. „Wir kamen dort an, als die Sonne gerade untergegangen war“, erzählt er, „aber der Himmel war immer noch wunderschön und voller Rot-, Gelb- und Orangetöne. Pamela wurde von hinten angestrahlt, aber mit dem neuen Profil S-Log3 der α 7S III konnte ich sie immer noch belichten, ohne eine Silhouette zu erhalten. Das Profil lieferte uns alle Daten, die wir für die Nachbearbeitung benötigten, ohne dass wir Details ihrer Figur oder des Himmels einbüßten. So etwas wäre mir früher nicht gelungen.“

Das Projekt wurde in Windeseile fertiggestellt. Was ist Tolis von diesem rasanten Dreh besonders in Erinnerung geblieben? „Fast die gesamte Kamera war für mich eine neue Erfahrung, und sie hat hervorragend funktioniert“, sagt er, „angefangen bei der neuen Anordnung der Tasten bis hin zu den individuell einstellbaren Eingängen. Und bei all den technischen Errungenschaften wie ISO und Autofokus habe ich, je mehr ich sie benutze, immer weniger das Gefühl, eine spezielle Videokamera einpacken zu müssen.“ Aber so beeindruckend Tolis die Ausrüstung auch fand, seine größte Bewunderung galt Pamela. „Trotz aller technischen Herausforderungen, die die Kamera zu bewältigen hatte – entscheidend ist, was sich vor der Linse abspielt. Ich hatte großes Glück, mit dieser beeindruckenden Sportlerin arbeiten zu dürfen. Genau wie meine Kamera hat sie jedes Hindernis mit Bravour genommen, und es war großartig, das zu sehen.“

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