Alpha Universe-Geschichte im Detail
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Neue Wege 

Giovanni Auletta 

Der auf Ski und Radfahren spezialisierte Sportfotograf Giovanni Auletta bereist seit fast 20 Jahren die Welt und hat praktisch jede Art von Sportveranstaltung fotografiert. Mit den COVID-19-Lockdowns steht das Sportgeschehen jedoch weltweit still, sodass „es unmöglich gewesen wäre, weiter für diese beiden Sportarten zu arbeiten“, so Giovanni Auletta.

„Die erste Lockdown-Woche habe ich freigemacht“, berichtet er weiter, „in der zweiten habe ich meine Kameras gereinigt und die Einstellungen justiert. In der dritten Woche habe ich frühmorgens das Haus verlassen, um die leere Stadt zu fotografieren, und ohne es zu merken, hatte ich wieder angefangen zu arbeiten.“

giovanni auletta sony α 9 gruppe junger turnerinnen beim dehnen vor einer übung

© Giovanni Auletta | Sony α9 + FE 24–105 mm f/4 G OSS | 1/250 Sek. bei f/4,0, ISO 3.200

Während seine üblichen Motive im Wartezustand verharrten, nutzte Giovanni die Einschränkungen, um nach neuen Inspirationen zu suchen, und entschied sich für ein Motiv mit einer besonderen Geschichte der Ausdauer und Anpassungsfähigkeit. „Ich wollte an einem Ort mit ausgeprägter Identität arbeiten, der eine Geschichte zu erzählen hat. Deshalb entschied ich mich, die Turner von S.D.G FORZA E CORAGGIO zu begleiten“, berichtet er. „Das ist der älteste Sportverein Mailands. Er wurde 1870 gegründet und hat zwei Weltkriege überlebt. Dieser Ort weiß also, was es heißt, sich anzupassen und durchzuhalten.“

Statt sich auf die einzelnen Turner zu konzentrieren, beschloss Giovanni, die Teams dabei einzufangen, wie sie nach der langen Isolation wieder zusammenkamen. Er wählte das Team für rhythmische Sportgymnastik als Motiv aus und fügt hinzu, dass er „einen Sport zeigen wollte, der weniger stark im Rampenlicht steht und trotzdem mit derselben Hingabe und Leidenschaft wie bekanntere Sportarten betrieben wird.“ 

giovanni auletta sony α 9M2 sich vorbeugende turnerin, die einen ball in der hand balanciert

© Giovanni Auletta | Sony α9 II + FE 70–200 mm f/2,8 GM OSS | 1/1250 Sek. bei f/2,8, ISO 1600

Es war zwar nichts Neues für Giovanni, Turner zu fotografieren, aber nie zuvor hatte er dies „auf so intime Weise“ getan, und natürlich gibt es auch jede Menge Unterschiede zu anderen Sportmotiven wie zum Beispiel Skifahren. „Zuallererst ist Turnen ein Hallensport, sodass das Licht sehr viel schwächer ist. Aber es gibt auch physische Unterschiede“, wie er erläutert: „Beim Skifahren ist der Abstand z. B. viel größer und das Timing präziser. Skifahren ist ein Sport, bei dem man nur eine Chance auf eine Aufnahme hat. Bei diesem Projekt dagegen herrschte keine Eile – ich konnte mich bewegen, um für jeden Turner die richtige Perspektive zu wählen, und mich auf Ort und Licht einstellen.“

Auch das Werkzeug des Fotografen muss sich anpassen – als Nutzer der α 9 Spitzenmodelle von Sony weiß Giovanni, dass er sich darauf verlassen kann, dass sich seine Kamera in allen Situationen die nötige Vielseitigkeit bietet. „Ob drinnen oder draußen: Action-Aufnahmen verlangen in aller Regel sehr kurze Verschlusszeiten. Die Turnhalle war trotz der großen Fenster eine dunkle Umgebung. Das war ein guter Test für meine Ausrüstung. Die α 9 II bestand wie immer mit Bestnoten – ich konnte ohne Qualitätsverluste mit sehr hohen ISO-Werten arbeiten. Ich konnte mich darauf verlassen, dass die automatische ISO-Einstellung den veränderlichen Lichtverhältnissen folgte – das war in dieser Art von Umgebung unerlässlich“, berichtet er.

giovanni auletta sony α 9M2 turnerin balanciert einen ball auf ihren ausgestreckten armen

© Giovanni Auletta | Sony α9 II + FE 70–200 mm f/2,8 GM OSS | 1/1250 Sek. bei f/2,8, ISO 3.200

Für Giovannis intime Bildserie waren weitere Merkmale der α 9 II relevant. „Der Autofokus mit Augenerkennung in Echtzeit von Sony ist für mich unverzichtbar geworden“, wie er eingesteht. „Er arbeitet hervorragend und hält den Fokus an der richtigen Stelle, sodass ich mich auf andere Aufnahmeaspekte konzentrieren kann. Er funktioniert auch bei starkem Gegenlicht und bei beweglichen Elementen im Vordergrund wie z. B. Bänder von Turnern – er lässt sich nie beirren.“

Auch der elektronische Sucher der α 9 II war äußerst nützlich: „Das Motiv wechselt fortlaufend zwischen Licht- und Schattenbereichen – die Kamera hat bei der Reaktion der Belichtung auf die Lichtverhältnisse jedoch nie versagt. Mit dem leisen Verschluss kann ich außerdem absolut unauffällig mit den Sportlern arbeiten – als ob ich gar nicht da wäre“, fügt er hinzu.

giovanni auletta sony α 9M2 symmetrisch auf dem boden ausgebreitet liegende turnerin

© Giovanni Auletta | Sony α9 II + FE 70–200 mm f/2,8 GM OSS | 1/640 Sek. bei f/2,8, ISO 3.200

Das meint Giovanni zu der Serienaufnahmefunktion mit 20 Bildern pro Sekunde: „Es ist wichtig, dass man den Sport kennt, den man fotografiert, denn dann kann man die Bewegungen antizipieren. In diesem Fall war außerdem die Serienaufnahmefunktion der α 9 II mit 20 Bildern pro Sekunde äußerst hilfreich, denn ich bin kein Turnspezialist und konnte so einfach die perfekte Aufnahme aus der Serie auswählen.“

Mit dem G OSS 24–105-mm-f/4-Objektiv für Weitwinkelaufnahmen und insbesondere dem 70–200 mm f/2,8 GM OSS als Hauptobjektiv gelang es Giovanni, „den richtigen Abstand zu den Sportlern zu finden – nicht zudringlich, aber auch nicht zu weit vom Motiv entfernt“. Dank der Blende von f/2,8 konnte er mit geringer Tiefenschärfe arbeiten, um seine Motive in der dunklen Halle herauszuarbeiten. Er erläutert: „Bei vielen Aufnahmen ging es mir um die Gesten der Turner. Deshalb stellte ich die maximale Blende ein, um Silhouette und Körperhaltung aus der Umgebung herauszutrennen.“

giovanni auletta sony α 9M2 zwei turnerinnen am boden, die mit einem stab unter dem rücken ihre haltung kontrollieren

© Giovanni Auletta | Sony α9 II + FE 70–200 mm f/2,8 GM OSS | 1/500 Sek. bei f/2,8, ISO 3.200

Giovanni meint abschließend: „Dieses Projekt hat mir gezeigt, dass man niemals auslernt – weder in technischer noch in menschlicher Hinsicht. Fotografen müssen ebenso wie Sportler körperlich und geistig aktiv bleiben. Dazuzulernen und sich anzupassen sind dabei wesentlich. Ich vermisse die Berge und kann den Beginn der Wintersaison kaum erwarten, aber ich habe gelernt, dass Gymnastik ein Sport ist, der mit unglaublicher Leidenschaft und Begeisterung betrieben wird und damit den Weg auch in mein Herz gefunden hat.“

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