albert dros sitzt mit seiner sony kamera an einer windmuehle

Das Sony FE 16-35mm f/2.8 GM II – perfekt für vielseitige Aufnahmen

Albert Dros

Ich werde oft gefragt, was mein liebstes Weitwinkelobjektiv ist. Ich nenne dann immer das FE 16-35mm f/2.8 GM II. Im Laufe der Jahre habe ich fast alle Weitwinkelobjektive von Sony verwendet. Zurzeit nutze ich am häufigsten das „einfache“ 16-35mm GM II. Es eignet sich optimal für die meisten meiner Weitwinkelaufnahmen. Das ursprüngliche 16-35mm f/2.8 GM war bereits großartig, aber Version 2 setzt noch einen drauf. Es ist kleiner, leichter, noch schärfer und hat einen geringeren Fokusabstand. Das ist für meine Art der Weitwinkelfotografie sehr wichtig. Lassen Sie mich aber klarstellen, dass nicht alle meine Weitwinkelaufnahmen mit dem 16-35mm GM II gemacht wurden. Ich liebe auch mein FE 12-24mm f/2.8 GM und habe es oft dabei, wenn ich einen noch größeren Sichtwinkel brauche, insbesondere bei Weitwinkel-Stadtlandschaften. Und das FE 14mm f/1.8 GM habe ich oft in der Tasche, wenn ich viele Aufnahmen des Sternenhimmels mache. Aber wenn ich nur ein Weitwinkelobjektiv auswählen dürfte, wäre es definitiv das 16-35mm GM II. Es ist einfach perfekt, wenn es um Vielseitigkeit, Gewicht und Qualität geht.

albert dros haelt seine sony kamera mit 16-35mm g master objektiv © Albert Dros

Ich nehme dieses Objektiv oft mit auf meine Reisen und habe damit einige meiner Lieblingsfotos der letzten Jahre fotografiert. Lassen Sie mich Ihnen einige Besonderheiten nennen, die mir an diesem Objektiv besonders gut gefallen:Naher Fokusabstand & geringes Focus Breathing. Wie das FE 24-70mm f/2.8 GM II hat auch das 16-35mm GM II ein sehr geringes Focus Breathing, eigentlich sogar fast gar keins. Das ist einzigartig für ein Weitwinkelobjektiv, und kein anderes Objektiv in meinem Arsenal hat diese Besonderheit. Für meine Art der Fotografie gehe ich oft sehr nah an den Boden und an meine Motive im Vordergrund heran. Ich baue oft Blumen in meinen Vordergrund ein, die manchmal sehr klein sind. Dazu muss ich sehr nah an sie herankommen, um sie gut als großen Vordergrund verwenden zu können. Mit dem 16-35mm GM II gelingt das immer und ich kann die Blumen in kreativen Kompositionen verwenden.

rote und gelbe tulpen vor einem ruhigen see © Albert Dros | Sony α7R V + FE 16-35mm f/2.8 GM II | 1/15s @ f/14, ISO 100

Dann verwende ich häufig die Fokusreihen-Technik, bei der ich mit meiner Sony Kamera mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Brennweiten mache. Die kann ich später kombinieren und erhalte eine von vorne bis hinten scharfe Aufnahmenreihe.

tiefhaengende wolken in der morgendaemmerung ueber den dolomiten © Albert Dros | Sony α1 II + FE 16-35mm f/2.8 GM II | 1/80s @ f/14, ISO 200

Viele meiner Aufnahmen von Pilzen sind mit ähnlichen Techniken gemacht. Meine Serie „Pilze in ihrer natürlichen Welt“, in der ich die Pilze in Kombination mit ihrer natürlichen Umgebung porträtiere, wurde kürzlich mehrfach ausgezeichnet. In dieser Serie sind nicht nur die Pilze selbst die Haupthelden, sondern auch die Bäume um sie herum. Um das zu erreichen, verwende ich kreative niedrige Winkel. Bei solchen Aufnahmen ist dann immer das 16-35mm GM II mein bevorzugtes Objektiv.

pilze wachsen auf einem stamm an einem teich © Albert Dros | Sony α1 II + FE 16-35mm f/2.8 GM II | 1/6s @ f/14, ISO 200

Große Sonnensterne Ich baue oft Sonnensterne in meine Fotos ein, wenn ein Objektiv einen schönen „Stern“ um die Sonne erzeugen kann. Und dafür eignet sich das 16-35mm GM II wirklich hervorragend. Es führt zu einem schönen „sauberen“ Sonnenstern, der nicht vom Rest der Aufnahmen ablenkt, sofern er gut fotografiert wird. Für optimale Ergebnisse rahme ich die Sonne gegen eine Kante eines Baumes, eines Gebäudes oder einfach gegen den Horizont ein. Der Trick besteht darin, sie dann einzurahmen, wenn sie gerade diese Kanten berührt, und dazu eine verengte Blende wie f/14 oder sogar f/22 zu verwenden. Auf diese Weise wird der „Stern“ um die Sonne herum extrem gut erkennbar.

berg fuji hinter roten ahornblaettern © Albert Dros | Sony α7R V + FE 16-35mm f/2.8 GM II | 1/50s @ f/18, ISO 100
rote und gelbe Tulpen in einem sonnigen Wald © Albert Dros | Sony α7R V + FE 16-35mm f/2.8 GM II | 1/50s @ f/18, ISO 100

Kreatives Bokeh Natürlich hat dieses Objektiv bei allen Blenden eine große Schärfe, auch in den Ecken. Und auch wenn man das Bokeh vielleicht nicht allzu oft nutzt, ist es tatsächlich sehr klar und sanft. Manchmal verwende ich das weit geöffnete Objektiv, um ein verträumtes Bokeh für den Vordergrund zu erzeugen.

ein vw-auto, das in einem tulpenfeld geparkt ist © Albert Dros | Sony α7R V + FE 16-35mm f/2.8 GM II | 1/15s @ f/11, ISO 100

Und man kann sogar Nahaufnahmen damit machen. Das würde man zwar nicht unbedingt erwarten, aber es funktioniert erstaunlich gut.

gelbe blaetter vor herbstlicher kulisse © Albert Dros | Sony α7R V + FE 16-35mm f/2.8 GM II | 1/500s @ f/2.8, ISO 100

Perfekte Vielseitigkeit Wie ich am Anfang schon sagte, bietet dieses Objektiv eine perfekte Vielseitigkeit als Weitwinkelobjektiv. Es ist relativ leicht, sehr scharf und die erwähnten Merkmale finde ich wirklich herausragend. Aber braucht man das f/2.8 wirklich? Die Antwort ist ja. Denn ich nutze das f/2.8 oft für Nachtaufnahmen. Wenn ich Sterne fotografiere oder für Polarlichter kürzere Verschlusszeiten brauche, ist dieses Objektiv mit offener Blende meine erste Wahl. Die Sterne erhalten dadurch eine großartige Schärfe und wenig Koma und chromatische Aberrationen.

japanische pagode mit dem berg fuji im hintergrund © Albert Dros | Sony α7R V + FE 16-35mm f/2.8 GM II | 25s @ f/4.0, ISO 2500
nordlichter ueber einem schneebedeckten berg © Albert Dros | Sony α7R V + FE 16-35mm f/2.8 GM II | 5s @ f/2.8, ISO 4000
„Also ja, wenn ich nur ein Weitwinkelobjektiv für eine Reise auswählen dürfte, würde ich mich immer für das FE 16-35mm f/2.8 GM II entscheiden. Es ist kein Zufall, dass ich mit diesem Objektiv einige meiner absoluten Lieblingsfotos der letzten Jahre gemacht habe.“

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