Ich hatte schon länger eine Reise nach Portugal geplant und wollte meine Kameratasche dabei so klein und leicht wie möglich halten. Anstatt meine übliche Auswahl an größeren Objektiven mitzunehmen, nutzte ich also die Gelegenheit, das kompakte Objektiv-Trio der G-Serie mit Festbrennweite auszuprobieren, bestehend aus einem 24-mm-, einem 40-mm- und 50-mm-Objektiv.
Zuallererst fiel mir auf, wie klein und leicht sie trotz ihrer Metallkonstruktion sind. Sie lagen gut in der Hand und fühlten sich solide an. Besonders gefiel mir, dass sie eine einheitliche Größe haben, sodass ich lediglich einen Satz ND- und Polarisationsfilter benötigte. Das Filtergewinde für jedes Objektiv beträgt 49 mm, weshalb auch das Zubehör klein und kompakt ist. Das spart Geld und Platz in der Tasche, was für mich sehr wichtig ist, wenn ich auf Wanderungen gehe, im Wohnmobil unterwegs bin oder neue Städte erkunde. Ich habe häufig Rückenschmerzen, sodass eine leichte Tasche einer der wichtigsten Faktoren ist, wenn ich auf Reisen gehe, wobei ich natürlich trotzdem keine Abstriche bei der Qualität und Professionalität der Ergebnisse machen möchte.
Wenn man unterwegs ist und sich viel bewegt, passieren Fehler. Das Ein- und Auspacken von Objektiven in bzw. aus der Kameratasche kann zu Schäden führen, doch ich war zuversichtlich, dass die G-Objektive dieser Beanspruchung standhalten würden. Sie wirkten robust, zuverlässig und stabil – nicht wie aus billigem Plastik. Das freiliegende Glas an der Vorderseite ist klein. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass die vorderen Elemente zerkratzen oder beschädigt werden.
Die Bildqualität jedes Objektivs hat mich von Anfang an sehr beeindruckt. Das 50 mm ist einfach überwältigend. Bei einigen Bildern kann ich gar nicht glauben, wie scharf sie geworden sind, ohne dabei zu digital zu wirken. Auch die Farben sind sauber und lebendig. Sowohl Sam (der Videofilmer) als auch ich waren fasziniert von den Blendenflecken und dem Bokeh, das alle Objektive erzeugten – zum Beispiel wie die unscharfen Wasserreflexionen im blauen Wasser Portugals aussahen. Die Form jeder Reflexion war vollkommen unterschiedlich – und sie gefielen uns alle, wenn wir sie für kreative Zwecke benötigten. Die Objektive sind alle gleich groß, doch für die verschiedenen Brennweiten gibt es unterschiedliche optische Elemente. Das ED-Glas hilft, chromatische Aberrationen und Farbsäume zu unterdrücken, was nicht unbemerkt geblieben ist.
Das 24 mm ist eine bei Landschafts- und Städtefotografen und -filmern sehr beliebte Brennweite. Während meines Aufenthalts in Portugal habe ich mich für dieses Objektiv entschieden, um Klippen, schmale Strände und interessante Felsformationen zu fotografieren. Ich bringe immer ein menschliches Motiv in meine Landschaftsaufnahmen ein, und das Objektiv konnte es in diesen Fällen wirklich gut vom Hintergrund abheben. Ich beschloss, die Regeln zu brechen und es für Porträts in der Stadt zu verwenden, wobei mir die geringe Verzerrung und die erstaunliche Leistung bei wenig Licht auffiel. In den ungünstigsten Stunden des Tages hat der Kontrast in den schattigen Straßen der Stadt das Objektiv wirklich gefordert.
Am meisten fasziniert hat mich das 40 mm. Diese Brennweite hatte ich bis dahin noch nie benutzt, doch jetzt gehört sie zu meinem festen Inventar. Es ist die Art von Objektiv, die man den ganzen Tag dabei haben kann und mit der man wirklich zurechtkommt. Für mich ist es die ideale Brennweite für Dokumentar- und Straßenfotografie und schließt die Lücke zwischen dem 24 mm und dem 50 mm. Häufig fühlte ich mich zwischen dem 40 mm und dem 50 mm hin- und hergerissen, weil beide unter allen Bedingungen eine hervorragende Leistung erbrachten.
Bei der Auswertung meiner Aufnahmen während der Nachbearbeitung habe ich mich gefragt, wie manche Bilder wohl mit einem breiteren Objektiv ausgesehen hätte. Mir gefallen solche Überlegungen. Die beiden Objektive haben mich wirklich überrascht.
Zusammen mit meiner Alpha 7 IV lag jedes Objektiv gut in der Hand. Ich hatte die Befürchtung, sie würden sich wie ein Pancake-Objektiv anfühlen, doch insgesamt war das Look and Feel genau richtig. Ich mag es nicht, meine Ausrüstung auf Reisen zu sehr zu zeigen. Diese Kombination ist nicht zu auffällig und erregt keine unerwünschte Aufmerksamkeit.
Ich wünsche mir etwas Kompaktes, das ich schnell verstauen kann, und dafür war diese Zusammenstellung ideal. Wenn wir in Portugal bei Sonnenaufgang fertig wurden und zum Brunch gingen, konnte ich die Objektive einfach in meine Handtasche stecken und die Kamera auf dem Tisch liegen lassen. Ein bisschen wie ein Accessoire, allerdings ein sehr hochwertiges.
Jedes Objektiv schien über passende Funktionen zu verfügen. Beim Fotografieren verwende ich die ganze Zeit über den Autofokus, bei Videos jedoch nicht – der Wechsel ging sehr einfach vonstatten. Wir hatten in Portugal viele schöne, klare Sonnenaufgänge, bei denen wir die schroffen Küsten mit ihren Höhlen und Felswänden eingefangen haben. Am frühen Morgen, wenn die Sonne noch nicht bis zu den Schatten der Klippen vorgedrungen war, hatten die Objektive keine Probleme beim Fokussieren oder beim Erfassen der Details. Wenn die Sonne hoch am Himmel stand, war es sehr grell. Auch hier haben die Objektive nicht versagt – auch nicht bei Aufnahmen von Gegenlichtmomenten mit Sonnenreflexionen in der Komposition. Dies verdeutlicht den brillanten Dynamikumfang der Alpha 7 IV. Doch mit den G-Objektiven mit Festbrennweite und Blendenöffnungen von bis zu f/2,5 konnte jede Landschaft wirklich gut eingefangen werden.
Ich bin ein sehr taktiler Mensch und höre nie auf, mein Objektiv beim Fotografieren zu berühren. Das habe ich von der Arbeit mit Filmkameras und dem manuellen Fokussieren übernommen. Die Blende mit den Fingern über eine Taste zu ändern, ist eine großartige Möglichkeit, sich mit dem fotografischen Prozess stärker verbunden zu fühlen. Der Ring ist schmal, jedoch tief geriffelt und so leicht vom Fokusring zu unterscheiden. Wenn man den Ring betätigt, klickt er und kann nicht versehentlich verstellt werden. Die Tatsache, dass er zu einem leichtgängigen (aber nicht zu leichtgängigen) Blendenring umgestellt werden kann, ist besonders für Videofilmer und Filmemacher interessant.
Für mich war die Arbeit mit den Objektiven sehr erfrischend – vor allem mit dem 40 mm, das mich sehr überrascht hat. Ich mochte seine Einfachheit und Zweckmäßigkeit. Weniger ist definitiv mehr! Als Fotograf kann es eine Katastrophe sein, wenn man seine Ausrüstung verkompliziert. Objektive mit Festbrennweite sind für passionierte Zoom-Nutzer perfekt geeignet, um aufmerksamer zu fotografieren und die eigene kreative Vision zu verwirklichen. Diese Objektive kann man einfach in die Tasche stecken, ohne sich Gedanken machen zu müssen (und ohne viel Gewicht dabei zu haben). Trotzdem hat man ein Qualitätsobjektiv, das ein Leben lang hält. Die Metallkonstruktion und die eingravierten (nicht aufgedruckten) Markierungen sorgen für ein hochwertiges Erscheinungsbild und Erlebnis. Ganz gleich, ob Sie das komplette Trio haben oder nicht – jedes Objektiv zeichnet sich durch einzigartige Faktoren aus und kann garantiert mit vielen spiegellosen Systemen von Sony verwendet werden. Mit dem vollständigen Trio kann jeder Reise- oder Dokumentarfotograf die von ihm gewünschten Geschichten und Kompositionen mit unterschiedlichen Brennweiten umsetzen – und zwar budget- und rückenschonend!
Offenbar stimmt das Sprichwort: Aller guten Dinge sind drei.