Mit fast 200.000 Einwohnern ist Nimwegen eine der größten Städte der Niederlande – und für manche daher ein eher ungewöhnlicher Ort für die Naturfotografie. Nicht jedoch für Kyle van Bavel. „Tatsächlich“, sagt er, „kann man in jeder Stadt wunderbar auf Safari gehen, wenn man nur weiß, wo man suchen muss.“ Für Kyle bedeutet dieses „Suchen“ in der Regel Nahaufnahmen, wobei Makroaufnahmen von Pflanzen und Tieren sein Steckenpferd sind – ein Konzept, durch das ihm die Natur immer neue Wunder offenbart.
© Kyle van Bavel | Sony α7R V + FE 70-200mm f/4 Macro G OSS II + 2x Teleconverter | 1/500s @ f/8.0, ISO 640
„Am allerliebsten zeige ich, wie erstaunlich die Natur sein kann, wenn man innehält und sie bewusst wahrnimmt“, sagt er. „Es gibt so viele spannende Dinge um uns herum, im Unterholz, in unseren Gärten und Parks, und oft passieren sie direkt vor unserer Nase. Die Leute nennen mich Adlerauge, und tatsächlich sehe ich viele Sachen, die anderen entgehen. Aber das liegt wohl eher daran, dass ich aufmerksam und interessiert durchs Leben gehe. An jeder Ecke kann man Lebewesen in freier Wildbahn entdecken.“
Nehmen wir zum Beispiel Kyles Foto einer Raubspinne mit Eikokon, die er eines Tages entdeckte, als er nach Hause zurückkehrte. Etwas, das 99 von 100 Menschen übersehen hätten, wurde dank seiner Beobachtungsgabe, seiner Technik und seiner Ausrüstung zu einem großartigen Bild.
© Kyle van Bavel | Sony α7R V + FE 70-200mm f/4 Macro G OSS II + 2x Teleconverter | 1/320s @ f/8.0, ISO 1000
Eine gute Makrokomposition ist stark von Hintergrund und Umgebung abhängig, fährt Kyle fort, und „schon kleinste Änderungen der Aufnahmeposition führen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen, sei es in Bezug auf Farbe, Licht oder die Unschärfe im Hintergrund. In aller Regel suche ich mir Bereiche, die nicht zu nah an anderen Pflanzen liegen, damit der Bildausschnitt einfach und übersichtlich bleibt. Je öfter man das macht, desto leichter lässt sich vorhersagen, was passieren wird. Dennoch ist es immer wieder aufregend, wenn sich ein Käfer in genau die Position bewegt, die man sich vorgestellt hat.“
Um die faszinierende Schönheit der Natur nah und fern einzufangen, verwendete Kyle für all diese Bilder neben seiner Alpha 7R V Kamera das FE 70-200 mm f/4 Macro G OSS II und einen 2-fach-Telekonverter. „Der Vorteil dieses Objektivs besteht darin, dass man damit alles fotografieren kann, von Insekten über Vögel bis hin zu großen Säugetieren“, erzählt er. „Dieses Objektiv ist einfach jeder Aufgabe gewachsen.“
© Kyle van Bavel | Sony α7R V + FE 70-200mm f/4 Macro G OSS II + 2x Teleconverter | 1/320s @ f/8.0, ISO 400
Normalerweise bietet das FE 70-200 mm f/4 Macro G OSS II eine sehr nützliche 0,5-fache Vergrößerung innerhalb des Brennweitenbereichs, aber in Kombination mit einem 2-fach-Telekonverter ergibt sich eine Brennweite von 140-400 mm und eine Wiedergabe in voller Lebensgröße“, erklärt Kyle. „Das ist optimal für kleine, weit entfernte Motive, wie beispielsweise Libellen, oder in Situationen, in denen man Abstand halten muss.“
Zwar beschränkt die Verwendung eines Telekonverters naturgemäß die maximale Blendenöffnung eines Objektivs, für Kyles Makroaufnahmen kann dies jedoch von Vorteil sein. „Ich sage Leuten, die Makroaufnahmen wie meine machen möchten, immer, dass sie die Blende auf Werte wie f/8 oder höher schließen müssen“, erklärt er. „Dadurch erhöht sich die Tiefenschärfe und ein größerer Teil des Motivs bleibt scharf. Die Verwendung von f/8 ist also durchaus sehr nützlich.“
© Kyle van Bavel | Sony α7R V + FE 70-200mm f/4 Macro G OSS II + 2x Teleconverter | 1/800s @ f/8.0, ISO 500
„Dank seiner Blende von f/4 ist das Objektiv kleiner und leichter als eine f/2.8-Version“, fährt Kyle fort, „und eignet sich daher hervorragend für Erkundungstouren. Naturfotografen bevorzugen zwar oft die schnellsten Blenden, aber diese Aufnahmen zeigen, dass man mit f/8 eine hervorragende Trennung zwischen Motiv und Hintergrund erzielen kann.“
© Kyle van Bavel | Sony α7R V + FE 70-200mm f/4 Macro G OSS II + 2x Teleconverter | 1/800s @ f/8.0, ISO 500
Die Leistungsstärke von Sony Kameras wie der Alpha 7R V sorgt auch mit Objektiven mit kleinerer Blende für hervorragende Ergebnisse. „Eine 61-Megapixel-Auflösung ist äußerst leistungsstark“, so Kyle. „Bei Makro- oder allgemeinen Naturaufnahmen, bei denen man schnell sein muss, ist die Komposition nicht immer perfekt. Dank der hohen Pixelzahl kann man den Bildausschnitt bei der Nachbearbeitung aber ohne Qualitätseinbußen ändern oder bei Bedarf ausschneiden.“
© Kyle van Bavel | Sony α7R V + FE 70-200mm f/4 Macro G OSS II + 2x Teleconverter | 1/500s @ f/8.0, ISO 500
„Zudem vertraue ich auf die ISO-Leistung und die AF-Genauigkeit der Alpha 7R V“, fährt er fort. „Ich arbeite sehr gerne mit ISO 1000 oder höher. Das ist wichtig, um die Verschlusszeiten zu erreichen, die ich brauche, um Bewegungen bei einer Blende von f/8 einzufrieren. Und obwohl ich für Insekten oft ein einzelnes Fokusfeld verwende, ist der Autofokus mit Motiverkennung für Motive, die sich bewegen, natürlich fantastisch. Bei dieser Aufnahme einer fliegenden Biene habe ich den Insektenmodus verwendet, um sie perfekt zu fokussieren.“
© Kyle van Bavel | Sony α7R V + FE 70-200mm f/4 Macro G OSS II + 2x Teleconverter | 1/800s @ f/8.0, ISO 500
„Viele Leute finden die Idee der Makrofotografie interessant, sie möchten aber nicht unbedingt ein spezielles Objektiv dafür kaufen. Für sie ist das FE 70-200 mm f/4 Macro G OSS II eine hervorragende Lösung“, fasst Kyle zusammen. „Man kann es mühelos mit auf Wanderungen nehmen und es für viele verschiedene Motive nutzen. Es ist ein wahres Universaltalent für Naturaufnahmen.“