Shootings dieser Art sind immer wie ein Spiel oder ein Tanz zwischen dem Schauspieler und mir. Wenn wir wirklich gut zusammenarbeiten, wie es bei Jason Isaacs der Fall war, ist das für mich wie ein Geschenk. Es macht es so viel einfacher, großartige Porträts zu schießen. Für ein zweitägiges Werbeshooting für die Schweizer Schokoladen-Marke Cailler reiste ich in die Schweiz. Vor Ort gab es ein großes Team von etwa 30 Leuten, aber ich hatte ein dreistündiges Zeitfenster mit Jason gebucht, um ein paar Porträts und Nahaufnahmen ohne dass das gesamte Produktionsteam zu machen. Ich mag diese kleinere, intimere Atmosphäre. Das ist stets die beste Umgebung, denn dabei kann ich meinem Motiv näherkommen, mit ihm sprechen und mehr als nur das Gesicht sehen. Oft stellt man fest, dass Schauspieler den gleichen Gesichtsausdruck und Charakter zeigen, als würden sie eine Rolle spielen. Ich aber möchte einen Blick hinter die Kulissen werfen und den Menschen sehen. Für ein Shooting wie dieses ist die Sony α 1 II das perfekte Werkzeug. Sie bietet eine großartige Auflösung von 50,1 Megapixeln. Zudem fotografiere ich immer mit dem Sucher, daher ist ein elektronischer Sucher mit 9,44 Millionen Bildpunkten für mich sehr wichtig. Auch der Autofokus funktioniert einwandfrei. All das zusammen macht sie für mich zur besten Kamera. Wenn ich Porträts fotografiere, bin ich ständig in Bewegung, und dasselbe gilt auch für mein Motiv. Aus der Bewegung kann ich besondere Gesichtsausdrücke gewinnen, und ich fotografiere schnell, damit mit kein Moment entgeht. Folglich muss der AF aufgrund der vielen Bewegungen schnell und präzise arbeiten. Aber mit der Sony α 1 II muss ich mir überhaupt keine Gedanken über den AF machen, denn ich kann mich darauf verlassen, dass er präzise fokussiert.
Für die Aufnahme habe ich das FE 24-70mm f/2.8 GM II Objektiv verwendet. Normalerweise fotografiere ich mit einem Objektiv mit Festbrennweite, entweder einem 50-mm- oder einem 85-mm-Objektiv, aber bei diesem Shooting musste ich innerhalb kurzer Zeit viele verschiedene Dinge einfangen. Deshalb entschied ich mich für das 24–70-mm-Objektiv. Es gibt mir die Freiheit, bei Bedarf zu zoomen oder den Winkel zu vergrößern, ohne Zeit mit dem Wechseln des Objektivs zu verlieren – es ist eine Sache der Sicherheit.
Außerdem habe ich mit f/11 gearbeitet. Porträts fotografiere ich fast immer mit f/11, weil ich möchte, dass die Tiefenschärfe alles scharf macht. Das ist mein Stil – ich möchte den ganzen Menschen im Fokus haben. Ich mag es nicht, wenn die Nase unscharf ist oder wenn die Augenpartie scharf, aber der Rest des Motivs unscharf ist. Und bei diesem Shooting war es natürlich wichtig, auch die Schokolade und die Marke im Fokus zu behalten.
Das Shooting hat viel Spaß gemacht. Jason war sehr charmant und aufgeschlossen. Und sein Ausdruck – er ist fantastisch, einfach perfekt. Der Kunde hatte viele großartige Aufnahmen zur Auswahl, und er war rundum zufrieden – für mich immer das größte Kompliment.
„Bei der Fotografie geht es um mehr, als ‚nur‘ Bilder zu erschaffen. Es sind die Erlebnisse, Begegnungen und Emotionen, die mich immer wieder aufs Neue inspirieren.“