Bildfokus

Tom Oldham | Amaka Okafor

Ich suche bei einem Porträt-Shooting immer nach etwas Repräsentativem und Ehrlichem. Und das braucht eine ruhige und erholsame Atmosphäre, damit sich mein Modell selbstbewusst genug fühlt, um mir diesen Moment zu schenken. Ich bin überzeugt, dass in der Fähigkeit, dieses Vertrauen und somit einen authentischen Austausch im Porträt zu schaffen, das wahre Können eines Porträtfotografen liegt. Auf diesem Bild spürt man die Stille, nachdem aller Leistungsdruck und alle Komplikationen abgefallen sind. Dieses Porträt ist entstanden, nachdem ich die Schauspielerin Amaka Okafor kontaktiert und sie gefragt hatte, ob sie in mein neues Tageslichtstudio – @28Sunbury – kommen möchte. Mein eigenes Fotostudio zu haben, hat mir sehr geholfen, Porträts auf eine neue Art und Weise anzugehen, und ich habe verschiedene Künstler ohne Agenda oder Briefing kontaktiert, nur aus reiner Liebe zum Prozess. Ich fotografiere gerne Personen, die mich interessieren, und es war bewegend und bestärkend, mit neuen Gesichtern in Kontakt zu treten und wunderschöne Werke zu erschaffen, an die ich glaube. Jahrelang bestand mein Workflow darin, das Blitzlicht einzustellen und die gewünschte Atmosphäre zu erzeugen. Heute scheint es umgekehrt zu sein, denn ich liebe die einfache Nutzung und Gestaltung von Tageslicht – es ist immer so schmeichelhaft und in Kombination mit meiner Sony Alpha 7R V und dem FE 50mm f/1.2 GM kann ich mich ganz darauf verlassen, höchstmögliche Qualität einzufangen.

porträt von amaka okafor © Tom Oldham | Sony α7R V + FE 50mm f/1.2 GM | 1/400s @ f/3.5, ISO 800

Die Verwendung eines Objektiv mit 50 mm Brennweite dieser Qualität fühlt sich so angenehm und vertraut an – nicht umsonst ist es als Standard-Objektiv bekannt und verdient in jeder Kameratasche einen festen Platz. Erstens ermöglicht es wahre Intimität zwischen Ihnen und Ihrem Modell, da Sie Ihr Bild mit so vielen Details füllen können, wie Sie möchten, oder Sie können ein Stück zurücktreten, um Raum und Kontext um Ihr Modell herum freizugeben. Hier bin ich wirklich nah dran gewesen und habe die Verbindung zu Amaka gespürt. Alle Anweisungen, um Form und Bewegung zu erzeugen, erfolgten im Flüsterton, was meistens bevorzugt wird. Was mir an diesem Porträt so gut gefällt, ist die unglaubliche Qualität, die man durch diese spezielle Kombination aus Kamera und Objektiv erhält. Man kann jedes Detail ihrer Haut erkennen, und die Art und Weise, wie die Tiefenschärfe auf ihrem Haar abfällt, ist atemberaubend. Es macht ihr Gesicht zum Glanzpunkt des Bildes, es ist wunderschön und spektakulär und da, um gefeiert zu werden. Die Wahl der Blende war eine ästhetische, die den Fokus auf das Motiv lenkte und nicht auf den Fotografen oder seine Technik. Ich fotografiere immer in Farbe und im RAW-Format, aber es war faszinierend zu sehen, wie viel von dem, was ich in meinem Tageslichtstudio aufgenommen habe, in Schwarz-Weiß umgewandelt wurde. Ich kann nicht sagen, warum, außer dass ich von Einfachheit und dem Bedürfnis angetrieben wurde, alle Ablenkungen auszublenden, weil ich kraftvolle, ehrliche Porträts schaffen will. Wir Fotografen entscheiden. Wir entscheiden, wie unsere Bilder aussehen und wie wirkungsvoll sie sein sollen. Durch die Merkmale in Amaskas Gesicht, ihr Haar, ihre Ruhe und auch durch das Licht, das Objektiv und den Sensor, stand bei diesem Porträt außer Frage, dass es schwarz-weiß werden würde. Alles zusammen ergibt ein sensibles, aber dramatisches Schwarz-Weiß-Porträt. Make-up von Shanice Croasdale. Fotografiert von @28Sunbury.

Vorgestellte Produkte

Tom Oldham

Tom Oldham | UK

„Glückseligkeit ist der Sinn und Zweck des Lebens, das ganze Ziel und der Endpunkt der menschlichen Existenz“ – Aristoteles

Für α Universe-Newsletter registrieren

Glückwunsch! Sie haben sich erfolgreich für den α Universe-Newsletter angemeldet.

Geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Entschuldigung! Es ist etwas schief gelaufen.

Glückwunsch! Sie haben sich erfolgreich angemeldet.