Bildfokus

Andrea Frazetta | Die Fischer von Stromboli

Die Fischer von Stromboli waren einst das Bollwerk ihres Dorfes. Heute gehen nur noch etwa zehn von ihnen ihrer Arbeit nach – und bewahren so ein uraltes und wertvolles Handwerk.

Stromboli ist eine der sieben Vulkaninseln, die den Äolischen Archipel vor der Nordküste Siziliens bilden. Sie ist als „Leuchtturm des Mittelmeers“ bekannt, weil sie über 920 Meter aus dem Meer aufragt und etwa 2.000 Meter unter den Meeresspiegel abfällt. Der gleichnamige Stromboli ist außerdem einer der aktivsten Vulkane der Welt und spuckt seit fast 2.500 Jahren fast ununterbrochen Lavafontänen aus.

Im Rahmen einer Serie über Stromboli, die im National Geographic Magazin veröffentlicht wurde, konnte ich bei dieser Aufnahme einen der bekanntesten Fischer der Insel dabei ablichten, wie er nach einer langen Nacht auf See die Netze aus seinem Boot holt.

fischer auf stromboli, der ein netz aus seinem boot zieht © Andrea Frazetta | Sony α7R III + FE 16-35mm f/2.8 GM | 1/2500s @ f/3.2, ISO 100

Im Laufe des Projekts habe ich die Insel mehrmals besucht. Ich wusste sofort, dass die Fischer zu meinen Protagonisten gehören sollten. Am Tag vor dem Shooting ging ich zu dem kleinen Hafen, um sie um Erlaubnis für die Aufnahmen zu bitten und herauszufinden, wann sie vom Fischen zurückkehren würden. Die Heimkehr mit dem Fang im Morgengrauen gehört zu den wichtigsten Momenten des Insellebens – und den wollte ich auf keinen Fall verpassen.

Ich habe das Bild mit der Alpha 7R III und dem FE 16-35mm f/2.8 GM aufgenommen, das zweifellos mein Lieblingsobjektiv ist. Um die dokumentarischen Bilder zu erhalten, die ich wollte, musste ich nah am Motiv und mittendrin im Geschehen sein, was mir das 16–35-mm-Objektiv ermöglicht. Fotos, die die Beziehung zwischen Mensch und Umgebung zeigen, sind für mich am interessantesten. Das Weitwinkelobjektiv macht es mir leicht, sowohl die Personen im Bild als auch die Welt um sie herum zu dokumentieren.

Ich habe das Bild leicht überbelichtet, sodass ich die Schatten im Gesicht des Fischers detailliert herausarbeiten konnte. Dabei fotografierte ich mit ISO 100, um die bestmögliche Qualität aus dem hochauflösenden Sensor der Alpha 7R III herauszuholen. Außerdem wollte ich eine geringe Schärfentiefe erzeugen, um den Hintergrund unscharf zu machen und den Fokus auf die Hände und Gesten des Fischers zu legen. Dafür öffnete ich die Blende des Objektivs leicht auf f/3.2 und verwendete eine kurze Verschlusszeit von 1/2500 Sekunden, sodass jede Bewegung im Hintergrund eingefroren wurde.

Der fantastische kontinuierliche Autofokus und die Gesichtserkennung der Alpha 7R III sorgten dafür, dass ich mich auf die Handbewegungen des Fischers konzentrieren konnte. Das heißt, ich konnte mich voll und ganz dem Moment hingeben und trotzdem sicher sein, dass der Autofokus der Alpha 7R III das Objektiv perfekt auf das Gesicht des Fischers fokussieren würde.

Als ich durch den Sucher schaute, wusste ich sofort, dass dies eines der Bilder sein würde, die ich brauchte, um die Geschichte dieser Männer zu erzählen. Der herrliche Sonnenaufgang über dem Meer, die Einsamkeit, die Stärke und die Schlichtheit in der Gestik des Fischers – all das fügte sich zu einer perfekten Erzählung in einem einzigen Bild zusammen. Ohne meine treue Sony Ausrüstung wäre mir diese Aufnahme so nicht gelungen!

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