So macht Sony Kreativität für alle zugänglich

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Aufgrund seiner Sehbehinderung wird Robin Spinks oft auf den scheinbaren Widerspruch in der Wahl seines Hobbys angesprochen. „Erst kürzlich sagte jemand zu mir: ‚Wie kannst du dich mit einer Sehbehinderung für Fotografie interessieren? Du kannst die Bilder doch gar nicht richtig sehen.‘ Nun, diese Aussage hat ihre Berechtigung, aber sie ignoriert auch Aspekte der Fotografie, die über das bloße Festhalten einer Szene hinausgehen. Und die heutige Technologie macht das Fotografieren auch für Leute wie mich viel einfacher.“

Robin ist Inclusive Design Lead beim britischen Blindeninstitut ‚Royal National Institute of Blind People‘, kurz RNIB. Wie er seine Sehbehinderung erlebt und was sie mit seiner Fotografie zu tun hat, beschreibt er so: „Ich kann den obersten Buchstaben auf einer Sehtesttafel lesen, aber das ist auch schon alles. Mir wurde gesagt, dass es noch weitere Buchstaben gibt, aber ich kann sie einfach nicht sehen! Es stimmt natürlich, dass ich eine Szene nicht auf die gleiche Weise sehen und visuell beurteilen kann wie eine Person mit normalem Sehvermögen“, fährt er fort, „aber ich kann sie komponieren, das Bild aufnehmen und es später erforschen.“

Mitglieder von RNIB und Sony sitzen bei der Aufnahme eines Podcasts

„Das ist für mich der größte Reiz der Fotografie: die Art und Weise, wie sie mir hilft, Form, Funktion und Textur, die Pracht von Strukturen und Artefakten zu begreifen. Egal, ob es sich um eine Statue, ein Gebäude oder eine Landschaft handelt, wenn ich ein Foto mit einer guten Kamera mache und es auf einem großen Bildschirm vergrößern und die Details erforschen kann, lerne ich etwas über die Welt und vertiefe mein Verständnis.“

Es gibt viel mehr Menschen wie Robin, als man vielleicht vermutet. Nach Angaben des britischen National Health Service gibt es im Vereinigten Königreich mehr als 2 Millionen Menschen mit Sehproblemen, von denen 340.000 als blind oder sehbehindert registriert sind. Daraus lässt sich schließen, dass es eine beträchtliche Anzahl sehbehinderter Fotografen im Vereinigten Königreich gibt – und unzählige weitere auf der ganzen Welt.

Sony nimmt das Bedürfnis aller Teile der Gesellschaft, sich auszudrücken, sehr ernst und arbeitet hart daran, sie ebenso zu unterstützen wie die regulären Nutzer seiner Kameras und Objektive.

Wir arbeiten in verschiedenen Bereichen und Projekten eng mit dem RNIB zusammen. Durch diesen Austausch erhoffen wir uns, weitere Kontakte zu Menschen zu knüpfen, die auf technologische Unterstützung bei der Barrierefreiheit angewiesen sind. Auch unsere Aktivitäten im Bereich Barrierefreiheit wurden der RNIB-Gemeinschaft von Sony vorgestellt. Dies war der Auftakt zu einer Reihe von Interviews mit Sony, die über RNIB Connect Radio ausgestrahlt werden. „Für Sony ist es wichtig, dass so viele Benutzer wie möglich die Standardfunktionen der Alpha Kameras nutzen und sich mit qualitativ hochwertigen Bildern ausdrücken können. Aus diesem Grund bietet die Alpha Serie eine Reihe von Funktionen, die einem breiten Spektrum von Anwendern kreative Möglichkeiten eröffnen.“
Mitglieder von RNIB und Sony besprechen bei einem Podcast die Fotografie
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Erfahren Sie mehr darüber, wie die Sony Alpha Creators jeder Altersgruppe, jeder Fähigkeit und jeder Umgebung unterstützt und ihnen als verlässlicher Partner zur Seite steht.

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‚Unser Motto ist das japanische Wort ‚Kando‘“, erklärt Ben Pilling, Technical Marketing Image Product Specialist bei Sony. „Man kann es nicht direkt übersetzen, aber im Grunde bedeutet es, dass ein Gerät wie eine Kamera die Fähigkeit hat, den Benutzer emotional zu berühren. Diese Emotionen möchten wir allen Menschen auf der Welt vermitteln, und dazu gehören natürlich auch Menschen mit einer Sehschwäche.“

„Wir beraten uns ständig mit sehbehinderten Fotografen“, fährt Ben fort. „Dazu gehört auch, dass wir das Wissen der RNIB-Mitglieder in unsere Benutzertests einfließen lassen und mit sehbehinderten Fotografen in unseren eigenen Teams zusammenarbeiten. Zum Beispiel fand Sony Japan heraus, dass einer seiner sehbehinderten Mitarbeiter ein leidenschaftlicher Fotograf war, und die direkte Zusammenarbeit mit ihm führte zu einigen der Initiativen, die wir heute in unseren Kameras umgesetzt haben.“

So rief Sony kürzlich in Japan eine Wanderausstellung mit Bildern von fünf sehbehinderten Fotografen ins Leben. „Einer der Fotografen, der an einem Glaukom leidet, sagte, er hätte die Fotografie fast aufgegeben. Aber dann kamen einige der Hilfsmittel und Funktionen zum Einsatz, die wir für Sehbehinderte entwickelt haben, und das änderte alles“, erzählt Ben.

Wie also können die Kameras von Sony die Fotografie für Menschen, die wie Robin ein eingeschränktes Sehvermögen haben, zugänglicher machen? „Im Allgemeinen geht es darum, Informationen multimodal verfügbar zu machen“, erklärt Robin. „Dazu gehören taktile Bedienelemente, die das Erkennen von Eingaben erleichtern, ein guter Einsatz von Farbkontrasten in Menüs und Text-to-Speech-Modi, die die ausgewählten Menüs und Funktionen buchstäblich vorlesen. All dies erhöht die Sicherheit in der Anwendung, insbesondere wenn bei wechselnden Wetterbedingungen die Einstellungen schnell geändert werden müssen.“

Zusätzlich zu diesen Funktionen bieten Kameras wie die Alpha 7 IV und die ZV-E1 von Sony weitere Features, die ständig verbessert werden: „Die Bildschirmlesefunktion hat sich in kurzer Zeit stark weiterentwickelt“, fügt Ben hinzu. „Es gibt jetzt verschiedene Optionen für Geschwindigkeit und Lautstärke sowie die Möglichkeit, die Sprachausgabe über Kopfhörer zu hören. Das ist eine großartige Lösung für Benutzer, die gleichzeitig auch Hörprobleme haben oder einfach ihre Privatsphäre schützen möchten.“

„Darüber hinaus bieten wir bei den vier neuesten Modellen auf dem Markt die Möglichkeit, die Menüs zu vergrößern, um die Lesbarkeit zu verbessern“, fährt er fort. „Diese Funktion lässt sich ganz einfach auf eine benutzerdefinierte Taste legen und mit 1,5x, 2x oder 2,5x steuern. Dann kann man mit den Einstellrädern der Kamera oder mit dem Touchscreen nach links, rechts, oben und unten scrollen.“

Da alle aktuellen Modelle von Sony auch über einen HDMI Ausgang verfügen, lassen sich externe Monitore ganz einfach an die Kamera anschließen, um einen größeren Bildschirm zu nutzen. Auch die Synchronisierung mit Smartphones und Tablets, um deren Bildschirme zu nutzen, ist dank des integrierten Wi-Fi der Kamera und der neuen Sony Creators App ein Kinderspiel.

Aus ergonomischer Sicht sorgt Sony dafür, dass sich die Tasten unterschiedlich anfühlen. „Wir variieren zum Beispiel die Größe, die Form und die Griffigkeit“, so Ben. „Ein Beispiel ist die AF-on-Taste auf der Rückseite, die deutlich größer ist als die kleinere C1-Taste neben der Auf-Taste, wohingegen die Lösch- und Wiedergabetasten konkav bzw. konvex geformt sind.“

Nicht zuletzt erleichtern die großen Fortschritte, die Sony beim KI-gestützten Autofokus gemacht hat, auch Menschen mit Sehbehinderungen die Bedienung der Kamera. „Da die Kamera verschiedene Arten von Motiven erkennt, kann man auswählen, wo der Fokus liegen soll“, fährt Robin fort. „Für mich ist es manchmal schwierig zu beurteilen, ob ein Tier richtig fokussiert ist. Früher musste ich dann mehrere Aufnahmen machen und auf das Beste hoffen. Aber Technologien wie die der Sony Kameras eröffnen ganz neue Möglichkeiten, Spaß am Fotografieren zu haben und bessere Ergebnisse zu erzielen. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie KI-Technologie hinter den Kulissen hilfreich sein kann, ohne gleich die Kontrolle zu übernehmen.“

Ganz zukunftsweisend hat Sony kürzlich auch Kamera-Kits mit integrierter Netzhautprojektion entwickelt. „Dabei wird das Kamerabild mit schwachen Lasern auf die Netzhaut des Fotografen gelenkt“, erklärt Ben. „So können auch Menschen, die nie richtig sehen konnten oder blind sind, Bilder komponieren. Viele der Fotografen, die an der Ausstellung in Japan teilnahmen, nutzten diese Technologie für ihre Arbeit, und es war wirklich beeindruckend, das mitzuverfolgen.“

Das letzte Wort hat Robin, ein Fotograf, der selbst von dieser Technologie profitiert. Es ist offensichtlich, welchen enormen Einfluss diese Entwicklungen auf seine Fähigkeiten und seinen Enthusiasmus haben. „Es ist ein großartiges Gefühl, wenn jemand, der uneingeschränkt sehen kann, meine Fotografie schätzt, und es zeigt, dass auch blinde und sehbehinderte Menschen an einem visuellen Medium teilhaben und dazu beitragen können.“

„Ich habe in Camps Bay, Südafrika, ein Foto gemacht und bei der Belichtung gar nicht gemerkt, dass ich einen Gleitschirm genau in der Bildmitte hatte. Ich sah ihn erst, als ich das Foto zu Hause auf meinem großen Monitor vergrößert habe“, erzählt Robin. Jetzt betrachten die Leute das Foto an der Wand meines Wohnzimmers, und es ist wunderbar, dass sie kaum glauben können, dass es von jemandem mit einer Sehbehinderung gemacht wurde. Die Menschen sind begeistert, und das macht mich stolz. Die neuen Technologien sind wirklich in der Lage, derartige Gefühle zu bewirken.“

„Wir freuen uns auf eine Ausstellung, in der Fotografen mit Sehbehinderungen wie Robin ihre Bilder präsentieren können, damit jeder an ihrer Inspiration, Kreativität und Perspektive teilhaben kann“, sagt Ben.

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