rauch steigt aus einem glas auf

Aufs Detail kommt’s an

Nia Ravichandran

„Ich habe Naturwissenschaften studiert – da ist es kein Wunder, dass ich von Details besessen bin“, lacht Niveditha (Nia) Ravichandran. Nia entwickelte ihre Faszination für die Fotografie, während sie als Kind ihrem Vater beim Hantieren mit seiner Kamera zusah. Später brachte sie sich selbst die Feinheiten des Fotografierens bei. Ihr kreativer Blick richtete sich schließlich auf die anspruchsvolle Welt der Makro- und Stilllebenfotografie. Inzwischen hat sich Nia in der Lebensmittel- und Getränkefotografie einen Namen gemacht – und die letzten Monate waren für sie sehr arbeitsreich.

zwei mit orangefarbener flüssigkeit gefüllte gläser © Nia Ravichandran | Sony α7 IV + FE 90mm f/2.8 Macro G OSS | 1/60s @ f/2.8, ISO 100

„Die Produktion dieser Bilder ist ein äußerst akribischer Prozess“, erklärt Nia. „Ich achte sehr auf die Details, denn sie sind es, die etwas Alltägliches auf besondere Weise zur Geltung bringen. Selbst kleinste Veränderungen können sich am Ende lohnen. Und das Witzige ist: Nicht-Fotografen zeigen das gleiche Interesse. Sie glätten ein Tischtuch oder entfernen Krümel, bevor sie ihr Essen in einem schicken Restaurant fotografieren.“

Und wie macht es ein Profi? „Der Hauptunterschied zwischen mir und einem Nicht-Fotografen ist meine Sony Alpha 7 IV“, verrät sie. „Ich versuche, das Getränk zum eigentlichen Star der Szene zu machen. Ein talentierter Koch, Barkeeper oder Barista hat sein ganzes Herzblut in das Getränk gesteckt, also muss ich das auch tun. Dies gelingt durch die Wahl der richtigen Beleuchtung, Kulissen, Requisiten und Kamera. Meine Alpha 7 IV bringt Präzision ins Bild und hebt den Brennpunkt mit einer unvergleichlichen Schärfe hervor.“

whiskyglas mit karaffe im hintergrund © Nia Ravichandran | Sony α7 IV + FE 90mm f/2.8 Macro G OSS | 1/100s @ f/2.8, ISO 100

Beim Fotografieren von Getränken spielt die Beleuchtung laut Nia möglicherweise eine genauso wichtige Rolle. Die richtige Einstellung unterscheidet gute von schlechten Arbeiten. „Eine miserable Beleuchtung von oben wirft hässliche Schatten und alles wirkt unappetitlich und langweilig“, erklärt sie. „Setzt man jedoch Gegenlicht ein, und sei es durch ein Fenster, sieht das Ergebnis oft sofort besser aus. In der Flüssigkeit entstehen Glanzlichter und die Farbe und Struktur von Blasen, Eis oder Kondenswasser wird sichtbar. Außerdem hilft das Gegenlicht, unschöne Spiegelungen zu vermeiden.“

Neben der Beleuchtung ist auch der Einsatz von physikalischen Spezialeffekten ein wichtiger Erfolgsfaktor: „Es gibt viele Tricks in der Lebensmittel- und Getränkefotografie, die ich gerne anwende. Bei Getränken nutze ich Silikoneis, das nicht schmilzt, die Farbe des Getränks verändert oder das Glas beschlagen lässt.“

rauch steigt aus einem glas auf © Nia Ravichandran | Sony α7 IV + FE 90mm f/2.8 Macro G OSS | 1/250s @ f/4.0, ISO 100

Ein weiteres gutes Beispiel ist die Arbeit mit Dampf. „Ich beginne die Aufnahme vor einem dunkleren Hintergrund, damit er sich abhebt. Dann verwende ich eine kleine Nebelmaschine. Ich setze eine Rauchfahne über und hinter das Glas und löse den Verschluss meiner Sony Alpha 7 IV mit einer Sony RMT-P1BT Fernbedienung aus. Außerdem stelle ich eine kurze Verschlusszeit ein, um die Form des Rauchs einzufrieren. Dank des Serienbildmodus mit 10 Bildern pro Sekunde kann dann ich die besten Verwirbelungen auswählen. Unter Umständen muss ich den Vorgang vier oder fünf Mal wiederholen, doch das Ergebnis ist es wert.“

Auch das Betrachten ihrer Bilder fällt Nia mit der Alpha 7 IV leichter. „Bei der Suche nach Details muss ich viel auf dem Bildschirm nachsehen. Normalerweise verwende ich einen Laptop, doch mit dem hochauflösenden 3-Zoll-LCD-Display auf der Rückseite der Alpha 7 IV erhalte ich eine noch bessere Ansicht. Vor allem sind die Farben satt und realistisch genug, dass ich sehen kann, was funktioniert, wenn ich den Hintergrund wechsle oder das Licht verändere.“

whiskyglas mit eis vor hellem hintergrund © Nia Ravichandran | Sony α7 IV + FE 90mm f/2.8 Macro G OSS | 1/20s @ f/2.8, ISO 100

Zudem bietet der hochauflösende Sensor der Sony Alpha 7 IV Nia den nötigen Dynamikbereich. „Wenn ich zum Beispiel Rauch fotografiere oder Eis in ein Glas fallen lasse, brauche ich kürzere Verschlusszeiten“, erklärt sie. „Selbst wenn ich etwas unterbelichte, weiß ich, dass alle erforderlichen Informationen in der Datei enthalten sind. Und die reine Größe der Dateien ist für meine Druckkunden ein wahrer Traum.“

Nia arbeitet hauptsächlich mit dem FE 90mm f/2.8 Macro G OSS, dem FE 24-105mm f/4 G OSS und dem FE 50mm f/1.2 G Master Objektiv. „Das Makro ist für solche Aufnahmen meine erste Wahl, weil ich die Art und Weise liebe, wie es die Texturen von Speisen und Getränken einfängt. So lassen sich mühelos viele Details erfassen, die die Geschichte des Produkts erzählen, zum Beispiel die Früchte im Glas oder die Bläschen am Strohhalm. Häufig wechsle ich bei Flatlays zum 24–105-mm-Objektiv oder zum 50-mm-Objektiv, wenn ich etwas mehr Kontext brauche, denn auch der Raum kann für das Erzählen einer Geschichte enorm wichtig sein. Letztlich bieten alle Objektive von Sony eine erstaunliche Schärfe und Klarheit – es lohnt sich also, mit verschiedenen Aufnahmestilen zu experimentieren.“

zwei gläser auf einem holztisch © Nia Ravichandran | Sony α7 IV + FE 90mm f/2.8 Macro G OSS | 1/25s @ f/2.8, ISO 100

Die Auswahl der richtigen Kamera- und Objektivkombinationen, der Hintergrund und die Detailarbeit sind laut Nia alles Teil der kreativen Reise. „Wir leben in einer von Bildern geprägten Welt, und selbst wenn sie simpel wirken, wurden für die besten Bilder eine ganze Reihe von Entscheidungen getroffen. Kleine Nuancen können ein Foto auf die nächste Stufe heben – und das gilt auch für Kameras wie die Sony Alpha 7 IV.“

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