hannah couzens beim fotografieren mit ihrer sony alpha

Hilfreiche Tipps: Perfekt scharfe Porträts

mit Ihrer Sony Alpha Kamera

Autofokus mit Augen-Tracking

Wenn es eine Funktion gibt, die die Porträtfotografie revolutioniert hat, dann ist es der Augen-AF, der in allen aktuellen Sony Alpha Kameras zu finden ist. Mithilfe des Bionz Bildprozessors erkennt die Kamera menschliche Augen und fokussiert das Objektiv auf das Auge, das sich am nächsten zur Kamera befindet. Um den Augen-AF zu aktivieren, gehen Sie in den Modus „Kontinuierlicher Autofokus“ (AF-C) und wählen Sie im Menü die Option „Augen-AF“ aus. Durch den Sucher oder auf dem hinteren Bildschirm sehen Sie ein kleines Quadrat, das sich über das Auge des Motivs legt. Wenn sich das Motiv bewegt, bewegt sich das Augenerkennungsquadrat mit, d. h. Sie können Ihr Motiv neu ausrichten oder die Aufnahme neu komponieren und das Auge des Motivs bleibt im Fokus.

Extra Tipp:Wenn Sie bei der Tiefenschärfe kreativ sein und immer ein bestimmtes Auge im Fokus haben möchten, können Sie im Augen-AF-Menü „Linkes Auge“ oder „Rechtes Auge“ auswählen.

porträt eines lächelnden mädchens © Pepa Valera | Sony α7 IV + FE 70-200mm f/4 Macro G OSS II | 1/125s @ f/4.0, ISO 400

Wahl des Objektivs

Um selbst kleinste Details einzufangen, nutzt man am besten ein Objektiv mit Festbrennweite. Das Sony FE 85mm f/1.4 G Master gehört zu den schärfsten Objektiven der Sony E-Mount-Reihe und ist das Nonplusultra für Porträtaufnahmen. Es verfügt über 11 zirkuläre Blendenlamellen, die das bei Fotografen beliebte weiche, cremige Bokeh im Hintergrund erzeugen. Für das kleinere Budget ist das FE 85mm f/1.8 die beste Wahl. Es bietet die gleiche Brennweite und eine erstklassige Bildqualität und eignet sich hervorragend für Einsteiger.

schwarz-weiß-porträt einer frau, die versonnen in die kamera schaut © Steffen Böttcher | Sony α9 + FE 85mm f/1.8 | 1/160s @ f/11, ISO 50

Wahl der Blende

Die Augen sind die Seele eines Porträts und sollten der schärfste Teil des Bildes sein. Doch auch der Rest des Gesichts sollte nicht unscharf werden. Fotografen wählen häufig eine sehr große Blende, zum Beispiel f/1.4 oder f/1.8, um einen unscharfen Hintergrund zu erzeugen. Dies macht sich gut, wenn Sie ein Ganzkörper- oder ein Halbporträt aufnehmen. Allerdings kann bei einer Nahaufnahme des Gesichts die mit diesen großen Blendenöffnungen verbundene sehr geringe Tiefenschärfe dazu führen, dass die Augen des Motivs zwar scharf, die Nase jedoch weich und unscharf abgebildet ist. Scheuen Sie sich nicht, die Blende auf f/2.8 oder f/4 zu ändern, um die Tiefenschärfe gerade so weit zu erhöhen, dass die wichtigsten Elemente des Gesichts scharf sind. Keine Sorge: Der Hintergrund bleibt auch bei diesen Einstellungen unscharf, vor allem, wenn Ihr Motiv weit davon entfernt ist.

frau in der brandung lächelt für ein porträt © Terry Donnelly | Sony α1 + FE 135mm f/1.8 GM | 1/250s @ f/1.8, ISO 125

Verschlusszeit und SteadyShot

Selbst wenn sich Menschen so ruhig wie möglich verhalten, bewegen sie sich. Wir atmen ein und aus und schwanken, während wir versuchen, das Gleichgewicht zu halten. Das gilt auch für den Fotografen, der eine Aufnahme macht. Kleine Bewegungen können zu Bewegungsunschärfe führen, insbesondere wenn man eine Person aus der Nähe mit einem Objektiv wie einem 85-mm-Porträtobjektiv fotografiert.

Um Bewegungsunschärfe zu vermeiden, aktivieren Sie bei Ihrer Sony Alpha Kamera und gegebenenfalls Ihrem E-Mount-Objektiv die SteadyShot-Funktion. Nutzen Sie außerdem den Augen-AF, um alle Vor- und Rückwärtsbewegungen kontinuierlich zu korrigieren. Zu guter Letzt wählen Sie je nach Art des Porträts, das Sie aufnehmen möchten, die entsprechende Verschlusszeit. Wenn Ihr Motiv sitzt oder sich anlehnt, können Sie schon mit 1/30 Sekunde fotografieren. Möchten Sie jedoch ein Lachen oder eine andere Reaktion einfangen, ist eine deutlich kürzere Verschlusszeit erforderlich. Verwenden Sie 1/125 Sekunde als Ausgangspunkt und passen Sie den Wert nach Bedarf an.

porträt einer balinesischen frau mit fächer © Dennis Schmelz | Sony α7 IV + FE 24-70mm f/2.8 GM | 1/10s @ f/2.8, ISO 1600

Serienaufnahmemodus

Der Serienaufnahmemodus eignet sich für Porträts sehr gut. Der menschliche Ausdruck kann sich schlagartig verändern, was einem Porträtbild eine überraschende Wendung geben kann. Dies gilt insbesondere für Reaktionsaufnahmen, bei denen man das Motiv lachend oder lächelnd ablichten möchte.

Gehen Sie in das Serienaufnahmemenü und aktivieren Sie den Serienaufnahmemodus. Wählen Sie dann je nach Alpha Kamera eine geeignete Aufnahmerate. Sie werden wahrscheinlich nicht mit 10 oder gar 20 Bildern pro Sekunde fotografieren wollen, doch 3 bis 7 Bilder pro Sekunde sind ein guter Wert, um die kleinen Veränderungen im Gesicht des Motivs festzuhalten.

alice greenfield beim fotografieren mit ihrer sony alpha © Alice Greenfield | Sony α7 III + FE 50mm f/2.5 G | 1/500s @ f/3.5, ISO 80

Soft Skin-Effekt

Wir möchten zwar, dass die Augen so scharf wie möglich abgebildet werden, doch bei der Haut können zu viele Details für manche Porträts ungünstig sein. Die aktuellen Sony Alpha Kameras verfügen über den sogenannten Soft Skin-Effekt, zu finden im Aufnahmemenü. In diesem Modus wird das Gesicht des Motivs im Bild erkannt und ein Weichzeichnungseffekt auf die Hautstellen angewandt, um einen schmeichelhaften Look zu erzeugen. Es gibt die Einstellungen „Niedrig“, „Mittel“ und „Hoch“. Wir empfehlen, mit der Einstellung „Niedrig“ zu beginnen. Der Effekt ist nur für JPEG- oder HEIF-Bilder verfügbar. Wenn Sie RAW- und JPEG-Aufnahmen machen, wird der Effekt auf die RAW-Bilder nicht angewandt. Das ist ideal, wenn Sie eine JPEG-Datei mit Soft Skin-Effekt schnell in der Vorschau anzeigen, jedoch ein RAW-Bild umfassender retuschieren möchten.

porträt eines mädchens mit rotem haar © Kate Kirkman | Sony α9 II + FE 50mm f/1.4 GM | 1/250s @ f/1.4, ISO 320

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