Jesse McCartney hört zum ersten Mal 360 Reality Audio

Wir sprachen mit Jesse McCartney über den Kick bei Live-Auftritten, seine erste Erfahrung mit 360 Reality Audio und die Entscheidung, tolle Ideen umzusetzen.

In Zusammenarbeit mit LIVE NATION

Jesse McCartney

Foto Jesse McCartney

Der in New York geborene Musiker, Songwriter und Schauspieler Jesse McCartney wurde bereits mit 11 Jahren für seine Rolle in der Soap „All My Children“ zweimal für den Daytime Emmy Award nominiert. Zudem spielte er in der Band „Dream Street“, deren Debütalbum über 800.000-mal verkauft wurde.
Mit 16 veröffentlichte McCartney sein erstes Soloalbum „Beautiful Soul“, das über 1,8 Millionen Mal verkauft wurde. 2008 schrieb er mit Ryan Tedder Leona Lewis‘ Hit „Bleeding Love“, der in 34 Ländern Platz 1 der Charts erreichte. Das hatte seit über zehn Jahren kein Song mehr geschafft. Der Song wurde für einen Grammy nominiert und als „Song of the Year“ (2009) von ASCAP ausgezeichnet. McCartneys Single „Leavin“ von seinem dritten Album „Departure“ war 2008 in den USA der meistgespielte Titel des Radiosenders Top 40. Viele weitere seiner Songs waren ebenfalls in den Charts vertreten, u. a. „She‘s No You“, „Body Language“, „How Do You Sleep“ und „Shake“. Sein schauspielerisches Können bewies er in verschiedenen Serien und Filmen, z. B. in „Summerland“ und „Keith“. Gastrollen übernahm er u. a. in „Hannah Montana“ und „Fear The Walking Dead“. McCartney wirkte auch in Kultserien mit: Er lieh Theodore in „Alvin und die Chipmunks“ seine Stimme und spielt derzeit den Superhelden Nightwing in der Marvel-Serie „Young Justice 3“.
2018 ging er mit seiner Single „Better With You“ auf Tour. 2019 begann für ihn in den USA mit dem Auftakt seiner „Resolution Tour“, die ihn erstmalig nach Südostasien führen wird. Derzeit schreibt er an neuen Songs, die Ende 2019 veröffentlicht werden sollen.

„Musik war meine erste große Liebe.“

- LIVE NATION

Danke, dass Sie sich für uns Zeit nehmen, Jesse. Sie haben Ihre Karriere sehr früh begonnen. Wie war das für Sie und welchen Einfluss hat das heute auf Sie als Künstler?

JESSE MCCARTNEY

Ich bin in einer sehr musikalischen Familie aufgewachsen – von meinen Großeltern über meine Eltern bis zu meinen Geschwistern und Cousins waren alle kunst- und musikaffin und vor allem Theaterfans. Meine Eltern ermunterten uns, ans Klavier zu gehen und gemeinsam zu singen oder alte Alben zu hören. Das sind meine Grundlagen.

Ich muss sieben oder acht Jahre alt gewesen sein, als ich begann, meine Eltern zu ihren Auftritten ins örtliche Theater zu begleiten, Rodgers und Hammerstein zum Beispiel. Schließlich machte ich auch selbst mit. Wir traten in viktorianischen Theatern mit 500 Plätzen gemeinsam als Familie auf.

Das Ganze verselbstständigte sich, als eines Tages ein paar Leute aus New York City auftauchten und zu meinen Eltern meinten: „Ihr Sohn ist ziemlich gut. Vielleicht sollten Sie mit ihm nach Manhattan fahren und schauen, was passiert.“ Das tat meine Mutter schließlich und ich begann, am Broadway vorzusingen. Nach etwa einem Jahr hatte ich meine erste Rolle als Louis in „The King and I“. Haley Mills spielte die Anna.

Mit neun ging ich mit „The King and I“ zum ersten Mal auf Tour in den USA. Ich empfand es damals nicht als Arbeit und das ist bis heute so. Ich wurde bezahlt, aber ich tat es aus Liebe zur Sache. Ich dachte nicht über die geschäftliche Seite nach. Und jetzt bin ich nach 20 Jahren immer noch dabei – weil ich es liebe. Ich achte inzwischen etwas mehr auf die geschäftliche Seite. [Lacht] Aber es war meine erste Liebe und das wird sie auch immer sein.

- LIVE NATION

Wie haben Ihre Kindheitserfahrungen dazu geführt, dass Sie Songwriter wurden? Und was denken Sie über die Erfahrungen, die Sie auf Ihrem Weg gemacht haben, wenn es ums Songwriting geht?  

JESSE MCCARTNEY

Ich wollte schon immer Songwriter werden. Mit 16 war ich davon überzeugt, dass das klappt. Doch in den seltensten Fällen werden Kindheitsträume wahr, da man als Kind relativ wenig Lebenserfahrung hat. Ich war dieser pubertierende High-School-Typ, der dieselben Schwierigkeiten hatte wie alle anderen Teenager auch, da man das Leben an sich noch nicht wirklich begreift.

Ich glaube, ich habe einfach Zeit gebraucht, um erwachsen zu werden, zu reisen, neue Menschen kennenzulernen und mich zu ver- und entlieben, um Liebeskummer und alles, was mit Liebe zu tun hat, sowie all die Dinge zu erleben, auf die man beim Schreiben eines Songs zurückgreift. Mittlerweile habe ich mehr als jemals zuvor das Gefühl, dass ich wirklich die Fähigkeit dazu besitze, Songs zu schreiben. Das liegt daran, dass ich jetzt in Höchstform bin: Ich habe die Welt bereist und viele Kulturen auf der ganzen Welt kennengelernt. Ich habe Beziehungen geführt und beendet. Heute weiß ich einfach mehr, könnte man sagen [lacht]. Und ich glaube, dadurch entstehen bessere, ehrlichere Songs, die Menschen nachfühlen können.

- LIVE NATION

Was bedeutet es heute für Sie, Musik zu machen?

JESSE MCCARTNEY

Musik war meine erste große Liebe. Nachdem ich mir eine kleine Auszeit genommen hatte – ich habe mir dreieinhalb bzw. fast vier Jahre Zeit genommen, um andere Dinge zu tun und mich kreativ auf andere Weise zu verwirklichen – bemerkte ich vor ungefähr einem Jahr im Studio bei der Aufnahme dieser Songs, dass ich ein kleines bisschen besser geworden bin. Wenn ich heute auf mein 16-jähriges Ich zurückblicke und mir die Songs anhöre, die ich damals geschrieben habe, verstehe ich, warum die Plattenfirma sagte: „Das nehmen wir nicht mit drauf.“

Ich glaube, meine Entwicklung verlief in einer Art Bogen, und ich habe das Gefühl, dass ich mich noch immer verbessere. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass meine aktuellen Songs gezeigt haben, was ich als Sänger und Songwriter wirklich kann. Ich lebe dafür.

Was mir nun unter anderem am meisten Freude bereitet, ist, etwas schreiben, es sofort veröffentlichen und gleich eine Reaktion bekommen zu können – von Menschen, die meine Entwicklung seit Jahren verfolgen. Früher habe ich Monate gebraucht, um herauszufinden, wie gut ein bestimmter Song ankommt.

- LIVE NATION

Wir möchten gerne noch mehr dazu hören, aber zunächst möchten wir wissen, ob Sie ohne Musik leben könnten?

JESSE MCCARTNEY

Absolut nicht! Musik ist – und ich weiß, dass sich das klischeehaft anhört, aber es stimmt! – Musik ist eine Sprache, die überall gesprochen und verstanden wird. Ich kann nach Japan fliegen und, obwohl ich kein bisschen Japanisch spreche, einen Song spielen und in den Gesichtern der Menschen sehen, was er in ihnen auslöst. Hinzu kommt diese Energie, die sich auf der Bühne mitten in einer Show ihren Weg bahnt, und man einander nicht verstehen muss, aber es trotzdem tut.

Ich könnte mir niemals vorstellen, aufzuwachen und bei meinem Morgenkaffee kein Spotify zu hören. Auch im Auto höre ich immer Musik, sie ist Teil meines Alltags. Und ich glaube, das trifft auf einen Großteil der Menschen zu.

- LIVE NATION

Was bedeutet es Ihnen, live vor Tausenden von Fans aufzutreten?

JESSE MCCARTNEY

Live performe ich am liebsten. Ich habe auf der Bühne angefangen und im Theater meine ersten Erfahrungen gesammelt. Daher fühle ich mich auf der Bühne sehr wohl. Das Großartige an Live-Auftritten ist, dass man die Reaktion des Publikums spürt, und deshalb trete ich immer öfter auf. Ich schreibe einen Song und spiele ihn dann bei einem Auftritt in einem College oder auf einer Tournee. Ich spiele also einen Song, den noch niemand gehört hat und der noch nicht veröffentlicht wurde. Und sofort bekommt man eine Reaktion. Man spürt unmittelbar, ob der Song gut ankommt oder überhaupt keine Gefühle beim Publikum auslöst. Das ist es, was mir an Auftritten am besten gefällt.

Natürlich spiele ich auch unheimlich gerne die Songs, die alle kennen. Seine eigenen Hits live zu spielen, ist etwas, was nie seinen Reiz verliert, denn jeder singt mit. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Aber ja, ich stelle neues Material auch gern live auf der Bühne auf die Probe. Das ist sozusagen mein neues Ding. Ich kann etwas schreiben, auf die Bühne steigen und sehen, ob es gefällt.

- LIVE NATION

Wie wichtig sind Ihre Fans für Sie?

JESSE MCCARTNEY

Angesichts der heutigen Zeit, in der viele Menschen schnell nach etwas Neuem suchen, schätze ich mich sehr glücklich, dass mir meine echten Fans über die Jahre hinweg treu geblieben sind. Ich glaube, das ist heute nicht selbstverständlich. Und daher hat es für mich umso mehr Wert.

Ich glaube, meine Fans haben in den letzten eineinhalb Jahren Farbe bekannt. Ich habe mir eine lange Pause von meiner Musikerkarriere gegönnt und ich habe mir sehr viele Gedanken gemacht, als ich nach so langer Zeit wieder etwas veröffentlichte, da ich nicht wusste, wie die Reaktion ausfallen würde und ob es überhaupt jemanden interessierte. Doch meine Fans waren da und zwar so viele wie noch nie. Dieses Jahr waren unsere zwei Tourneen ausverkauft und das hat mir gezeigt, wie treu meine Fans wirklich sind.

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„Die Vision, das Leitprinzip von Sony als Unternehmen ist es, durch Sound und Musik ein „Kando“-Erlebnis zu schaffen ... das gefällt mir.“

- LIVE NATION

Sie sind gerade dabei, ein neues Album aufzunehmen. Wie sieht dieser Prozess aus und wie wichtig ist es, für die Fans das Beste zu geben?

JESSE MCCARTNEY

Fans merken sehr schnell, ob man sie ernst nimmt. Sie spüren, wann man glaubwürdig ist und sich ins Zeug legt, und genauso spüren sie, wenn man es nicht tut. Wenn ich ein paar Tage lang nichts poste, passiert es mir sehr häufig, dass die Fans sich melden: „Du verschwindest, du machst dich schon wieder rar. Lass das.“ Sie fordern mich definitiv, und ich finde das toll. Ich schätze das sehr.

Als Künstler und Perfektionist möchte ich, dass es für jemanden, dem wichtig ist, was ich veröffentliche, ein Spitzenprodukt wird. Ich möchte, dass es großartig klingt. Ich möchte das Beste produzieren, zu dem ich fähig bin. Ich möchte Schmerz oder Begeisterung oder Romantik erzeugen. Ich möchte mein Publikum berühren, egal, welche Gefühle es auslöst. Ich möchte es in etwas übersetzen, das es nachempfinden kann. Für mich ist das das Größte an der Musik, deshalb versuche ich, es so gut zu machen, wie ich kann. Darum geht es schließlich. Ich will nicht routinemäßig etwas abspulen. Ich versuche, alles zu geben.

- LIVE NATION

Sie sind derzeit mit der Musik sehr aktiv. Ich habe gelesen, dass das alles durch die Fanreaktion auf „Better With You“ ausgelöst wurde, die Single, die Anfang letzten Jahres herauskam, ohne besondere Erwartungen oder Vorstellungen ...

JESSE MCCARTNEY

Ja, wie „Here I am“. Tatsächlich war „Better With You“ der Auslöser des Projekts. Und wie Sie sagen, ich brachte den Song einfach raus und wartete ab, wie es lief. Ich wusste, dass ich ein Video nach einem Konzept machen wollte, das ich schon im Kopf hatte. Und in meiner Vorstellung war der Inhalt eher aufwendig. Ich dachte an einen wirklich schönen Song mit großartigen Bildern, und ich wartete einfach ab, was passieren würde. Ich war nicht wirklich auf die Reaktion vorbereitet. Um ehrlich zu sein, fällt es mir gerade schwer, fertig zu werden, weil ich sehr viel unterwegs und auf Tour war. Was großartig ist.

Aber ich hatte nur ein paar Songs fertig. Jetzt versuche ich, das Projekt abzuschließen. Das ist eine großartige Sache. Aber ja, tatsächlich dachte ich nicht an ein ganzes Album – trotzdem mache ich jetzt genau das. Ein paar Songs fehlen noch, aber ich hoffe, es dieses Jahr noch abzuschließen.

- LIVE NATION

Können Sie uns noch ein wenig mehr über die Beziehung zu Ihren Fans erzählen und wie Sie mit ihnen in Kontakt bleiben?

JESSE MCCARTNEY

In den vergangenen drei, vier Jahren ist die Beziehung deutlich stärker geworden. Soziale Medien beeinflussen die Musikindustrie ungemein. In der Zeit vor „Beautiful Soul“, als ich mein Debütalbum veröffentlichte, hatte man noch ein PR-Team und ein Marketing-Team um sich, die planten, wo man hinzufliegen hatte und welches Interview man geben musste. So etwas ist weiterhin wichtig, doch die größte Veränderung in den letzten Jahren war der Umstieg auf soziale Medien.

Mittlerweile muss ich vieles nicht mehr machen, was ich vor 10 oder 15 Jahren noch tun musste, wenn ich einen Plattenvertrag unterschrieb. Heute nehme ich mein Handy, veröffentliche auf Instagram 20 Sekunden eines Songs, an dem ich gerade arbeite, und erhalte sofort eine Reaktion, die ich mir ansehe. Jeden Tag lese ich eine Stunde lang meine Nachrichten, antworte meinen Fans und sehe nach, was es Neues bei ihnen gibt. Manchmal machen sie schwere Phasen durch oder ihnen hat etwas Bestimmtes nicht gefallen und darüber spreche ich mit ihnen. Ich frage sie, was genau ihnen nicht gefallen hat. Diese Konversation findet live statt.

Deine Fans haben direkten Zugang zu dir, was früher nicht der Fall war. Früher umgab Künstler eine gewisse Magie, da man sich gut hinter dem Vorhang verstecken konnte. Die Fans wussten nicht, was dahinter passierte. Plötzlich sprang man auf die Bühne, gab alles. Das hat sich komplett gewandelt. Heute dreht sich alles um Inhalte. Dabei geht es zu 25 Prozent um Musik und zu 75 Prozent darum, was man zu Mittag gegessen hat. Das hat die Beziehung zwischen Künstlern und Fans komplett auf den Kopf gestellt. Letztendlich geht es um Inhalte und darum, Menschen einen Einblick in deinen Alltag zu gewähren, damit sie dich kennenlernen können.

- LIVE NATION

Als Ihr aktuelles Album „In Technicolor“ herauskam, waren Hörer der Meinung, dass Sie sich „reifer“ anhören. Sie haben darüber gesprochen, dass man, um etwas „Großes zu schaffen“ manchmal neue Sounds erforschen und gleichzeitig seine früheren Arbeiten wertschätzen muss. Was bedeutet das derzeit für Sie persönlich und die Musik, die Sie momentan machen?

JESSE MCCARTNEY

Ob man etwas Großes erschafft, hängt davon ab, was man vor Augen hat. Ich glaube, das ist mit „In Technicolor“ gelungen. Ich war noch etwas jünger und wollte mit diesem Album einen bestimmten Sound vermitteln. Ich wollte an die späten 70er- und frühen 80er-Pop-Hits erinnern. Wir haben uns voll auf diese Ära eingelassen und damit dem Pop dieser Zeit Respekt gezollt.

Selbst bei meinem [aktuellen] Projekt kann es passieren, dass im Studio plötzlich alle innehalten, weil einfach alles passt. Weil es sich richtig gut anfühlt. Ich selbst bin mein härtester Kritiker. Manchmal arbeite ich monatelang an etwas, bevor ich es irgendjemandem zeigen möchte, und das, obwohl ich ein Team an Menschen um mich habe, die wirklich etwas von Musik verstehen und denen ich vertrauen kann. Die Antwort auf diese Frage in Worte zu fassen ist schwer – man weiß einfach, wenn man was Großes geschaffen hat. Man fühlt es.

Übrigens glaubt man manchmal auch nur, dass alles passt, und dann haut man voll daneben. Man kann sich also nie sicher sein. Das macht es so schön. Man glaubt, man hofft, und dann geht man auf die Bühne und das Publikum ist nicht begeistert. Dann setzt man sich nochmal dran. Manchmal schreibt man aber auch etwas und denkt: „Oh, das ist gut“, und plötzlich entwickelt es live eine Eigendynamik, mit neuem Arrangement oder als Remix. Oder man erreicht den Punkt, an dem jeder davon begeistert ist.

 Ich glaube, als Musiker und Songwriter versucht man immer, sein Bestes zu geben, und tut dies, so gut man eben kann. Was danach passiert, hängt vom Publikum ab.

- LIVE NATION

Sie sind nicht nur Sänger und Songwriter, sondern auch Produzent. Wie schwierig ist es, diese unterschiedlichen Bereiche voneinander zu trennen?

JESSE MCCARTNEY

Beim Komponieren nehme ich den Gesang nur selten am selben Tag auf, da ich dem Song noch etwas Zeit geben möchte, sich zu entfalten – vor allem den Melodien. Je länger man mit einem Song lebt, umso mehr wird er Teil von einem selbst und umso besser und intensiver kann man ihn wiedergeben. Für mich ist das vor allem melodisch gesehen wichtig.

Wenn ich dann im Studio bin, konzentriere ich mich voll und ganz auf die Vocal-Produktion. Hier weiß ich, was ich kann. Nach Jahren im Studio und der Arbeit mit einigen der besten Musikproduzenten auf der ganzen Welt weiß ich, wie der Hase läuft, und was man machen kann, um eine Zeile noch besser klingen zu lassen oder einen Abschnitt etwas herunterzukurbeln. Über die Jahre hinweg habe ich gelernt, wie ich meine Stimme einsetzen kann.

Als Produzent wechselt man natürlich sofort in den Produktionsmodus. Man entscheidet, was ein Song braucht und was nicht. Ich habe es mir angewöhnt, Dinge aus dem Song herauszunehmen und ihm nur so viel zu geben, wie er wirklich benötigt, damit er toll klingt.

Man schlüpft jeden Tag in eine andere Rolle und man braucht viel Zeit, um richtig gut darin zu werden. Doch genau das tue ich für mein Leben gern.

- LIVE NATION

Können Sie als Produzent ein bisschen davon erzählen, wie wichtig der Klang eines Titels oder eines Albums ist, um die Hörer emotional einzubinden?

JESSE MCCARTNEY

Zu meiner Lieblingsmusik gehören die Songs, die einige Soundeffekte und kleine gesangliche Variationen enthalten. Michael Jackson zum Beispiel. Ich bin praktisch mit Thriller und allen Titeln von MJ groß geworden. Mich haben die kleinen Dinge in den Bann gezogen, die in der Mitte des Tracks auftauchten, aber nicht unbedingt etwas mit den Akkorden oder der Melodie zu tun hatten.

Diese unscheinbaren Dinge können dich umhauen, zum Beispiel das „tah-tah“, das Prince auf der Gitarre spielte und relativ harmlos wirkt. Doch plötzlich macht genau so etwas den Song zu dem, was er ist.

Als Produzent sucht man danach. Welche kleinen Elemente bleiben den Zuhörern wirklich im Ohr? Bei den neuen Songs, die ich nun herausbringe, habe ich darauf besonders geachtet. Für mich ist das bei „Selfless“ und „Soul“ gelungen. Bei „Better With You“ war es nur ein einfaches Gitarrenriff, doch indem wir die Verzögerung und den Hall entsprechend eingebaut haben, haben wir ihn zu dem Teil des Songs gemacht, der hängen bleibt.

Der Klang ist einer der wichtigsten Aspekte eines Songs, vor allem, wenn man ihn zum ersten Mal hört. Man will erreichen, dass sich Leute den Song immer wieder anhören möchten.

Die Vision, das Leitprinzip von Sony als Unternehmen ist es, durch Klang und Musik ein „Kando“-Erlebnis zu schaffen. „Kando“ kommt aus dem Japanischen und beschreibt die Kraft, die in einer emotionalen Verbindung steckt, oder das Gefühl, emotional berührt zu werden.

Das gefällt mir.

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Foto Jesse McCartney

„Ich bin in der besonderen Position, auch auf der anderen Seite zu stehen – auf der Bühne. Es ist wie ein Sog.“

- LIVE NATION

Sony möchte über Klang und Musik emotionale Verbindungen knüpfen. Haben Sie genau das einmal durch Musik erfahren – dass ein Song Sie besonders bewegt hat?

JESSE MCCARTNEY

Aus meiner Kindheit ist mir ein Erlebnis besonders in Erinnerung geblieben. Mit vier oder fünf Jahren saß ich auf der Fahrt durch Connecticut auf der Rückbank unseres Autos. Es wurde gerade Herbst und wir waren auf dem Weg zu meiner Großmutter, die irgendwo am Rande eines Sees wohnte. Während der Fahrt hörten wir „Sweet Baby James“ von James Taylor und ich habe mich sofort in die Melodie verliebt. Ich fand sie so schön, dass ich mit ihr einschlafen, sie mich aber auch sofort in gute Laune versetzten konnte. Dieses Lied gab mir alles, was ein Lied einem geben kann – eben einfach „Kando“, oder?

Dieses Album hat für mich alles verändert. Ich war noch ein Kind, aber ich dachte: „Nichts auf dieser Welt versprüht so eine Magie wie Musik.“ Wenn ich so ein Album höre, löst es einfach diese Gedanken in mir aus. Ich spielte es rauf und runter – und auch heute tue ich das noch, in meinem Auto läuft es gerade [lacht]. Ich glaube, da habe ich zum ersten Mal das erlebt, was in Japan als „Kando“ bezeichnet wird. Ein großartiges Wort, dass ich jetzt öfter benutzen werde.

- LIVE NATION

Haben Sie es erlebt, dass Ihre Fans auf diese Weise auf Ihre Musik reagieren? Gab es Interaktionen mit den Fans, bei denen Sie wussten, dass Sie sie emotional berühren?

JESSE MCCARTNEY

Ich glaube, das letzte Mal ist mir das bei der Veröffentlichung von „Better With You“ so gegangen. Ich hatte mir eine relativ lange Auszeit genommen, daher haben meine Fans wohl nicht erwartet, etwas Neues von mir zu hören. Hinzu kommt, dass „Better With You“ eine fast schon nostalgische Note anschlägt, also dass es rein klanglich an meine frühe Karriere wie „Beautiful Soul“ erinnert. Für mich ist dieser Song etwas reifer, hat aber dennoch etwas, was ein Gefühl der Nostalgie hervorruft. Millionen Menschen haben ihn sich auf YouTube angehört, was für Wirbel gesorgt hat. Es war eine emotionale Reaktion auf einen Song von einem Künstler, den sie nicht unbedingt auf dem Schirm hatten. Für mich war es großartig, eine solch überwältigend positive Reaktion zu erhalten.

- LIVE NATION

Wenn Sie das jetzt live spielen, kommt von der Menge dann diese emotionale Reaktion zurück?

JESSE MCCARTNEY

Es hat etwas Ergreifendes. Alle schalten die Taschenlampe an ihren Handys ein und halten sie hoch und schwenken sie. Es ist eine Art hymnische Reaktion auf diese Powerballade im mittleren Tempo. Es ist wirklich eines der schönsten Gefühle, auf der Bühne zu stehen und zu sehen, dass das Publikum auf diese Weise auf einen neuen Song reagiert. Die Reaktion ist so bewegend wie bei einigen meiner Chart-Hits, wenn nicht sogar bewegender.

- LIVE NATION

Das Gefühl, Tausende von Menschen den eigenen Liedtext singen zu hören, muss unbeschreiblich sein. Können Sie beschreiben, wie sich das anhört und was es emotional in Ihnen auslöst?

JESSE MCCARTNEY

Ich bin selbst Musikfan und gehe gern auf Konzerte. Die ersten Akkorde eines Songs, den man kennt und mag, versetzen einen unmittelbar an einen anderen Ort, egal wann es war und wie alt man war. Es löst sehr viele Erinnerungen aus, alle auf einmal, und man möchte mitsingen. Ich bin in der besonderen Position, auch auf der anderen Seite zu stehen – auf der Bühne.

Es ist wie ein Sog. Es gibt einen Moment, wenn man weiß, dass gleich dieser Song kommt – man schaut zu den anderen und bevor die ersten Akkorde erklingen, ist es absolut still. Und dann spielt man ein paar Akkorde und das Publikum tobt. In diesem Moment sind alle vereint und denken: „Oh, du warst auch dabei. Du erinnerst dich, du warst da. Wahnsinn! Lass uns das zusammen singen!“ In diesem Moment schwimmt man auf derselben Welle. Das ist ein tolles Gefühl.

- LIVE NATION

Musik live auf einem Konzert zu hören, ist nochmal etwas ganz anderes, als aufgenommene Musik über ein Wiedergabemedium zu hören. Wie wichtig ist es für Sie, dass die Fans die aufgenommene Musik in ihrer bestmöglichen Form hören können?

JESSE MCCARTNEY

Als Künstler will man ein tolles Produkt erschaffen, das so rein wie möglich klingt. Hat man bereits zig Aufnahmen gehört, weiß man, ob und wann sich etwas genau richtig anhört. Wenn ein Teil verschwommen ist, höher sein muss oder zu sehr heraussticht, lenkt das vom Text ab.
Sobald man alles ausgebügelt hat, der Mix ideal ist und der Song sich einfach perfekt anhört, ist das reiner Balsam für die Seele. Mehr können wir nicht erreichen, als einen Song aufzunehmen, der nahezu perfekt klingt.

Es ist mir unglaublich wichtig, dass meine Fans dasselbe Erlebnis haben wie ich, wenn ich mir einen Mix anhöre. Schließlich mischen wir ihn für die Fans! Ich möchte, dass sie die Songs in der bestmöglichen Form hören, denn sie sind der Grund, warum ich Musik mache. Einem Bäcker genügt es ja auch nicht, einen Laib Brot nur halb fertig zu backen und dann zu verkaufen. Auch er möchte ein perfektes Produkt schaffen. Ich weiß nicht, warum ich mir genau diesen Vergleich herausgesucht habe, aber er bringt es ganz gut auf den Punkt.

- LIVE NATION

Mittlerweile wird sehr viel Musik über Kopfhörer gehört. 360 Reality Audio ist eine mitreißende Audiotechnologie von Sony, die Sound in seiner kompletten Bandbreite über herkömmliche Kopfhörer wiedergibt. Möchen Sie die Möglichkeit, Ihre Zuhörer vollständig in den Klang Ihrer Musik eintauchen zu lassen, gerne näher kennenlernen?

JESSE MCCARTNEY

Ich kann es gar nicht abwarten, endlich selbst reinzuhören. Ich habe selbst noch nicht erlebt, wie es sich anhört, ich glaube aber, dass es eine komplett neue Erfahrung sein wird. Ich bin bei allem dabei, was das Musikhören noch intensiver macht.

- LIVE NATION

Vor Kurzem habe ich gelesen, dass Sie gern sagen: „Sag ‚Ja‘ zu großartigen Ideen.“ Das hört sich so an, als würden Sie neuen Technologien und neuen Wegen offen gegenüberstehen.

JESSE MCCARTNEY

Dem stimme ich absolut zu. Wenn etwas die Kunst in neue Sphären erhebt und das Hörvergnügen für den Zuhörer noch fantastischer macht, wie könnte man sich dem verweigern?

- LIVE NATION

Was kann der richtige Klang im richtigen Moment bei der Aufnahme für einen Song tun?

JESSE MCCARTNEY

Wenn man einen Song produziert, braucht man manchmal dieses kleine Extra, um ihn ganz groß zu machen. Manchmal ist es der Gesang, ein Schlagzeugrhythmus oder ein Soundeffekt. Man weiß nie, was es sein wird, doch dieses kleine Extra kann darüber entscheiden, ob man einen Song macht, an den sich die Menschen selbst noch nach Jahren erinnern werden oder eben nicht. Ich glaube, jeder der Musik macht, versucht, dieses Extra zu finden, vor allem in der Popmusik.

Wir sind ständig auf der Suche nach dem „Ohrenschmaus“. Was ist das kleine Extra, das etwas ganz Großes aus dem Song macht? Darum geht es auch bei der Arbeit im Studio. Man sucht und erprobt neue Sounds, macht verrückte Dinge, wovon viele nicht klappen, und das viele Male hintereinander. Und die ganze Zeit hofft man auf den einen Moment, in dem alle sagen: „Ja, das ist es. Wir haben es!“

Vor Kurzem hatte ich diesen einen Gesangsteil, den wir hochgedreht haben und dadurch so ähnlich wie Streifenhörnchen klingen ließen. Dann haben wir ihn auf verschiedene Arten aufgesplittet, umgedreht und ihn durch einen Vocoder oder einen Synthesizer laufen lassen – wir haben verrückte Dinge damit angestellt. Am Ende haben wir ihn ein- oder zweimal im Song verwendet. Doch auf den Teil freuen sich die Zuhörer nun. Das ist es. Ich meine damit kurze Momente, in denen man sich denkt: „Hey, was war das gerade?“ Das gefällt mir. Ich mag das Gefühl, das diese Stellen in mir auslösen.

- LIVE NATION

Diese Beschreibung lässt uns erahnen, wie schwierig es sein kann, auch nur einen einzigen tollen Sound im Studio zu erzeugen.

JESSE MCCARTNEY

Für einen Moment, absolut.

- LIVE NATION

Zurück zum Abmischen: Können Sie beschreiben, was die richtige Abmischung für das Hörerlebnis mit einem Song bedeutet?

JESSE MCCARTNEY

Ein gut gemischter Song enthält nichts Störendes. Nichts stellt sich dem Song in den Weg. Nichts lenkt davon ab. Ich habe das Gefühl, dass ich mein Gehör über die Jahre hinweg perfektioniert habe, also bin ich vielleicht etwas empfindlicher als der Durchschnittshörer. Ich höre Songs auf jeden Fall rauf und runter. Manchmal höre ich nur auf den Schlagzeuger, nur auf die Hi-Hat, manchmal nur auf die Vocals oder den Hintergrund. Dabei bin ich immer auf der Suche nach Elementen, die herausstechen. Dann drehe ich ganz leise und höre mir den Song nochmal an. Auch dann horche ich nach solchen Stellen.

Da ist der Bass zu laut, den müssen wir einige Dezibel tiefer stellen. Oder vielleicht sticht auch dieser eine Gesangsteil nicht deutlich genug hervor. Als Sänger gefallen mir hohe Vocals im Mix. Vielleicht bedeutet das aber auch nur, dass ich leicht narzisstisch veranlagt bin [lacht]. Mir ist es wichtig, dass nichts vom Song ablenkt. Es gibt einige Tontechniker da draußen, die ihr Handwerk absolut beherrschen. Wenn man einen guten gefunden hat, ist das Endprodukt großartig. Ich selbst würde jahrelang dafür benötigen, einen Mix genau richtig hinzubekommen, daher überlasse ich das den Profis.

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„Noch nie zuvor habe ich mir Kopfhörer aufgesetzt und so etwas gehört.“

- LIVE NATION

[Nach der 360RA Demo] Sie haben jetzt einige Songs aus einem Ihrer letzten Konzerte in der Sony 360 Reality Audio Abmischung gehört. Welchen Eindruck haben Sie?

JESSE MCCARTNEY

Ich weiß nicht, auf welche Zauberkräfte ihr zurückgreift, aber das ist etwas absolut Neues, was ich noch nie zuvor gehört habe. Ich bin mehr als beeindruckt. Ich hatte das Gefühl, mein Song sei wie ein Soundtrack zum nächsten großen Kinofilm. Das hat mich einfach umgehauen. Noch nie zuvor habe ich mir Kopfhörer aufgesetzt und so etwas gehört.

- LIVE NATION

Hat es sich so angefühlt, als wären Sie mitten in einem Auftritt?

JESSE MCCARTNEY

Oh ja. Ich hatte das Gefühl, das ich live vor mir stehe. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass eine Millionen andere Menschen im Publikum diesen Moment mit mir gemeinsam erleben – vor allem, als ich meine Augen schloss. Ich hatte einfach dieses vollkommen einnehmende Gefühl, das man auch live bei einem Konzert hat. Ich war wirklich überwältigt.

- LIVE NATION

Wir haben Sie gesehen, als Sie „Soul“ angehört haben – Sie haben abgerockt. Es scheint für Sie also zu funktionieren?

JESSE MCCARTNEY

Total. Zuerst habe ich versucht, diese Erfahrung in ihre Einzelteile zu zerlegen, weil ich so etwas noch nie erlebt und gehört habe. Zuerst habe ich mich also gefragt: „Was ist das? Und was geht hier vor?“ Und dann hat es sich so angefühlt, wie ... – seid ihr schon mal Geisterbahn gefahren und plötzlich schießt euch die Frage durch den Kopf „Was war dieses Geräusch?“. Die Klänge tauchen einfach irgendwo hinter dir auf und plötzlich dann wieder vor dir. Genauso war es und so etwas habe ich noch nie zuvor gehört. Man muss es selbst erlebt haben, um es verstehen zu können.

- LIVE NATION

Hat Ihnen eine Stelle im 360 Reality Audio Mix von „Soul“ besonders gut gefallen?

JESSE MCCARTNEY

Ja. Kurz vor dem Refrain kann man meinen Gitarrenspieler, Jacob, hören, der diese kleinen Wellen sehr gerne mag. Diese Wellen bewegen sich mit dieser Technologie von vorne nach hinten, ich würde sogar sagen, von vorne links bis nach hinten rechts. Normale Kopfhörer können das nicht. Das war also wirklich cool.

- LIVE NATION

Wie sehr freuen Sie sich darauf, dass Ihre Fans in den Genuss von 360 Reality Audio kommen können?

JESSE MCCARTNEY

Ich bin total begeistert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Fans nicht dieselbe Erfahrung machen wollen würden, wenn sie wüssten, wie ich darauf reagiere. Jeder sollte das haben. Ich wüsste nicht, warum jemand die Erfahrung, die ich gerade gemacht habe, nicht machen wollen würde. Es wird schwierig sein, danach wieder meine normalen Kopfhörer zu benutzen. [Lachen]

- LIVE NATION

Wie würden Sie 360 Reality Audio von Sony mit einem Wort beschreiben?

JESSE MCCARTNEY

Hmmm. „Audiogasmisch.“ Ich glaube, dieses Wort gibt es nicht. Ich habe es erfunden.

- LIVE NATION

Es passiert jetzt.

JESSE MCCARTNEY

Ja.

- LIVE NATION

Ist es denkbar, dass sich 360 Reality Audio einmal darauf auswirken könnte, wie Sie Musik machen?

JESSE MCCARTNEY

Das ist eine interessante Frage. Mischpulte müssen jetzt vermutlich an diese Technologie angepasst werden. Wenn es möglich wäre, Musik direkt aus dem Studio so klingen zu lassen, auf jeden Fall. Jetzt, wo ich diese Möglichkeit kenne, möchte ich auf jeden Fall Klangmomente ausloten, bei denen diese Technologie einen Titel besser machen kann. Das wird interessant.

- LIVE NATION

Können Sie sich jetzt, nachdem Sie 360 Reality Audio kennengelernt haben, vorstellen, ein neues Live-Album zu machen?

JESSE MCCARTNEY

Unbedingt. Das letzte Live-Album habe ich vor mehr als einem Jahrzehnt gemacht. Und ganz ehrlich, ich war nicht restlos begeistert. Ich dachte damals, dass man so viel daran herummischen kann, wie man will, es gibt trotzdem Aspekte, auf die man keinen Einfluss hat – es ist live und damit schwierig abzumischen. Aber wenn ich das hier höre, denke ich: Ich muss das Album fertigbekommen, damit ich die Live-Version machen kann. [Lachen]

- LIVE NATION

Was würden Ihre Fans an einer Präsentation Ihrer Musik in diesem Format schätzen?

JESSE MCCARTNEY

Ich denke, dass sie die Zeit und die Arbeit hören würden, die in alles einfließen, wenn [sie] schließlich alles kristallklar hören [könnten] – absolut alles von einem Titel. Manche Dinge gehen unter, sodass man sie nicht hört – einfach, weil sie nicht richtig hervorgehoben und akzentuiert wurden. Wenn man mit dieser neuen Technologie all diese großartigen Details herausarbeiten könnte, die in der Musik stecken, könnte es das Erlebnis zehnmal besser machen.

- LIVE NATION

Was halten Sie davon, dass Sony Ihre Ohren vermessen hat, um 360 Reality Audio für Sie zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Hörvergnügen zu ermöglichen?

JESSE MCCARTNEY

Über die Jahre hinweg wurden mir bereits viele Male Ohrstöpsel für Live-Auftritte angepasst. Als Musiker versucht man natürlich, seine Ohren so gut wie möglich zu schützen, da das richtige Klangvolumen in der richtigen Qualität im Gehörgang ankommen soll. Jeder hört Musik auf seine ganz eigene Weise. Die einen können bestimmte Frequenzen besser hören als andere. Wenn also Sony ein Erlebnis genau auf die eigenen Ohren und das Gehör abstimmen kann, ist das bahnbrechend.

- LIVE NATION

Was würden Sie gern als Nächstes von Sony sehen – vielleicht haben Sie eine Wunschliste?

JESSE MCCARTNEY

Wahnsinn! Das klingt fast so, als ob wir sehr bald mit Sony auf dem Mond spielen werden. Könnte ich diese Kopfhörer vielleicht einmal in jeder Farbe haben? Das wäre ein Anfang. Damit starten wir.

- LIVE NATION

Möchten Sie sonst noch etwas zu 360 Reality Audio sagen?

JESSE MCCARTNEY

Ein großartiges Produkt wie dieses, bei dem man den Klang mit jedem einzelnen Teil des Gehirns erlebt, dürfte alles verändern – das Gehirn wird damit wirklich auf die denkbar beste Weise ausgetrickst. Ich denke, es wird alles verändern.

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