Alpin-Skifahrer mit hoher Geschwindigkeit

Winterwunderland

Francis Bompard

„Für ein großartiges Foto vom Skisport“, sinniert der Alpinsport-Profi Francis Bompard, „müssen eine ganze Reihe von Faktoren zusammenkommen. Man braucht die richtigen landschaftlichen Elemente, hervorragendes Licht, oftmals mit der Lichtquelle hinter dem Motiv, und natürlich benötigt man auch einen perfekten Skifahrer. Manchmal ist es schwierig, die richtige Mischung zu bekommen. Zusammengenommen ergeben diese Elemente aber die Story, die ich erzählen möchte. Ein großer Teil davon kann auch einfach Glück sein!“

Francis’ aktuelles Projekt war die Fotoberichterstattung vom Abfahrtslauf des Alpinen FIS-Skiweltcup in den italienischen Dolomiten. Bis Dezember 2021 hatte er bereits ein ganzes Leben lang Erfahrung auf der Piste gesammelt, da er die Spitzenskisportler nicht nur fotografiert, sondern auch selbst Skifahrer ist.

Silhouette eines Skifahrers auf der Piste

© Francis Bompard | Sony α9 + FE 400mm f/2.8 GM OSS + 2x Teleconverter | 1/2500s @ f/9.0, ISO 125

„Ich denke nicht, dass ich diesen Job ohne die unzähligen Stunden machen könnte, die ich selbst als Skifahrer verbracht habe“, sagt er lächelnd. „Bevor ich anfing, hauptberuflich als Fotograf zu arbeiten, war ich Skilehrer. Als guter Skifahrer gelangt man an die schönsten Stellen der Strecke. Das ist oft nicht einfach, weil die Pisten so vereist sind. Beim Fotografieren von Freeskiing findet das Ganze im Tiefschnee statt, da sind die Voraussetzungen ähnlich, aber doch auch anders. In beiden Fällen muss man aber fit sein!“

Sobald er in Position ist und sich mit den Steigeisen ins Eis krallt, denkt Francis sofort über die Bildkomposition nach. „Im Allgemeinen“, erklärt er, „versuche ich, meinen Motiven etwas Luft zu geben, indem ich sie beim Springen fotografiere oder sie so nah wie möglich in einen Rahmen hole, um die maximale Wirkung zu erzielen. Es ist wichtig, sich vorab genau zu überlegen, wie der Skifahrer ins Bild kommen wird, und sich darauf einzustellen.“

Skifahrer im Rennen vor unscharfem Hintergrund

© Francis Bompard | Sony α1 + FE 70-200mm f/2.8 GM OSS II | 1/60s @ f/22, ISO 160

Ab diesem Moment variiert Francis gerne seine Aufnahmetechnik. „Ich verwende sehr kurze Verschlusszeiten wie 1/4000 s, wenn der Skifahrer direkt auf mich zukommt. Fährt er allerdings seitlich an mir vorbei, reduziere ich die Geschwindigkeit auf 1/60 s oder sogar 1/20 s, damit ich seine Energie in einen Kameraschwenk einbauen kann“, erklärt er. „Für die Belichtung verwende ich die manuelle Einstellung und wähle Auto ISO, wobei ich den Bereich auf 100 bis 3200 einstelle und die Belichtungskompensation einsetze, um auf Lichtveränderungen schnell reagieren zu können. Mit dieser Methode erziele ich stets die Geschwindigkeit und die Blende, die ich für den gewünschten Look brauche.“

Silhouette eines Skifahrers an der Kuppe einer Skiabfahrt

© Francis Bompard | Sony α9 II + FE 200-600mm f/5.6-6.3 G OSS + 1.4x Teleconverter | 1/1250s @ f/11, ISO 160

Eines der Hauptprobleme beim Fotografieren im Schnee ist dessen starke Reflexion. Bei hellen Motiven gehen die Kameras davon aus, dass sie das Bild dunkler machen müssen, aber dann kommen am Ende graue statt weiße Pisten heraus. In dieser Hinsicht war der Wechsel zu einem spiegellosen System für Francis eine Offenbarung. „Technisch gesehen“, erklärt er, „ist die Belichtung bei Hybridkameras kein Problem mehr, weil man das Ergebnis schon sieht, bevor man das Bild macht. Eine DSLR kann das in einer professionellen Umgebung einfach nicht leisten.“

Das alles vereint sich in Aufnahmen wie dieser von den Alpinen Skiweltmeisterschaften 2021 in Cortina D'Ampezzo in Italien. „Hier sehen wir Lara Gut aus der Schweiz“, erklärt Francis, „wie sie im Abfahrtslauf der Damen in Richtung Gold rast. Der Schatten der Bäume tauchte die Abfahrtspiste in ein wunderschönes Zebramuster, und es gelang mir, sie in einem Lichtstreifen zu erwischen, während sie durch diesen Abschnitt sauste.“

Mit hohem Tempo an einer Fahne vorbeifahrende Skifahrerin

© Francis Bompard | Sony α1 + FE 200-600mm f/5.6-6.3 G OSS | 1/3200s @ f/9.0, ISO 640

Ansonsten geht es immer um Geschwindigkeit. „Meine Sony α 1 und die α 9 besitzen beide einen High-Speed-Verschluss, einen zuverlässigen, absolut verdunkelungsfreien elektronischen Sucher und den schnellsten Autofokus, den ich je verwendet habe“, berichtet Francis.

„Das sind die Tools, die man für perfekte Action-Fotos braucht, und die integrierte Bildstabilisierung (IBIS) sorgt zudem für bessere Panoramaaufnahmen. Die elektronischen Sucher dieser Kameras erleichtern das Verfolgen des Motivs erheblich. Das ist nirgends so wichtig wie bei Panoramabildern, wo die geringere Verschlusszeit anderer Kameras zu ziemlichen Verzögerungen führen kann.“

„Den elektronischen Verschluss verwende ich ebenfalls ständig“, fährt er fort, „nicht nur, weil damit schnellere Verschlusszeiten möglich sind als beim mechanischen Verschluss, sondern hauptsächlich, weil ich damit die maximale Bildwiederholrate erzielen kann. Aufnahmen wie diese vom Alpinen FIS-Skiweltcup in Beaver Creek wurden entsprechend aus einer Folge von 84 Bildern ausgewählt, die dank des Burst-Modus der α 1 mit 30 BpS aufgenommen wurden. Alle Fotos waren scharf, deshalb musste ich einfach nur das mit der besten Position auswählen!“

Skifahrer im Sprung

© Francis Bompard | Sony α1 + FE 200-600mm f/5.6-6.3 G OSS | 1/4000s @ f/6.3, ISO 500

Francis nutzt die Schnelligkeit und Fokussierungsleistung seiner Kameras α 1 und α 9 und kombiniert sie mit den „großen Teleobjektiven von Sony wie dem FE 600 mm f/4 GM OSS und dem FE 400 mm f/2.8 GM OSS. Durch diese Kombination habe ich die Möglichkeit, bei voller Blendenöffnung zu fotografieren, während das Motiv auf mich zukommt“, sagt er, „und trotzdem jedes Mal eine gestochen scharfe Aufnahme zu bekommen.“

„Ich fotografiere Skirennen seit meinem ersten Weltcuprennen in Val d'Isère im Dezember 1981,“ berichtet Francis abschließend, „und obwohl diese Erfahrung für meine Aufnahmen eine große Rolle spielt, bin ich der Meinung, dass man auch offen für Neues sein muss. Dank der Kameras von Sony habe ich die Möglichkeit, meiner Kreativität freieren Lauf zu lassen. Sobald ich mich mit den neuen Technologien vertraut gemacht hatte, eröffneten sich mir ganz neue kreative Wege. Darüber hinaus liegt es nur noch an mir, damit zu experimentieren …“

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„Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist (Sprichwort der Berber)“

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