Als Filmemacher suche ich immer nach Gelegenheiten, um Projekte zu machen, die mir wirklich am Herzen liegen, oder meiner Fantasie zu folgen. Früher war ich bei den Royal Marines und an einigen gefährlichen Orten der Welt im Einsatz. In meiner Zeit beim Militär habe ich immer auf Storys oder schöne Motive geachtet und dann oft fotografiert oder zu filmen versucht. Das ist wohl der Einfluss meines Vaters Bernard Glancy. Er ist Kameramann und war in seinen fünf Jahrzehnten in der Branche für ITN, BBC und internationale Sender weltweit im Einsatz. Er hat mir das Handwerk der Kameraführung beigebracht und vermittelt, wie wichtig eine hochwertige Ausrüstung ist.
Regie: James Glancy und Marty Stalker
Als Sony mich bat, einen Kurzfilm zu machen, der die Vielseitigkeit der E-Mount-Objektivreihe unter Beweis stellt, folgte ich meinen Kindheitsfantasien und schrieb „The Secret Cupboard“. Ich hatte als Kind alle möglichen Ideen im Kopf und habe gern neue Orte erforscht – ganz besonders, wenn sie verboten waren. Ich bin im englischen Surrey aufgewachsen, einer Gegend mit vielen Wäldern, ummauerten Gärten, herrschaftlichen Anwesen und aufgelassenen Luftschutzbunkern aus dem Zweiten Weltkrieg. Hier gab es für mich unerschöpfliche Gelegenheiten, neue Orte zu entdecken und meiner Fantasie freien Lauf zu lassen.
Diese stark von Kindheitsabenteuern und literarischen Vorbildern wie „Fünf Freunde“ und „Die Chroniken von Narnia“ beeinflusste Geschichte dreht sich um einen Jungen (Reggie), der in ein neues Haus einzieht. Beim Spielen folgt er seinem Hund (Hugo) in den Schrank unter der Treppe und damit in eine neue Welt. Er findet sich in Penshurst Place wieder, einem Herrenhaus aus dem 14. Jahrhundert, das einst Heinrich VIII. gehörte. Auf der Suche nach Hugo findet er sich in einem Labyrinth spukender Säle und Waffenkammern und einem fantastischen ummauerten Garten wieder. Co-Regisseur Marty Stalker und Kameramann Bernard Glancy durften in Penshurst Place verschiedenste Szenen und bei unterschiedlichsten Lichtverhältnissen filmen, um die Kameras und Objektive von Sony auszuprobieren. Angesichts der knappen Zeit und der kleinen Crew mussten wir alle mehrere Aufgaben übernehmen und effizient vorgehen.
Wir entschieden uns für die FX9 und FX6 als Hauptkameras für den Dreh und kombinierten sie mit dem neuen FE C 16–35 mm T3.1 G Cine Objektiv, dem FE 50 mm F1.8, dem FE 70–200 mm F2.8 GM OSS und dem FE 16–35 mm F2.8 GM. Wir wollten Reggies angeborener kindlicher Neugier folgen und so die Szenen in Bewegung halten. Wir platzierten die FX6 auf einem Movi Gimbal und baten ihn, alle Bereiche zu erkunden, um seinen unverfälschten Ausdruck einzufangen. Wir haben den ganzen Film an einem Tag gedreht, sodass wir unter großem Zeitdruck standen. Das Tolle am E-Mount-System von Sony ist, dass wir bei beiden Kamerasystemen schnell das Objektiv wechseln und dieselben Einstellungen konfigurieren konnten.
Normalerweise arbeiten wir mit SLOG 3 Cine, aber für „The Secret Cupboard“ entschieden wir uns für S-Cinetone, weil die Farbmatrix ohne viel Nachbearbeitung einen kinoartigen Look erzeugt. Ich war etwas nervös, weil wir nicht mit LOG arbeiteten – aber dann sah ich die intensiven Farben in der Szene mit Reggie am Feuer. Einige Innenszenen haben wir beleuchtet, aber den Großteil haben wir bei natürlichem Licht aufgenommen.
Im Herrenhaus haben wir in erster Linie mit dem 50-mm-Objektiv und dem 16–35 mm Cine Objektiv an der FX6 auf einem Gimbal gearbeitet, mit dem wir Reggie durch das Haus folgten. Bei allen Sequenzen in Bewegung haben wir mit Autofokus gearbeitet, damit sich der Kameramann auf den Bildausschnitt und eine fließende Bewegung konzentrieren konnte. Für die Außenaufnahmen mit Hund Hugo haben wir die FX9 mit dem 70–200 mm G Master Objektiv auf einem Stativ eingesetzt, wenn es um lange Einstellungen vom stillstehenden Hugo ging. Um dem Hund durch die Gärten zu folgen, haben wir jedoch weiter mit der FX6 auf dem Gimbal und dem Cine Objektiv gearbeitet. Der Autofokus war dabei von unschätzbarem Wert: Der Hund bewegte sich so schnell, dass es praktisch unmöglich gewesen wäre, Schritt zu halten und gleichzeitig nahtlos zu fokussieren. Das Tolle an der E-Mount-Reihe ist die große Auswahl lichtstarker Objektive, die mit allen α und Cinema Line Kameras von Sony kombinierbar sind.
Dem Produktionsteam von „The Secret Cupboard“ gehörten Marty Stalker als Regisseur, ich als Drehbuchautor, Co-Regisseur, Produzent und an der Kamera hinter den Kulissen, Bernard Glancy als Kameramann und Beleuchter und Brendan Monteiro am Movi Gimbal an, dazu Schauspieler Reggie und Hund Hugo als sie selbst. Bearbeitung und Postproduktion übernahm Marty Stalker.
Seit „The Secret Cupboard“ habe ich über 500 Stunden mit der Sony FX6 und E-Mount-Objektiven für Fernsehsendungen (Discovery Channel, National Geographic) aufgenommen. Ich bin sehr beeindruckt davon, wie vielseitig sich die Objektive mit Autofokus und manuellem Fokus verwenden lassen und wie hoch die Bildqualität ist. Vor Kurzem habe ich gemeinsam mit Marty Stalker meinen ersten langen Dokumentarfilm „Afghanistan“ gedreht. Wir haben wieder mit der FX6, professioneller Tonaufnahmeausrüstung von Sony und den E-Mount-Objektiven (G Master Objektive 16–35 mm, 24–70 mm, 70–200 mm) gearbeitet. „Afghanistan“ wird Anfang 2022 Premiere haben.