kameramann filmt gruppe von reitern

The Journey

Paolo Sodi

Der italienische Filmemacher Paolo Sodi realisierte ein Dokumentarprojekt, wie er es noch nie zuvor erlebt hatte: einen Film über den legendären italienischen Tenor Andrea Bocelli, wie er von Rom durch Italien in seine Heimatstadt Lajatico reiste.

Bocellis Weg führte ihn entlang der Via Francigena – einem alten Weg, der von Pilgern auf dem Weg nach Rom benutzt wurde. Wie die Menschen, die Hunderte von Jahren vor ihm auf dieser Strecke unterwegs waren, legte Bocelli die 200 Meilen zusammen mit Familie und Freunden auf dem Pferd zurück und ließ dabei seine Karriere und seine Reise durchs Leben Revue passieren.

„Wir sind Andrea in einem Elektroauto vorausgefahren. Dort haben wir eine Sony Venice Kinokamera an einem großen, stabilisierten Scorpio Arm befestigt, den wir dann am Auto anbrachten. So konnten wir ruhige Aufnahmen von Andrea machen, während wir seine Reise verfolgten.“

Obwohl Andrea Bocelli seit seinem siebten Lebensjahr reitet, war der Weg von über 320 Kilometer eine echte Herausforderung und machte „The Journey“ zu einem einzigartigen Erlebnis für alle Beteiligten.

„Wir haben uns für ein Elektroauto entschieden, weil wir bei den Dreharbeiten so leise wie möglich sein wollten, einerseits, um die Pferde nicht zu irritieren, und zum anderen, weil Andrea sich stark auf sein Gehör verlässt“, erklärt Paolo. „Es ist unglaublich, wie er Dinge wahrnehmen konnte, ohne sie zu sehen“, erinnert sich Toyah Buse, Paolos Produktionsleiterin bei „The Journey“.

„Wir kamen durch ein Waldgebiet und gelangten bei strahlendem Sonnenschein an eine Lichtung. Andrea sagte: ‚Das ist ein fabelhafter Ort ... Er fühlt sich groß, frisch und wunderschön an.‘ Einfach unglaublich.“

kameramann schaut während der dreharbeiten auf einen bildschirm

Die Hauptkamera für das Projekt war die am Fahrzeug montierte Sony Venice. „Meiner Meinung nach ist dies die beste Kinokamera auf dem Markt. Wir hatten eigentlich überlegt, eine zweite Sony Venice Kamera zu verwenden, doch das wäre zu schwierig gewesen, da wir bereits einen professionellen Fahrer, mich als Regisseur, einen Kameramann und einen Tontechniker im Auto hatten ... es war also voll. Für eine weitere Venice Kamera wäre noch eine Crew erforderlich gewesen, also haben wir stattdessen eine Sony FX9 als zweite Kinokamera für Aufnahmen mit Stativ und manchmal auch auf der Schulter verwendet. Ich habe die FX9 wegen des 6K-Vollformatsensors und der elektronisch verstellbaren ND-Filter gewählt – Funktionen, die mir als Filmemacher das Leben leichter machen!“

sony fx9 kamera an einem kran montiert

Außerdem benutzte Paolo eine Sony Alpha 7S III, was ihm die Gewissheit gab, dass er keine Kompromisse bei der Qualität der Bilder eingehen musste. „Ich wollte, dass der Film so natürlich wie möglich ist. Da es sich um einen Dokumentarfilm handelt, konnte ich Andrea nicht einfach bitten, ein paar hundert Meter zurückzugehen, damit ich die Aufnahme wiederholen kann. Wir mussten schnell filmen und die Komposition gleich beim ersten Mal richtig hinbekommen.“

Wegen ihrer kompakten Größe, ihres geringen Gewichts und ihrer unglaublichen Leistung bei schwachem Licht kam die Alpha 7S III vor allem bei den vielen Detailaufnahmen zum Einsatz, und zwar zusammen mit einem FE 24-105mm f/4 G OSS Objektiv. „Wir kamen zu dem Schluss, dass das 24-105 mm für unsere Zwecke völlig ausreichte. Außerdem bot uns der Zoombereich die nötige Flexibilität für schnelle Aufnahmen, was bei einem Dokumentarfilm sehr wichtig ist.“

Eine mit der Sony Alpha 7S III gefilmte Szene ist Paolo besonders im Gedächtnis geblieben. „Es war bei Sonnenaufgang oder kurz davor. Wir waren gerade in der Toskana. Es war ein nebliger Morgen und Andrea kam gerade auf seinem Pferd angeritten, als die Sonne aufging. Ein unbeschreibliches Bild.“

kleines auto mit montiertem kamerakran

Dank der hervorragenden Leistung der Alpha bei schwachem Licht musste sich Paolo keine Gedanken machen, wenn er die ISO-Empfindlichkeit bei Bedingungen wie dem nebligen Morgen in der Toskana auf ISO 2500 erhöhte. Dank der gemeinsamen Farbwissenschaft und des S-Log3 Bildprofils konnten die Koloristen, die an „The Journey“ arbeiteten, das Material mühelos abgleichen. „In der Endphase des Schnitts fragte ich die Koloristen, ob es irgendwelche Probleme gäbe, und jedes Mal sagten sie, dass die Arbeit und der Abgleich des Filmmaterials von den einzelnen Kameras einfach sei“, erinnert sich Paolo.

Insgesamt waren an dem epischen Projekt 100 Personen beteiligt, ganz zu schweigen von all den unglaublichen Drehorten und Musikern, mit denen Andrea unterwegs auftrat. Sogar Papst Franziskus erscheint zu Beginn von „The Journey“, um Andrea zu segnen, als er sich von Rom aus auf den Weg macht.

„Die Szene mit Papst Franziskus habe ich mit der Sony Alpha 7S III aufgenommen, da sie leicht und tragbar ist und ich schnell arbeiten musste. Es war eine sehr eindrucksvolle Szene.“

The Journey kam im April 2023 in die Kinos und ist nun in ganz Europa auf Paramount+ zu sehen.

Vorgestellte Produkte

Für α Universe-Newsletter registrieren

Glückwunsch! Sie haben sich erfolgreich für den α Universe-Newsletter angemeldet.

Geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Entschuldigung! Es ist etwas schief gelaufen.

Glückwunsch! Sie haben sich erfolgreich angemeldet.