Wir sind Giorgio und Martina und wir sind Travel Content Creators. Wir leben zwar in Italien, reisen aber um die ganze Welt. Wir arbeiten mit Tourismusverbänden und Reiseveranstaltern zusammen und versuchen, die einzigartige Schönheit jedes Ortes einzufangen. Da wir ständig unterwegs sind, bevorzugen wir eine leichte und vielseitige Ausrüstung, mit der wir unter den verschiedensten Bedingungen hochwertige Fotos und Videos machen können.
Normalerweise sind wir mit unserer Alpha 7 IV und der ZV-E1 unterwegs. Daher war es für uns eine Herausforderung, als Sony uns die neue ZV-E10 II zum Testen anbot, da wir an Vollformatkameras gewöhnt sind. Wir müssen jedoch zugeben, dass wir von der Bildqualität und den Funktionen, die uns die Arbeit erleichtern, positiv überrascht sind.
Um die neue Kamera zu testen, reisten wir nach Lanzarote. Wir wollten einen Ort finden, der das Ideal der sublimen Schönheit der Romantik verkörpert: Landschaften und Bedingungen, die nicht idyllisch, sondern imposant und lebensfeindlich sind, die Ehrfurcht und Bewunderung hervorrufen und die große Kraft der Natur vor Augen führen. Wir entschieden uns ganz bewusst für dieses Thema, da wir aufgrund der Eigenschaften der ZV-E10 II davon ausgingen, dass sie für viele, auch potenziell schwierige Situationen geeignet ist. Das geringe Gewicht war ideal, damit der Rucksack bei unseren Touren nicht zu schwer wurde, und die Kompaktheit in Verbindung mit der Ergonomie des Griffs – die uns nicht nur der ZV-E10, sondern auch der ZV-E1 überlegen schien – ermöglichte es, die Kamera auch in prekären Situationen wie beim Klettern auf Felsen, um natürliche Pools zu erreichen, über längere Zeit bequem in der Hand zu halten. Wir wollten die Stabilisierung im Active-Modus beim Fahren auf unbefestigten Straßen testen und haben sie dabei unbeabsichtigt einem Test mit Salz und Sand ausgesetzt, die der starke Wind auf der Insel mit sich bringt. Da wir aber jeden Abend alles sauber gemacht haben, hatten wir überhaupt keine Probleme!
Es ist wirklich erstaunlich, dass eine so kleine Kamera so großartige Ergebnisse wie 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde und Fotos mit 26 Megapixeln erzielen kann. Und das ist erst der Anfang. Eine Funktion, die wir unbedingt ausprobieren wollten, ist die Stabilisierung. Wir sind oft ohne Gimbal unterwegs und machen die meisten Aufnahmen aus der Hand. Während die ZV-E1 über zwei kamerainterne Stabilisierungsstufen verfügt – Active und Dynamic Active – verfügt die ZV-E10 II nur über den Active-Modus. Der Active-Modus der ZV-E10 II erreicht zwar nicht das Stabilisierungsniveau des Dynamic Active, erscheint uns aber noch effektiver als der Active-Modus der ZV-E1.
An den ausklappbaren Bildschirm haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Er ist nicht nur für Vlog-Selfies nützlich, sondern vor allem für Fotos und Videos aus ungewöhnlichen Perspektiven. Die zusätzliche Benutzeroberfläche im Hochformat, die das Touch-Icon-Layout für die vertikale Komposition beim Drehen der Kamera unterstützt, ist zwar keine bahnbrechende Neuerung, aber sicherlich eine angenehme Bequemlichkeit, insbesondere für Nutzer, die viel Content im Hochformat erstellen.
Zusätzlich zu den Vorteilen bei der Aufnahme gibt es einige Funktionen, die speziell darauf ausgelegt sind, den Workflow bei der Bearbeitung zu beschleunigen. Die aus unserer Sicht interessantesten Funktionen sind S&Q (Slow & Quick) und Film-Vlog.
Die Cinematic Vlog-Funktion kombiniert fünf Looks und vier Stimmungen und bietet eine kamerainterne Bildanpassung, die normalerweise nur während der Farbkorrektur erreicht wird. Wir werden nicht auf die Farbkorrektur verzichten, aber diese Funktion ist sehr nützlich für einen Basislook oder wenn keine Zeit oder Möglichkeit für eine vollständige Nachbearbeitung besteht.
Wir haben uns gefreut, in der ZV-E10 II einige unserer Lieblingsfunktionen der ZV-E1 in einer kleineren und leichteren Kamera wiederzufinden. Dazu gehören zuallererst die 4:2:2 10-Bit Videoaufzeichnung, der schnelle und präzise Autofokus, die kamerainterne Stabilisierung, S-Log3 und S-Cinetone für professionelle Farbkorrekturen und nicht zuletzt der Akku der Z-Serie.
Am besten gefiel uns jedoch die Kombination aus Qualität und Funktionsvielfalt mit dem geringen Gewicht und der Kompaktheit der Kamera, insbesondere in Kombination mit APS-C-Objektiven. Wir nutzten hauptsächlich das E PZ 10-20mm f/4 G, da wir gerne Weitwinkelaufnahmen machen, aber auch etwas Vielseitigkeit wollten (das Objektiv, das wir am häufigsten mit unseren Vollformatkameras verwenden, ist das 16-35 mm). Außerdem haben wir das neue E PZ 16-50mm f/3.5-5.6 OSS II in verschiedenen Situationen für ein noch leichteres Setup getestet, sowie das weniger leichte, aber dafür vielseitigere E PZ 18-105mm f/4 G OSS. Eine Funktion, die alle diese Objektive gemeinsam haben und die wir sehr schätzen, ist der leistungsstarke Powerzoom. Mit dem Hebel am Objektiv oder an der Kamera und der richtigen Geschwindigkeitseinstellung können wir einen Push-in-Effekt erzielen, durch den die Aufnahme dynamischer wirkt.
Als Sony uns dieses Projekt vorschlug, haben wir nicht damit gerechnet, dass diese neue Kamera mit APS-C-Sensor Teil unserer eigentlichen Reiseausrüstung werden würde, aber wir haben unsere Meinung definitiv geändert. Sie eignet sich nicht nur hervorragend als Zweitkamera, sondern kann auf anspruchsvollen Touren oder in anderen Situationen, in denen Mobilität gefragt ist, sogar die einzige Kamera sein, die man mitnimmt, denn wir haben gesehen, dass das Endergebnis nicht darunter leidet!
Giorgio und Martina sind Travel Content Creators und leben in Italien.