Alpha Universe-Geschichte im Detail
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Die nächste Stufe auf dem Weg zur Perfektion 

Frank Doorhof 

„Bei meiner Arbeit spielt Bewegung immer eine Rolle“, meint Mode- und Promi-Fotograf Frank Doorhof. „Es können die Feinheiten bei der Darstellung einer Hand sein, die die Vorstellung von Bewegung vermitteln, oder eine Pose, die eine gewisse Kurve erzeugt … Ich liebe solche fließenden Linien. Eine Aufnahme, auf der das Modell einfach nur ein wenig die Haare schüttelt, kann mich ungemein begeistern.“

Die Energie, die Franks Bilder kennzeichnet, geht im Wesentlichen von den großen oder kleinen Bewegungen aus. Frank weiß, dass er mit diesen Bewegungen die Betrachter ansprechen und ihre Aufmerksamkeit auf seine Bilder lenken kann, da unser Verstand instinktiv dazu neigt, Bewegung, intensive Farben oder Muster besonders stark wahrzunehmen.

Frank Doorhof Sony α 7RM3 Dame mit rot kariertem Hemd, die den Kopf schüttelt und die Arme bewegt

© Frank Doorhof | Sony α7R III + FE 24–70 mm f/2,8 GM | 1/125 Sek. @ f/11, ISO 400

„Ich suche immer nach einer fließenden Bewegung“, erläutert er. „Auch wenn sie nicht ausgeprägt und offensichtlich ist, übt ein dynamisches Bild immer einen größeren Reiz auf die Betrachter aus.“

Neben der normalen Bewegung des Motivs nutzt Frank auch Requisiten und physische Effekte, um seine Bilder mit dynamischer Energie aufzuladen. Er meint: „Wenn man einmal damit angefangen hat, entdeckt man so viele Möglichkeiten – Wasser, Rauch und Pulver sind beispielsweise hervorragend für solche Effekte geeignet. Außerdem verwende ich lange Kleider und Schals, die ich mit einer Windmaschine im Turbobetrieb oder nur ganz leicht in Bewegung versetze … Es gibt vieles, mit dem sich dieses Gefühl von Bewegung vermitteln lässt. Die Möglichkeiten sind nur durch die eigene Kreativität begrenzt.“

Frank Doorhof Sony α 7RM4 Dame im schwarzen Kleid, die eine Peitsche über ihre Schulter hält, während sie in die Luft springt

© Frank Doorhof | Sony α7R IV + FE 24–70 mm f/2,8 GM | 1/125 Sek. @ f/11, ISO 400

Die natürliche Faszination von Bewegung spiegelt sich in der Art und Weise der Erfassung wider. Der Fotograf muss entschlossen handeln, um bei einer Drehung oder einem Sprung den richtigen Moment abzupassen. „Wenn man Bewegung fotografiert, ist jede Aufnahme anders, und es ist unmöglich, das gleiche Bild zweimal zu machen. Das kann manchmal frustrierend sein, wenn bei einer wirklich guten Aufnahme der Gesichtsausdruck der fotografierten Person oder die Position einer Hand nicht zu 100 % stimmt. Natürlich lässt sich aus zwei Bildern eines erstellen, ich gehöre jedoch zu den Fotografen, die Bilder zu 99 % richtig fotografieren möchten. Das ist eine Herausforderung, die dazu führt, dass man sich immer weiter verbessert.“

Die Geschwindigkeit der Sony α7R IV, die Bilder im mittleren Format mit der Schnelligkeit einer Sportkamera liefert, hilft Frank bei seinen Entscheidungen. „Wir haben Hensel-Studioblitzgeräte, die mit den 10 Bildern pro Sekunde einer α7R IV mithalten können. Mir helfen jedoch eher die Einzelbildaufnahmen und die verlässlichen Reaktionen der Kamera“, erklärt er. „Ich habe mich unzählige Male an beiden Methoden versucht und gehe lieber nach meinem eigenen Timing vor. Der Unterschied von ein paar Mikrosekunden kann bedeuten, dass der Moment vorbei ist. Daher ist die Reaktionszeit der Kamera entscheidend.“

Frank Doorhof Sony α 7RM3 Dame in schwarzer Kleidung dreht sich und wird von einem Spotlight im Hintergrund angestrahlt

© Frank Doorhof | Sony α7R III + FE 70–200 mm f/2,8 GM OSS | 1/125 Sek. @ f/11, ISO 200

Statt extrem schneller Verschlusszeiten verwendet Frank Doorhof bei fast allen seinen Arbeiten Blitzlicht. Dadurch erhalten seine Bewegungsaufnahmen rasiermesserscharfe Konturen. „Das wird oft verwechselt“, erklärt er. „Im Studio oder bei der Arbeit mit Blitzlichtgeräten ist es die Dauer des Blitzlichts, die die Bewegung einfriert. Wenn man in Innenräumen die Kamera auf f/16 und 1/125 Sekunden einstellt und bei ISO 100 fotografiert, erhält man wahrscheinlich ein komplett schwarzes Bild. Wenn man jedoch die gleichen Einstellungen mit Blitzlicht kombiniert (natürlich nach einer Messung), ist das Modell sichtbar und wird durch die Geschwindigkeit des Blitzlichts definiert. Mit einer Verschlussgeschwindigkeit von 1 Sekunde lässt sich daher das gleiche Ergebnis erzielen.“

Wirklich wichtig wird die Steuerung der Verschlussgeschwindigkeit, wenn Frank langsame Synchronisierung oder Techniken wie das „Shutter Dragging“ zusammen mit Blitzlicht verwendet, um aus einer Mischung von wirbelnder Bewegung und scharf definierten Motiven eine verträumte oder chaotische Komposition aus Farben und Formen zu erzeugen. „Ich experimentiere manchmal mit längeren Verschlusszeiten und Einstellungen, bei denen sowohl das verfügbare Licht in der Szene als auch das Blitzlicht erhalten bleiben“, sagt er. „Obwohl ich mich mehr zu den gestochen scharfen Aufnahmen hingezogen fühle, die wie eingefroren wirken, können auch längere Verschlusszeiten zu großartigen Ergebnissen führen. Es ist ein sehr persönlicher Stil und macht viel Spaß, besonders wenn ich noch Zoom-Effekte anwende oder die Kamera bewege. Die Zahl der Bilder, die man behält, sinkt drastisch. Das ist jedoch kein Grund, zu verzweifeln, denn wenn eine Aufnahme gelingt, dann ist das Ergebnis wirklich einmalig!“

Frank Doorhof Sony α 7RM3 Mehrfach belichtete Aufnahme einer Dame im lila Kleid, die den Kopf schüttelt

© Frank Doorhof | Sony α7R III + FE 24–70 mm f/2,8 GM | 4 Sek. @ f/16, ISO 100

Für Aufnahmen mit hoher Geschwindigkeit und Blitzlicht fokussiert Frank seine α7R IV meist mit dem zentralen Fokuspunkt vor und fotografiert anschließend im AF-Einzelbildmodus. „Dann lasse ich das Modell springen. Da ich meistens mit kleineren Blendenöffnungen fotografiere, habe ich bei Bewegungen etwas Spielraum“, erklärt er.

Bei anderen Aufnahmen, etwa im Freien, stehen dagegen der AF mit Augenerkennung und die ISO-Leistung der α7R IV im Vordergrund.

„Was mir beim Sony-System so gut gefällt ist, dass ich den kontinuierlichen Fokus ganz einfach mit Blitzlicht kombinieren kann. Die Sony α7R IV und die α9 sind hervorragend dafür geeignet.“

Frank Doorhof Sony α 7RM3 Eine wie erstarrt wirkende Dame mit strengem Blick und Wassertropfen im Hintergrund

© Frank Doorhof | Sony α7R III + FE 24–70 mm f/2,8 GM | 1/125 Sek. @ f/11, ISO 200

Bewegung, in welcher Form auch immer er sie einfängt – mit auffallender Schärfe oder faszinierender Unschärfe –, war schon immer ein Merkmal seiner Arbeiten. „Denn schon von Anfang an“, erklärt er abschließend, „ging es für mich bei der Modefotografie nie nur darum, ein hübsches Gesicht zu zeigen – ich wollte den Betrachter beeindrucken.“

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α7R III 35-mm-Vollformatkamera mit Autofokus

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α7R IV 35-mm-Vollformatkamera mit 61,0 MP

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