Alpha Universe-Geschichte im Detail

Licht aus, Spot an – mit der α7S II

Steve Collins

Wenn Steve Collins auf ein Problem stößt, löst er es. Er meint: „Wenn ich etwas finde, das mir nicht gefällt, versuche ich ziemlich schnell eine Lösung zu finden, sonst ärgert es mich.“

Dieser Grundsatz führte zur Entstehung des Live Aurora Network, einem von Steve und seinem Bruder Tony entwickelten Netzwerk, das Menschen überall auf der Welt ermöglicht, Polarlichter live und in hervorragender Qualität über eine App auf dem Smartphone zu sehen.

Steve Collins Sony Alpha 7S II Leuchtendes Polarlicht, das aus einer Bergsilhouette aufzusteigen scheint

© Steve Collins | Sony α7S II + 20 mm f/1.4 | 1 Sek. @ f/1.4, ISO 800

Steve sah Polarlichter zum ersten Mal in den Flitterwochen mit seiner Frau. Er stellte seinen Wecker und ließ sich zu jeder vollen Stunde wecken. „Nach ein paar Nächten habe ich sie schließlich gesehen“, lacht er, „aber sie sahen anders aus als auf den Fotos. Sie hatten keine Farbe, es war eher eine neblige, weiße Wolke.“

Steve Collins Sony Alpha 7S II Weiches, grünes Polarlicht, das sich in einem ruhigen Meer spiegelt

© Steve Collins | Sony α7S II + 24 mm f/1.4 GM | 2 Sek. @ f/1.4, ISO 5000

Steve und Tony waren fest entschlossen, Polarlichter in ihrer ganzen Pracht zu sehen, und buchten eine Reise nach Tromsø in Norwegen. Sie luden alle Vorhersage-Apps herunter, die sie finden konnten. Aber keine konnte Polarlichter auch nur annähernd genau vorhersagen. Deshalb begann Steve, Ausschau nach Webcams zu halten.

Mit Webcams konnte er bequem im Warmen sitzen, während er den Himmel beobachtete, und brauchte nur nach draußen zu gehen, wenn er Polarlichter auf der Webcam sah. „Wir haben alles genau geplant. Fünf Nächte hintereinander hatten wir eine perfekte Show“, berichtet er.

„Bei dieser Reise kam mir die Idee, auf der das Live Aurora Network basiert. Ich wollte eine App entwickeln, die Benutzer anhand von Live-Bildmaterial benachrichtigt, wenn Polarlichter zu sehen sind.“

Steve Collins Sony Alpha 7S II Tanzende Polarlichter über fernen Bergen und schneebedeckten Straßen

© Steve Collins | Sony α7S II + 20 mm f/1.4 | 4 Sek. @ f/1.6, ISO 1200

Wie kann eine Reihe von Kameras in verschiedenen Ländern und auf unterschiedlichen Kontinenten eingerichtet werden, die aus der Ferne den Nachthimmel im Livestream übertragen? Steve hatte eine Idee: Er entwickelte einen Algorithmus, der die Helligkeit, Farbe, Dichte und Bewegung des Nachthimmels überwachte, um ihm zu melden, wann ein Polarlicht zu sehen war.

Steve Collins Sony Alpha 7S II Polarlicht und Sterne über einer Hütte in Island

© Steve Collins | Sony α7S II + 20 mm f/1.4 | 2 Sek. @ f/2.0, ISO 1250

Zunächst stattete er ein Haus in Island mit einer Überwachungskamera aus, um im Rahmen eines Experiments den Himmel zu beobachten. Sobald er festgestellt hatte, dass dies funktionierte, entwickelte sich die Idee schnell weiter. Steve begann, Sony α7S Kameras zu verwenden, wobei der Vollbildsensor eine viel höhere Bildqualität ermöglichte als die von ihm verwendeten Überwachungskameras.

Steve Collins Sony Alpha 7S II Feed aus dem Live Aurora Network, der weiches, grünes Licht über einem Berg zeigt

© Steve Collins | Sony α7S II + 20 mm f/1.4 | 3,2 Sek. @ f/1.4, ISO 800

Er stellte jedoch fest, dass die Kameras an abgelegeneren Orten mit dunklem Himmel platziert werden mussten, damit das Live Aurora Netzwerk wirklich funktionierte. Steve fand eine Firma in den USA, die ihm ein maßgeschneidertes Gehäuse bauen konnte, in dem die α7S Kameras, ein Lüfter, eine Heizung, ein Windows 10-Computer sowie ein 4G-Router zum Anzeigen der Bilder und zur Steuerung der Kamera untergebracht werden konnten.

Im Laufe des Projekts wurde die α7S II zusammen mit dem atemberaubend scharfen FE 24 mm f/1,4 G-Master-Objektiv zu Steves Kamera der Wahl für das Live Aurora Network. Es war nicht immer einfach und das Projekt stellte viele Herausforderungen, die bewältigt werden mussten. Dazu gehörte auch die Frage, wie die Belichtungseinstellungen der Kameras ferngesteuert werden konnten. „Wir haben die neuesten Kameras auf einem Relais installiert, sodass wir vom Video-Streaming zur Sony Fernsteuerungssoftware der Kameras wechseln können“, erklärt er. „Dadurch können wir die Einstellungen ändern und Bilder aufnehmen“.

Steve Collins Sony Alpha 7S II Intensives grünes Polarlicht tanzt über einem Wasserfall in Island

© Steve Collins | Sony α7S II + 20 mm f/1.4 | 1 Sek. @ f/1.4, ISO 800

Früher stammten alle Bilder von Steve aus dem Livestream, sodass sie ziemlich körnig aussahen. Durch die Möglichkeit, auf der α7S II ferngesteuert in den Kameramodus zu wechseln, kann er jetzt jedoch JPEG-Bilder erzeugen, deren Auflösung so hoch ist, dass sie sich sogar für Werbezwecke eignen.

Das im Rahmen seines beeindruckenden Projekts zusammengestellte Archiv umfasst nun über 450.000 Bilder von Polarlichtern und Videomaterial von fünf Kameras von Norwegen bis Island. Steve hofft, dass in Kürze zwei weitere Kameras live geschaltet werden können, eine davon auf dem Lofoten-Links-Golfplatz, der sich auf den Lofoten-Inseln in Norwegen befindet, und die andere in der Nähe von Anchorage in Alaska. Darüber hinaus möchte er ein globales Netzwerk von 24 Kameras einrichten, das die gesamte nördliche Hemisphäre umfasst.

Steve Collins Sony Alpha 7S II Pfeilförmiges Polarlicht über einem felsigen Strand

© Steve Collins | Sony α7S II + 20 mm f/1.4 | 1 Sek. @ f/1.4, ISO 800

Mit 14.000 Benutzern pro Nacht, die Polarlichter sehen wollten, war die App ein großer Erfolg. Ursprünglich zielte Live Aurora Network darauf ab, Reisenden beim Beobachten von Polarlichtern zu helfen. Mittlerweile hat das Projekt jedoch ein Eigenleben entwickelt.

„Einige sehen sich das Polarlicht zu Hause auf ihrem Handy an oder streamen es auf ihren Fernseher“, erklärt Steve. „Ich finde es großartig, wenn Menschen sich bei mir bedanken, weil ich ihnen ermöglicht habe, Polarlichter zu sehen, und ihnen damit ihren sehnlichsten Wunsch erfüllt habe. Ich bin stolz darauf, Teil davon zu sein.“

Das Faszinierendste an Steves Geschichte? „Ich war vorher gar kein Fotograf. Jetzt aber schon!“

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