Wenn ich eine Hochzeit fotografiere, verfolge ich ein übergeordnetes Ziel. Und das lautet, ein wahrlich zauberhaftes Bild zu kreieren. Allerdings bleibt kaum Zeit, sich kreativ auszuleben und viel auszuprobieren, wenn man ständig dem Brautpaar, den Gästen und den Höhepunkten des Tages folgen muss. Wenn sich aber die Aufregung langsam legt, versuche ich, einen authentischen und entspannten Augenblick mit dem Brautpaar zu finden und etwas Einzigartiges zu schaffen.
Dieses Foto hier habe ich im April 2022 in einem Country-Club in Santa Barbara aufgenommen. Ich war schon am Vortag vor Ort, um die Umgebung zu sondieren und mich auf die Hochzeit vorzubereiten. Als ich einen Hügel auf dem Golfplatz hinaufging, entdeckte ich den beleuchteten Baum. Mit dem Schein der Dämmerung und den funkelnden Licht war das die perfekte Kulisse. Ich wusste, das war meine Chance, um meine Leidenschaft für Porträtaufnahmen und meinen dokumentarischen Stil zu vereinen und ein außergewöhnliches Foto vom Brautpaar zu schießen.
Das Foto machte ich mit meiner Sony Alpha 1 und dem FE 24-70mm f/2.8 GM. Der Hintergrund war – mit wenig Licht am Himmel und nur den Lämpchen im Baum – sehr dunkel. Um das Paar zu beleuchten, ließ ich meinen Assistenten mit einem an einer Stange befestigten Blitzgerät neben dem Paar herlaufen, um es von oben zu beleuchten. Die Blitzeinheit verfügte über ein Einstelllicht, sodass sich nur das Paar beleuchten ließ. Selbst mit dieser minimalen Beleuchtung konnte der Autofokus meiner Sony Alpha 1 dem Paar bei seinem Spaziergang durch die Szenerie folgen. Außerdem konnte ich mit ISO 2000 fotografieren, weil ich wusste, dass die Bildqualität der Sony Alpha 1 phänomenal ist.
Gleich als sie auf den Markt kam, verliebte ich mich in die Sony Alpha 1, und das 24-70mm GM bietet mir alles, was ich brauche, um bei Hochzeitsaufnahmen flexibel zu sein, ohne Abstriche bei der Bildqualität machen zu müssen. Aktuell verwende ich die Mk II Version des Objektivs, die in Sachen Bildqualität, Größe und Gewicht noch besser abschneidet, denn genau darauf kommt es mir bei stundenlangen Aufnahmen auf einer Hochzeit an.
Ich spiele auch gerne mit der Belichtung, denn es herrscht ein starker Kontrast zwischen der Helligkeit des Motivs, insbesondere des weißen Hochzeitskleids, und dem dunklen Nachthimmel. Bei dieser Aufnahme verschwand mein Assistent, der mit dem Blitzlicht nah neben dem Paar lief, fast vollständig im Dunkel der Nacht. Aber dank meiner Alpha Ausrüstung musste ich bei der Bearbeitung nicht viel mehr tun, als die Belichtung ein klein wenig zu optimieren.
Was ich tunlichst vermeide ist, dem Paar während des Shootings eine Aufnahme wie diese auf dem Kameradisplay zu zeigen. Diese Aufnahmen sind dem Paar unglaublich wichtig, und während ich es zwar in die Idee einweihe, die ich für das Foto habe und wie ich es mir vorstelle, will ich, dass das Bild absolut perfekt ist, ehe es das Paar zu sehen bekommt. Also behalte ich die Aufnahme zunächst für mich, auch wenn sie nur ein klein wenig nachbearbeitet werden muss.
Ich möchte, dass sie die größte Überraschung und das schönste Hochzeitsgeschenk von allen wird … Von diesem Bild hat das Paar heute einen riesigen Ausdruck an der Wand hängen, also habe ich wohl alles richtig gemacht.
„Das Vollkommene im Unvollkommenen entdecken.“