Bildfokus

Kenton Thatcher | Transparenz

Als ein alter Freund mir ein Projekt zeigte, an dem er gearbeitet hatte, wusste ich, dass ich damit etwas machen musste. Bei dem Projekt handelte es sich um eine Lichtinstallation unter einem Swimmingpool. Als Fotograf kamen mir sofort jede Menge Möglichkeiten dazu in den Sinn. Kurz darauf sprach ich mit dem Besitzer des Pools und begann, Ideen zu entwickeln. Von einigen machte ich Testaufnahmen.

Die Eigentümer des Pools fragten mich allerdings, ob ich nicht ein paar Bilder von ihren Töchtern am Pool machen könnte. Ich zögerte, denn natürlich hatte ich meine eigene Vorstellung davon, was ich machen wollte, aber schließlich stimmte ich zu. Im Gegenzug mussten sie mir versprechen, dass ich den Pool besuchen und ein paar Ideen entwickeln dürfte, die beiden Seiten gefallen.

In den kommenden Monaten gab es viele Ideen und Konzepte. Ich beschäftigte mich mit den ganzen kleinen Details wie der richtigen Farbe und dem Stil der Badeanzüge. Außerdem musste ich natürlich auch den Wetterbericht im Auge behalten. Wir brauchten einen windstillen, sehr sonnigen Tag mit blauem Himmel. Der Pool sollte so durchsichtig wie möglich aussehen.

Drei Frauen liegen in einem Pool im Wasser © Kenton Thatcher | Sony α7R III + FE 24-70mm f/2.8 GM | 1/80s @ f/13, ISO 320

Als der Aufnahmetag da war, fotografierte ich die meiste Zeit von einem Balkon oberhalb des Pools herunter. Ich ging nach unten, um den Mädchen dafür zu danken, dass sie selbst nach mehreren Stunden im Pool noch so viel Geduld mit mir hatten, und sah durch puren Zufall das Bild, das Sie jetzt betrachten. Ich konnte mein Glück kaum fassen – alles schien haargenau zu passen.

Ich habe mit der Sony α7R III mit dem Objektiv FE 24-70 mm f/2.8 GM fotografiert. Ich habe fast 2 LW an Licht verloren, weil ich einen Polarisationsfilter verwendet habe, um die Reflexion auf dem Wasser zu reduzieren. Damit die Mädchen gestochen scharf im Fokus blieben, musste ich dafür sorgen, dass die Tiefenschärfe ausreichend war. Deshalb habe ich bei einer Blende von f/13 eine ISO-Empfindlichkeit von 320 verwendet, denn ich wusste ja, mit diesem unglaublichen Sensor kann ich immer noch großformatige Ausdrucke ohne Bildrauschen anfertigen.

Ich fotografiere zwar im RAW-Modus, aber trotzdem habe ich meine eigenen Spezifikationen für die JPEG-Bildvorschau eingestellt. Das liefert mir Anregungen für meine Anpassungen an der RAW-Version, wenn ich sie im Studio bearbeite. In diesem Fall hatte ich sie auf „Lebhaft“ eingestellt, allerdings mit einer geringeren Sättigung als üblich.

Normalerweise würde ich meine Kamera bei solchen Aufnahmen auf ein Stativ stellen, aber ich musste mich beeilen. Die Mädchen waren bereits seit zwei oder drei Stunden im Wasser. Ich wusste also, dass ich das Foto machen musste, bevor der Zauber verflogen war. Irgendwie gelang es uns allen, einen letzten Adrenalinschub zu mobilisieren, sodass an diesem Tag etwas Zauberhaftes entstehen konnte.

Ich liebe die Ruhe und den Frieden, die dieses Bild ausstrahlt. Was man allerdings nicht sieht, ist die wochenlange Planung, die nötig war, damit die Aufnahmen überhaupt stattfinden konnten.

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