Spartan-Rennen haben ihren Ursprung in Vermont und finden inzwischen auf der ganzen Welt statt. Bei diesen Rennen werden anstrengende Strecken von bis zu 21 km mit Hindernissen kombiniert, die mit kräfteraubendem Schlamm, Stacheldraht an den Knöcheln, hohen Mauern, Seilklettereinheiten und Feuergruben gespickt sind. Bei dieser Veranstaltung in St. Pölten, Niederösterreich, wurde auch ein Nachtsprint ausgetragen, d. h. die Teilnehmer mussten nicht nur die üblichen Hindernisse überwinden, sondern auch bei Dunkelheit laufen! Man muss körperlich und geistig belastbar sein, um ein Spartaner zu sein.
Für die Organisatoren sollte ich die Athleten in Aktion fotografieren, und zwar so, dass es völlig authentisch aussah, so wie die Teilnehmer und Zuschauer das Rennen erlebt hätten. Das bedeutete, dass ich kein Blitzlicht oder LED-Licht verwenden durfte und nur mit den Lichtverhältnissen auf der Strecke arbeiten musste. Glücklicherweise war das mit der Sony α 7S III kein Problem.
Ich habe mich für die Sony α 7S III entschieden, weil sie sich so hervorragend für diese Art von schwachen Lichtverhältnissen eignet und zusammen mit einem lichtstarken Objektiv mit Festbrennweite wie dem 35 mm F1.4 in der Dunkelheit sogar noch besser ist. Dank des breiten Sichtfelds konnte ich mit dem Objektiv nicht nur die Sportler, sondern auch die Umgebung einfangen, was wesentlich zur Stimmung des Bildes beiträgt.
Ich hatte den ganzen Tag fotografiert und die Anstrengung und die Emotionen der Athleten bei der Bewältigung der verschiedenen Hindernisse gesehen, und ich wollte ein Bild machen, das all dies wirklich auf den Punkt bringt. Genau das bewirkt dieses Bild bei mir. Beim Sprung über das Feuer, 10 Meter vor dem Ziel, verbrauchen sie ihre letzten Kraftreserven. Sie sind nahezu völlig erschöpft, aber auch glücklich, dass sie es geschafft haben. Solche Momente inspirieren mich immer wieder. Man sagt, man kann alles schaffen, wenn man einen eisernen Willen hat.
Ich fotografierte im manuellen Modus und verwendete das FE 35 mm F1.4 GM bei maximaler Brennweite, um so viel Licht wie möglich einzufangen. Dann stellte ich die α 7S III auf ISO 3200 ein. Obwohl der Wert hoch ist, wusste ich, dass ich mir keine Sorgen über das Rauschen machen musste, weil die Dateien dieser Kamera so sauber sind. Das ermöglichte mir 1/400 Sek., was ausreichte, um den letzten Sprung der Athleten über das Feuer festzuhalten.
Aber die α 7S III bietet nicht nur eine hervorragende Leistung bei hohen ISO-Werten. Ihr Autofokussystem ist auch bei schwachem Licht fantastisch und garantiert selbst unter schwierigen Bedingungen gestochen scharfe Bilder. Außerdem fokussiert das Echtzeit-Tracking auf den Kopf, auch wenn das Gesicht nicht direkt sichtbar ist. So konnte ich die Läufer beim Sprung von hinten scharf aufnehmen. Nach vielen Jahren als Sportfotograf kann ich sagen, dass die α 7S III die Konkurrenz deutlich hinter sich lässt.