Bildfokus

Andreas Hemb | Reiher im Winter

Ich lebe ein kleines Stück südlich von Stockholm in Schweden. Wie in jeder anderen europäischen Hauptstadt herrscht auch hier reger Betrieb. Doch wenn man zehn Minuten mit dem Nahverkehrszug nach Norden fährt, gelangt man an einen See namens Råstasjön, wo ich dieses Foto aufgenommen habe.

Auch in der Stadt sind die Menschen der Tierwelt ganz nah, doch manchmal sind wir so dicht dran, dass wir einfach daran vorbeilaufen und gar nicht darüber nachdenken. Mit meinen Fotos möchte ich zeigen, dass wir die Natur direkt vor der Haustür haben und nicht erst tagelange Reisen auf uns nehmen müssen, um mit ihr in Kontakt zu kommen.

Dieses Bild habe ich mitten im Winter mit meiner Sony Alpha 9 II und dem FE 400mm f/2.8 G Master Objektiv gemacht. Der Ort, an dem es entstanden ist, ist zu jeder Jahreszeit wunderschön – damals fand ich dort eine flache, weiß-graue Schneelandschaft, die wunderbar zu den Farben des Graureihers passt.

reiher mit ausgebreiteten flügeln vor einem verschneiten hintergrund © Andreas Hemb | Sony α9 II + FE 400mm f/2.8 GM OSS | 1/500s @ f/2.8, ISO 2000

Das erste von mehreren wichtigen Merkmalen der Alpha 9 II, die mir bei dieser Aufnahme geholfen haben, war das Autofokus-Tracking. Das Interessante an diesem Bild ist, dass der dramatisch wirkende dunkle Himmel im oberen Bereich in Wirklichkeit unscharfe Äste eines Baumes sind, unter dem ich stand. Mit dem Autofokus-Tracking der Alpha 9 II weiß ich, dass ich dem Vogel einfach nur im Flug folgen muss, und selbst wenn der ein oder andere Ast im Weg ist, wird er trotzdem scharf abgebildet. Diese Art von Kamerafunktion erleichtert mir die Arbeit als Fotograf ungemein: Ich brauche einfach nur mein Motiv anvisieren und kann mich darauf verlassen, dass die Sony Alpha die schwierige Aufgabe des Fokussierens für mich übernimmt.

Die zweite Funktion, die für diese Aufnahme von entscheidender Bedeutung war, ist der blackout-freie Sucher. Durch ihn konnte ich immer sehen, wo sich der Vogel während der Aufnahme befand. Wenn man den Finger auf den Auslöser drückt und eine Serie von Aufnahmen mit bis zu 20 Bildern pro Sekunde macht, gibt es bei der Alpha 9 II kein Blinken oder Einfrieren. Durch den Sucher sieht man immer genau, wie das Bild aussehen wird, was bei Aufnahmen wie dieser, bei denen man etwas verfolgt und gleichzeitig durch Äste hindurch fotografiert, äußerst praktisch ist.

Ich wollte eine sehr geringe Schärfentiefe, um den Hintergrund unscharf zu machen und Dinge, die mir nicht gefallen, aus dem Bild zu eliminieren. Deshalb habe ich am 400mm f/2.8 eine Blende von f/2.8 eingestellt. Die Schärfentiefe beträgt nur wenige Zentimeter, sodass sich der Kopf des Reihers und der gefallene Schnee in der gleichen Fokusebene befinden. Der Schnee außerhalb der Fokusebene wird unscharf und vergrößert abgebildet und erzeugt so den stürmischen Effekt, den man im Bild sieht.

Ich liebe diese Aufnahme, weil sie den Menschen zeigt, dass man nicht immer viel Aufwand betreiben muss, um der täglichen Hektik zu entfliehen und sich in der Natur zu entspannen. Und mit meiner treuen Sony Alpha 9 II an der Seite kann ich die Wunder der Natur in unseren Städten auch in den kommenden Jahren weiter in Szene setzen!

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