mann spielt gitarre mit geschlossenen augen

Konsonanzfeld

Ben Jacquier

Ein Soundvisionär bei der ArbeitIch bin Komponist, Sounddesigner, Performer und Klangkünstler. Meine Arbeit dreht sich darum, immersive Klanglandschaften zu schaffen, die filmische Emotionen mit der Kraft des Sounddesigns verbinden. Im Laufe der Jahre habe ich mit Filmemachern, Agenturen und Künstlern weltweit zusammengearbeitet und den Sound für preisgekrönte Filme, hochwertige Werbespots und Musicalproduktionen entwickelt. Mich treibt es an, die Grenzen zwischen Kreativität und Technologie zu verschieben, Bildern durch Ton eine Stimme zu geben und dem Publikum unvergessliche Erlebnisse zu bieten.

Kreative Vision & Test des ECM-778Als ich das Sony ECM-778 zum ersten Mal in den Händen hielt, wollte ich es unter Bedingungen testen, die all seine technischen Kapazitäten voll ausreizen würden. Anstatt es in einem einzigen Kontext zu verwenden, beschloss ich, ein Projekt zu entwickeln, bei dem es in mehreren Szenarien auf die Probe gestellt würde. Ich komponierte ein Musikstück, das auf mehreren Instrumenten basierte, die jeweils unterschiedliche Aufnahmetechniken erforderten. Ich stellte mich selbst vor die Herausforderung, die gesamte Produktion ausschließlich mit dem ECM-778 durchzuführen. Das Ziel war zweierlei: Einerseits sollten die Instrumente selbst klar und deutlich aufgenommen werden, andererseits sollte der natürliche Hall der Räume, in denen sie gespielt wurden, originalgetreu wiedergegeben werden. Wir testeten das Mikrofon in Innenräumen, im Freien, unter kontrollierten Studiobedingungen und in Räumen mit unvorhersehbarer Akustik. Lange und kurze Takes, gerichtete Ausrichtung und die Belichtung von Umgebungsgeräuschen boten die Gelegenheit zu sehen, wie das ECM-778 reagieren würde.

geige spielende frau in einem wald © Ben Jacquier

Realistische AudioaufnahmenDas Erste, was mir auffiel, war der Frequenzgang. Das ECM-778 liefert beeindruckende Details über das gesamte Spektrum – von tiefen, satten Bässen bis hin zu hellen, klaren Höhen. Seine natürliche Klangwiedergabe stach sofort heraus. Am beeindruckendsten war jedoch seine Direktionalität. Das ECM-778 fokussiert präzise auf die beabsichtigte Klangquelle und unterdrückt gleichzeitig effektiv Geräusche außerhalb der Achse. Selbst in Umgebungen mit konkurrierenden Klangquellen minimierte es unerwünschte Geräusche und lieferte sauberen, brauchbaren Ton direkt von der Aufnahme. Zwei Momente während der Tests waren besonders eindrucksvoll. Als wir ein Cello in einer alten Kapelle aufnahmen, war der Klang so sauber und satt, dass wir ihn fünf- oder sechsmal vor Ort anhörten, einfach um ihn zu genießen. Das Mikrofon fing nicht nur die Wärme des Instruments, sondern auch die Resonanz des Raumes ein und schuf so eine Aufnahme, die lebendig klang. Der zweite Moment ereignete sich während einer Chorprobe, bei der wir die Mikrofone aufgrund visueller Einschränkungen in größerem Abstand als üblich platzieren mussten. Trotz dieser Herausforderung lieferte das ECM-778 eine unglaublich klare und präsente Gesangsaufnahme ohne Detailverlust und mit minimalen Umgebungsgeräuschen. Diese Erfahrungen zeigten seine Zuverlässigkeit und Wiedergabetreue auch unter weniger als idealen Umständen.

sitzende frau spielt das cello © Ben Jacquier

Workflow & Technische IntegrationEin zentrales Ziel dieses Projekts war es, zu evaluieren, wie sich das ECM-778 in verschiedene Setups integrieren lässt. Wir montierten es für Sounddesign-Aufnahmen direkt auf einer Sony FX3, verwendeten es auf einem Mikrofonständer im Innen- und Außenbereich, stellten es für Dialogaufnahmen auf einen Galgenmast und schlossen es an mehrere Recorder an, darunter Vorverstärker in Studioqualität, tragbare Field-Recorder und sogar direkt an die Kamera selbst. Das ECM-778 überzeugte in jeder Konfiguration. Dank seiner kompakten Größe und seines geringen Gewichts ist die Arbeit mit ihm ein Vergnügen: Es lässt sich leicht transportieren, ist bequem im Betrieb mit längerem Ausleger und diskret genug, um es in anspruchsvollen Filmsets zu verstecken. Nur wenige Mikrofone vereinen Mobilität mit einer so professionellen Leistung.

sitzender mann spielt gitarre © Ben Jacquier

Postproduktion & EndabmischungIn der Postproduktion war der Reinigungsaufwand minimal: Die Takes waren bereits sauber und direkt aus dem Recorder sehr gut verwendbar. Entscheidungen bezüglich EQ und Abmischung sind zwar immer eine Frage des persönlichen Geschmacks, doch das ECM-778 bot eine natürliche, ausgewogene Grundlage, die diesen Prozess enorm erleichterte. Am meisten schätzte ich seine Fähigkeit, die organische Klangqualität zu bewahren. Es fing den Charakter jedes akustischen Raums originalgetreu ein und bewahrte den natürlichen Nachhall, ohne ihn künstlich zu verarbeiten. Vor allem Percussion-Aufnahmen stachen hervor. Schlagzeug und perkussive Instrumente authentisch einzufangen, kann eine Herausforderung sein – insbesondere, wenn man sich auf die Akustik des Aufnahmeraums verlässt. Das ECM-778 zeichnete sich in diesem Bereich aus und lieferte einen kraftvollen, nuancierten Klang, der sowohl Wirkung als auch Detailgenauigkeit transportierte.

sony ecm-778 vor einem cello © Ben Jacquier

Publikum & TippsEin hochwertiges Shotgun-Mikrofon wie das ECM-778 erweist sich in vielen beruflichen Kontexten als äußerst wertvoll. Vom Dokumentarfilm bis zum narrativen Kino, von der Musikaufnahme bis zum Fernsehinterview: Ich halte es für ein vielseitiges Werkzeug, das sich nahtlos an all diese Umgebungen anpasst. Ob im Studio für Geräuscheffekte, vor Ort für Dialoge oder zur Aufnahme der natürlichen Präsenz einer Stimme in einem Interview – das ECM-778 liefert durchweg Klarheit, Nuancen und Zuverlässigkeit. Dank seiner kompakten Größe und seines geringen Gewichts ist es besonders effektiv für den Einsatz mit einer Tonangel oder für diskrete Setups, bei denen es auf die Optik ankommt. Mein Rat an jeden Profi, der dieses Mikrofon in Betracht zieht, ist einfach: Auf dieses Mikrofon ist Verlass: Es liefert bei allen Projekten einen außergewöhnlichen Klang und begleitet dich ohne Kompromisse von einer Produktion zur nächsten.

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