Kahle Felsen an einer isländischen Küste

Die Kälte spüren

Bertrand Bernager

Die Fotografie ist ein zentraler Bestandteil unseres Lebens. Wir machen Bilder, um uns an die Vergangenheit erinnern zu können, doch das Foto selbst ist grundsätzlich fernab der Realität. Ja, es zeugt zweifellos von einem Moment, eingefroren in der Zeit, aber es ist zweidimensional. Es fehlen die Geräusche, der Geruch oder das Gefühl, tatsächlich dort zu sein. Daher besteht die Kunst der Fotografie zum Großteil darin, wie gut ein Bild das Gefühl vermitteln kann, „dort zu sein“.

„Für mich“, beginnt Bertrand Bernager, „wird die Kommunikation sehr stark von der Textur geprägt. Ich nutze sie, um dem Betrachter das Gefühl zu geben, er könne einen Ort berühren.“

Winterlandschaft in Island mit düsterem Himmel © Bertrand Bernager | Sony α1 + FE 12-24mm f/2.8 GM | 1/200s @ f/8.0, ISO 200

Die perfekte Gelegenheit, diese Theorie auf den Prüfstand zu stellen, ergab sich für ihn kürzlich auf einer Reise nach Island. „Ich habe gerade erst mein Fotografie-Studium abgeschlossen“, erklärt Bertrand. „In Paris mache ich viele Straßen- und Architekturaufnahmen, doch ich möchte auch immer wieder neue Dinge ausprobieren. So hatte ich die Idee, ein Landschaftsprojekt in Angriff zu nehmen – und plötzlich fand ich mich mitten im Winter in Island wieder. Damit hatte ich definitiv meine Komfortzone verlassen, aber genau das liebe ich an der Fotografie: die endlosen Möglichkeiten zu reisen und mutig zu sein!“

Blick nach oben durch einen Gletscher in Island © Bertrand Bernager | Sony α1 + FE 12-24mm f/2.8 GM | 1/50s @ f/8.0, ISO 100

Bei -20 Grad und einem atlantischen Schneesturm nach dem anderen „hat mich die karge, von Vulkangestein geprägte Wildnis beinahe in einen Schockzustand versetzt“, so Bertrand. Doch sie hatte genau die Wirkung, die er erwartet hatte.

„Die Landschaft ist einfach außergewöhnlich – unwirtlich, fremd für die Sinne und anfangs schwer zu begreifen. Nahezu monochrom mit dem dunklen vulkanischen Gestein und dem weißen Schnee und Eis.“

Schneebedeckter Baum in einer Höhle in Island © Bertrand Bernager | Sony α1 + FE 16-35mm f/2.8 GM | 1/400s @ f/4.0, ISO 400
Wasserfall in Island mit einem Berg im Hintergrund © Bertrand Bernager | Sony α1 + FE 12-24mm f/2.8 GM | 1/640s @ f/5.0, ISO 400

Bertrand wusste, dass er ohne eine gewisse Struktur nicht in der Lage sein würde, in dem Chaos aus neuen Reizen und Möglichkeiten zurechtzukommen, und griff daher auf eine bewährte Methode zurück. „Als Fotograf muss man sich an etwas festhalten, sonst wird man von der Umgebung mitgerissen und fotografiert nur willkürlich drauflos.“ Auf der Suche nach Grenzen beschloss er, seine „Aufgabe auf die reine Härte des Daseins zu konzentrieren“.

Vereiste Küste in Island © Bertrand Bernager | Sony α1 + FE 70-200mm f/2.8 GM OSS II | 1/1600s @ f/5.0, ISO 200

Um die Textur wirklich vermitteln zu können, „zog ich einen meiner Handschuhe aus und berührte den Stein und das Eis. Man kann einen Geschmack nicht beschreiben, ohne ihn jemals auf der Zunge gehabt zu haben. Wie also sollte man jemandem zeigen, wie sich etwas anfühlt, ohne es zu berühren?“

Auf seinen Bildern des Vatnajökull, dem größten Gletscher Islands, erweckt Bertrand die Eishöhlen mit sorgfältiger Kameratechnik und geschicktem Einsatz des Lichts zum Leben, wobei beides zu einem stärker texturierten Gesamtbild beiträgt. „Das Licht und seine Farbe haben einen enormen Einfluss auf die Textur“, erklärt er. „Und da wir die Höhlen an einem Tag gefunden haben, an dem der Himmel blau war, ist auch das Eis tiefblau. Das Gleiche gilt für die Richtung – härteres Licht erzeugt mehr Textur.“

Nahaufnahme von Eis in einem Gletscher © Bertrand Bernager | Sony α1 + FE 12-24mm f/2.8 GM | 1/25s @ f/8.0, ISO 100

„Jede dieser Höhlen ist einzigartig“, berichtet Bertrand. „Sie tauchen jahreszeitbedingt auf und verschwinden dann wieder. Das liegt in der Natur des Eises und ich war ausgesprochen dankbar, dass ich einige davon sehen durfte.“ Um optimale Nahaufnahmen der eisigen Texturen zu erhalten, verwendete er ein FE 12-24mm f/2.8 GM Objektiv an einer seiner Alpha 1 Kameras, wobei er mit weit geöffneter Blende bei 12 mm fotografierte und manuell auf die geringste Entfernung fokussierte. „Ich habe das Objektiv direkt auf das Eis gedrückt, sodass man die Luftblasen und den Sand im Eis sehen kann. Aus dieser Nähe hat man fast das Gefühl, unter Wasser zu sein.“

Kahle Felsen an einer isländischen Küste © Bertrand Bernager | Sony α1 + FE 70-200mm f/2.8 GM OSS II | 1/1600s @ f/4.0, ISO 200

Die Entscheidung, mit weit geöffneter Blende zu fotografieren und eine geringe Schärfentiefe zu erzeugen, war hier sehr wichtig – und Bertrands getreue Alpha 1 hat die Aufgabe mit Leichtigkeit gemeistert. „Anstatt abzublenden sorgt eine große Blendenöffnung für Kontrast zwischen scharfen und unscharfen Bereichen, wodurch die natürlichen Texturen deutlicher hervortreten. Sie wirken schärfer und verleihen dem Bild ein dreidimensionaleres Aussehen.“

Nahaufnahme eines Eisbrockens am Strand © Bertrand Bernager | Sony α1 + FE 12-24mm f/2.8 GM | 10s @ f/11, ISO 100

Diese Form des Kontrasts findet sich auch in Bertrands Aufnahmen des Breiðamerkursandur – oder „Diamantstrands“ – wieder, wo winzige Eisbröckchen den schwarzen Sand übersäen und in der Sonne glitzern. „Auch hier ist es der Kontrast, der den Blick auf die scharfe Textur lenkt, doch diesmal ist es eine lange Verschlusszeit, die die Wellen verschwimmen lässt und den Sand um sie herum verschiebt. Ich habe das Bild bei etwa 10 Sekunden aufgenommen.“

„Tatsächlich war das so ziemlich das einzige Mal, dass ich auf meiner Reise ein Stativ benutzt habe. Die integrierte 5-Achsen-Bildstabilisierung der Alpha 1 ist so gut, dass ich nur bei Langzeitbelichtung oder Nachtaufnahmen ‚Beine‘ brauche.“

„Ich arbeite jetzt seit mehr als einem Jahr mit der Sony Alpha 1. Sie ist die ultimative Profi-Fotokamera, weil sie alle Funktionen in sich vereint. Die Auflösung von 50 Megapixeln sorgt zusammen mit dem Dynamikbereich für eine hervorragende Bildqualität. Auch bei schlechten Lichtverhältnissen funktioniert sie einwandfrei. Sie hat erstaunliche Autofokus-Funktionen und ist robust wie ein Panzer. Ich habe bei -20 Grad in Sturm und Schnee gearbeitet und die Kamera hat sich nie abgeschaltet.“

Einsame Gestalt in einer Schneelandschaft © Bertrand Bernager | Sony α1 + FE 16-35mm f/2.8 GM | 1/640s @ f/4.0, ISO 800

„Auf die Alpha 1 kann man sich blind verlassen“, sagt Bertrand zum Abschluss. „Und die Tatsache, dass man alles damit fotografieren kann, macht sie auch zum perfekten Gerät zum Experimentieren. Landschaften waren für mich genauso neu wie Island. Ich hoffe, dass ich im Sommer dorthin zurückkehren kann – dann wird es dort ganz anders sein. Ein völlig neuer Ort zum Entdecken – und Anfassen – und ich werde froh sein, die Alpha 1 an meiner Seite zu haben.“

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Bertrand Bernager

Bertrand Bernager | France

„In der Fotografie versuche ich, das Licht einzufangen, die Bewegung zu verfeinern und den Moment festzuhalten.“

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