Geschwindigkeit und Leistung auf höchstem Niveau

Alejandro Ceresuela

Alejandro Ceresuela gehört zu den wenigen Menschen, die das Glück haben, ihr Hobby zu ihrem Beruf gemacht zu haben. Doch für ihn war das kein Zufall.

„Dinge passieren nicht zufällig. Dinge passieren, weil man das möchte. Ich denke nicht, dass man nur Glück haben muss. Man muss hart arbeiten und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten haben.“

Alejandro begann seine Arbeit vor etwa zehn Jahren, als er als Fan die MotoGP-Klasse fotografierte. Doch seine Bilder sorgten schnell für Aufmerksamkeit, sodass er zu einem gefragten Fotografen avancierte.

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© Alejandro Ceresuela| Sony α9 + FE 100-400mm f/4.5-5.6 GM OSS| 1/500s @ f/9,0, ISO 100

Genau wie beim MotoGP-Rennsport sind Position und Timing der Schüssel zu einem tollen Bild. Alejandro erläutert: „Man muss die richtige Technik einsetzen und genau wissen, was man ausdrücken möchte. Für mich geht es beim Motorradfahren in erster Linie um Geschwindigkeit und das möchte ich auch in meinen Bildern zeigen. Das ist allerdings nur möglich, wenn du am richtigen Ort bist und die Technik perfekt ist.“

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© Alejandro Ceresuela| Sony α9 + FE 100-400mm f/4.5-5.6 GM OSS| 1/50s @ f/22, ISO 100

Neben der Technik kommt es für Alejandro darauf an, während des gesamten Prozesses – von der Aufnahme bis hin zur Bearbeitung – das fertige Bild im Kopf zu haben, um genau das Foto zu erhalten, das er möchte.

„Ich verbringe viel Zeit auf der Rennstrecke, aber ich verbringe auch viel Zeit im Medienzentrum bei der Bearbeitung meiner Bilder. Für mich ist der wichtigste Aspekt, dass ich eine genaue Vorstellung von meinen Bildern im Kopf habe. Zweithöchste Priorität hat für mich, wie ich die Kamera einsetze.“

Als ausgemachter Experte auf seinem Gebiet mit mehr als zehn Jahren Erfahrung stellt sich für Alejandro unter anderem die Herausforderung, seine Bilder innovativ zu halten. „Die Kunden wollen immer die typischen Aufnahmen vom Rennparcours sehen, die ich auch immer liefere. Doch am Wochenende nutze ich die Gelegenheit zum Experimentieren und probiere neue Bildformen und Aufnahmen mit eher künstlerischem Anspruch aus. Jedes Jahr versuche ich, neue Aufnahmepositionen zu finden, damit meine Bilder nicht alle gleich aussehen. Ein neues Jahr ist wie eine neue Herausforderung. Wir besuchen dieselben Orte, aber ich möchte andere Bilder machen. Ich möchte mich kontinuierlich weiterentwickeln. So bleiben meine Bilder innovativ und aufregend.“

Die Bilder von Alejandro zeigen zum einen die Biegungen und Kurven der Rennstrecke, liefern zum anderen aber auch einen Eindruck davon, was abseits der Rennstrecke passiert – von der hektischen Atmosphäre in der Boxengasse bis hin zu Fahrern in meditativem Zustand, die vor dem Rennen mit geschlossenen Augen den Streckenverlauf nachvollziehen. Damit Aufnahmen von solch einzigartigen Momenten entstehen können, ist es auch hier wieder unerlässlich, den Sport genau zu kennen und zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

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© Alejandro Ceresuela| Sony RX1R II| 1s @ f/22, ISO 100

„Wenn man ein gutes Bild von einer Boxencrew machen möchte, muss man wissen, welche Arbeiten sie wann erledigt. Man kann ein gutes Bild vom Reifenwechsel einer Boxencrew machen, aber in diesen zehn Sekunden ist nur eine Sekunde dabei, die wirklich wichtig ist. Hier muss man Erfahrung mitbringen und darf nicht nur auf ein Bild konzentriert sein. Innerhalb von drei Sekunden kann man drei sehr unterschiedliche Aufnahmen machen. Dafür muss man aber genau wissen, wann man loslegen muss.“

Bei Rennwochenenden können Alejandros Bildmotive stark variieren. Deshalb verwendet er eine Vielzahl unterschiedlicher Kameras und Objektive, um sich optimal auf das jeweilige Motiv einzustellen. „Im Normalfall verwende ich die Sony α9 für Aufnahmen von der Rennstrecke, da Autofokus und Aufnahmegeschwindigkeit ideal für schnelle, actiongeladene Bilder sind. Man benötigt eine Geschwindigkeit von 1/50 s, denn diese langsameren Verschlusszeiten und Schwenks helfen dabei, die Geschwindigkeit des Rennens einzufangen.“

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© Alejandro Ceresuela| Sony α9 + FE 100-400mm f/4.5-5.6 GM OSS| 1/100s @ f/22, ISO 100

„Wenn ich allerdings Aufnahmen in der Boxengasse oder für Porträts mache, verwende ich die α7R III. Manchmal, wenn ich eine höhere Auflösung möchte, verwende ich diese Kamera aber auch, um die fahrenden Motorräder einzufangen. Manchmal ist auch das Gegenteil der Fall: So kann es sein, dass ich einen siegreichen Fahrer oder einen Boxenstopp aufnehmen möchte. Dann entscheide ich mich für die α9, die eine Aufnahmegeschwindigkeit von 20 fps bietet.“

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© Alejandro Ceresuela| Sony α7R III + FE 100-400mm f/4.5-5.6 GM OSS| 1/500s @ f/5.6, ISO 125

Alejandro erzählt uns, dass ihm die vielfältigen Funktionen seiner Ausrüstung das Fotografieren deutlich erleichtern: „Eine der herausragenden Funktionen meiner Kameras ist der Autofokus mit Augenerkennung, mit dem ich meine Objektive optimal nutzen kann. Bei 35 mm und f/1,4, 50 mm und f/1,4 oder 85 mm und f/1,4 kann es eine echte Herausforderung sein, den Fokus genau auf die Augen der Person zu richten. Aber mit dem AF mit Augenerkennung gelingen mir immer gestochen scharfe Bilder.“

Für gelungene Aufnahmen verwendet Alejandro auch eine Vielzahl an Objektiven und wechselt diese je nach Motiv regelmäßig. „Auf der Rennbahn verwende ich in der Regel das Objektiv 100-400 mm f/4,5-5,6 GM OSS und den 1,4fach-Konverter. Manchmal nutze ich auf der Rennbahn auch das Objektiv FE 70-200 mm f/2,8 GM OSS, doch meistens setze ich dieses Objektiv für Aufnahmen im Parc fermé, im Startbereich sowie in der Boxengasse ein“, erläutert er. Auch das Gewicht spielt für Alejandro eine Rolle, insbesondere wenn er mit seiner umfangreichen Ausrüstung von Rennen zu Rennen reist. „Ich habe auch das kleine FE 28 mm f/2 und das FE 85 mm f/1,8 dabei. Das ist ein günstigeres Objektiv, aber die Leistung ist unglaublich.“

Für Fotografen, die es ihm gleichtun wollen, hat er diesen Rat: „Du kannst alles schaffen, wenn du gut vorbereitet bist. Es hängt immer von dir selbst ab – du kannst alles erreichen.“

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