Mein Name ist Matija Vincek, ich bin Reise- und Straßenfotograf und lebe in Zagreb, der Hauptstadt von Kroatien. Ich reise gern mit leichtem Gepäck – und die Wahl meiner Kamera und Objektive spiegelt dies wider. Vor Kurzem hatte ich das Glück, das FE 24-50mm f/2.8 G testen zu dürfen. Seine Leistung und seine Flexibilität haben mich sehr beeindruckt. Allerdings brauche ich für meine Arbeit häufig eine breitere Perspektive. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als Sony ein Schwesterobjektiv ankündigte: das FE 16-25mm f/2.8 G. Ich nutzte die Gelegenheit und nahm es mit nach Österreich, um in den Bergen atemberaubende Ausblicke und die eindrucksvolle Architektur von Salzburg und Hallstatt zu fotografieren.
Das Objektiv selbst sieht dem FE 24-50mm f/2.8 G sehr ähnlich und auch das Gewicht ist in etwa gleich. Besonders gut gefallen hat mir die Verarbeitungsqualität: Für ein solch kleines Objektiv fühlt es sich ausgesprochen solide und robust an. Der Zoomring ist sehr leichtgängig und der manuelle Blendenring macht beim Einstellen ein Klickgeräusch, das sich aber auch abstellen lässt – perfekt für Filmemacher.
Am ersten Morgen war der Himmel klar und das Licht perfekt, also schnappte ich mir meine Alpha 7CR und machte mich auf den Weg, um das Objektiv ausgiebig zu testen.
Bei einer Blende von 2,8 war die Schärfe über das gesamte Bild hinweg extrem hoch. Ein Abblenden auf etwa 5,6 hat die Schärfe nur leicht erhöht.
Auch der Nahfokus ist äußerst beeindruckend: Ich konnte damit diesen freundlichen Schwan auf Futtersuche einfangen.
Nach ungefähr einer Stunde zogen Wolken auf, doch ich wollte sehen, wie das Objektiv mit flacherem Licht zurechtkommt, also setzte ich meinen Weg um den See fort.
Einer der Gründe, warum ich die Alpha 7CR so schätze, ist die große Flexibilität, die mir der 61-Megapixel-Sensor beim Zuschneiden bietet. Da keine Details verloren gehen, kann ich meine Aufnahmen in der Nachbearbeitung problemlos neu ausrichten. In einigen Situationen wollte ich eine etwas längere Brennweite als 25 mm, also habe ich den Bildausschnitt einfach so angepasst, dass der Effekt eines 35-mm-Objektivs erzielt wurde. Wenn ich vor der Aufnahme eine Vorschau des zugeschnittenen Bildes sehen möchte, wechsle ich außerdem gern in den APS-C-Modus der Kamera.
Eine relativ neue Funktion der neuen Sony Objektive ist die Focus Breathing Compensation, die vor allem für Filmemacher interessant ist. Ich hatte meine ZV-E1 dabei und habe ein paar Testaufnahmen gemacht, um zu sehen, wie gut diese funktioniert. Ich hätte mir keine Gedanken machen müssen – das Focus Breathing war kaum spürbar, selbst beim Fokussieren vom nächstgelegenen Fokuspunkt (nur 18 cm am 16-mm-Ende) bis ins Unendliche. Auch die Geschwindigkeit des Autofokus hat mich überzeugt. Ich habe versucht, ihn durch einen schnellen Motivwechsel auszutricksen – und bin kläglich gescheitert.
Als das Licht nachließ, ging ich zurück zum Hotel, um mir die tagsüber aufgenommenen Bilder anzusehen und meinen abendlichen Ausflug in die Stadt zu planen.
Das Objektiv harmoniert sehr gut mit meiner Vorliebe für ungestellte Straßenfotos, und mit einem solch kompakten Set-up konnte ich unbemerkt fotografieren.
Bei wenig Licht fotografiere ich immer mit offener Blende, doch nachdem ich gesehen hatte, was das Objektiv bei f/2,8 liefert, störte mich das nicht im Geringsten.
Insgesamt war ich nicht nur von der Leistung des FE 16-25mm f/2.8 G begeistert, sondern auch von seiner Flexibilität. Ein Weitwinkel-Zoomobjektiv wie dieses erfüllt alle Anforderungen, die meine Arbeit mit sich bringt, und die Anpassung des Bildausschnitts, wenn ich etwas mehr Reichweite benötige, bewältigt meine Alpha 7CR mit links.“