Two-Wheeled Photography

Russ Ellis

Der Radsportfan Russ Ellis ist überzeugt, den besten Job der Welt zu haben: Er wird dafür bezahlt, um die Welt zu reisen und Fotos von seinem Lieblingssport zu machen. Aber Russ hatte keineswegs schon als Kind davon geträumt, diese berufliche Laufbahn einzuschlagen.

Der Startschuss für seine Fotoleidenschaft war gefallen, als er zu seinem zehnten Geburtstag eine Kamera bekam. In der Schule war er zwar gut in Sport, aber das Fahrrad war für den Jungen aus Nottingham lediglich ein Transportmittel. Erst viel später, im Jahr 2013, als Freunde von ihm einen Fahrradurlaub auf Mallorca vorschlugen, entwickelte er auch eine Leidenschaft für das Zweirad.

Russ Ellis
 © Russ Ellis | Sony α9 + 16–35 mm f/2,8 GM | 1/1000 Sek. @ f/3,5, ISO 320

Als Russ sich ernsthaft dem Fotografieren zuwandte, hatte er bereits erste Erfahrungen in der Tier- und Straßenfotografie gesammelt und fing dann an, regionale Radrennen zu fotografieren. 2015 fragte das Magazin Cycling Weekly bei ihm an, ob er das Rennen Paris-Roubaix für sie fotografieren könnte.

„Das erste Rennen, bei dem ich für meine Aufnahmen bezahlt wurde, war ein Wendepunkt für mich. Mir wurde klar, dass ich hiermit meinen Lebensunterhalt verdienen wollte.“

Die Anfragen für Fotoaufträge wurden langsam aber sicher mehr und noch im selben Jahr kam Sky auf ihn zu und bat ihn, Fotos für seine Werbekampagne „Sky Loves Cycling“ zu machen. Jetzt war für Russ der Zeitpunkt gekommen, sich zwischen der Sicherheit seines Bürojobs und der Chance, seine beiden Leidenschaften zum Beruf zu machen, zu entscheiden. Zum Glück entschied er sich für die zweite Möglichkeit.

2017, zwei Tage vor einem geplanten Fotoshooting bei der Tour de France, erhielt Russ die Möglichkeit, die neue α9 zu testen. Wie jeder Profifotograf weiß, muss man sich vollkommen auf seine Ausrüstung verlassen können. Daher benutzte er die neue Kamera in den ersten Tagen zusätzlich zu seinem bisherigen, bewährten Modell.

Russ Ellis

 © Russ Ellis | Sony α9 + 24–70 mm f/2,8 GM | 1/1000 s @ f/3,5, ISO 200

Russ Ellis

 © Russ Ellis | Sony α9 + 16–35 mm f/2,8 GM | 1/1000 Sek. @ f/3,2, ISO 100

„Ich dachte nicht, dass ich die α9 so oft einsetzen würde. Aber ich merkte schnell, dass das Menü sehr intuitiv war. Also verwendete ich sie vom ersten Tag an neben meinem anderen Kit und kam damit genauso gut zurecht. Der Augen-AF war eine echte Offenbarung und hat mir neue Möglichkeiten eröffnet. Am Ende griff ich nur noch zur α9.“

Russ Ellis
 © Russ Ellis | Sony α9 + 16–35 mm f/2,8 GM | 1/2500 Sek. @ f/4, ISO 320

Das Equipment von Sportfotografen muss einiges aushalten – vergleichbar mit dem von Fotografen in Krisenregionen. Damit die Kameras jeden Tag zuverlässig funktionieren, müssen sie sehr robust gebaut sein.

„Ich war oft mit dem Motorrad unterwegs, um zu fotografieren, und das Wetter war nicht immer schön. Deshalb machte ich mir etwas Sorgen, ob die α9 den Regen und die Erschütterungen aushalten würde – ich wusste ja schon, dass mein DSLR-Kit das aushält. Aber alles lief gut, auf die α9 war immer Verlass.“

Russ Ellis

 © Russ Ellis | Sony α9 + 55 mm f/1,8 ZA | 1/2000 s @ f/1,8, ISO 250

Seine Hauptaufgabe bestand zwar darin, die Fahrer auf der Strecke zu fotografieren, aber Russ hatte auch hinter den Kulissen überall Zutritt. Er wollte sehr gern dokumentieren, was dort vor sich ging – vielleicht, weil es ihn an die alten Zeiten erinnerte, als er noch Straßenfotografie betrieben hatte.

„Es ist fantastisch, mit einer so kleinen Kamera hinter den Kulissen zu fotografieren. Durch den lautlosen Verschluss konnte ich Momente festhalten, die mit meiner DSLR nie möglich gewesen wären. Ich klappte einfach das Display aus und fotografierte, ohne dass es jemand merkte. So habe ich einige wirklich tolle Bilder bekommen.“

Statt wie viele Sportfotografen klassische Teleobjektive einzusetzen, zeigt Russ die Fahrer lieber aus der Nähe und damit persönlicher – oder er verleiht seinen Bildern eine interessante Perspektive innerhalb der Szene. Er bevorzugt bei seiner Arbeit oft kürzere Brennweiten, etwa das Sonnar T* FE 55 mm f/1,8 ZA, das er gern mit offener Blende verwendet.

„Ich liebe das 55 mm f/1,8 – es ist sozusagen mein Standardobjektiv, vor allem zu Beginn eines Rennens, wenn ich die ersten Bilder mache. Ich mag die enge Tiefenschärfe und fotografiere oft mit offener Blende. Das Objektiv liefert immer tolle Ergebnisse. Ich verwende auch ein 35 mm f/1,4, das einfach großartig ist. Zuletzt habe ich das 16–35 mm f/2,8 G Master ausprobiert, mit dem ich viel flexibler bin.“

Russ Ellis

© Russ Ellis | Sony α9 + 55 mm f/1,8 ZA | 1/4000 Sek. | f/1,8, ISO 160

Russ Ellis
 © Russ Ellis | Sony α9 + 55 mm f/1,8 ZA | 1/1000 Sek. @ f/1,8, ISO 200

„Ich habe ein 70–200 mm f/2,8 G Master und halte es für ein großartiges Objektiv. Aber ich bin gerne mitten im Geschehen. Deswegen passen kurze Objektive besser zu meiner Art zu fotografieren. Ich bin der Typ, der sich unter die Fahrer mischt, wenn sie die Zielgerade hinter sich haben, und Fotos davon macht, wie sie sich nach dem Rennen in die Arme fallen und High Fives verteilen.“

Produkte in diesem Artikel

ILCE-9

a9 spiegellose Vollformatkamera mit mehrschichtigem CMOS sensor

SEL1635GM

FE 16-35mm F2,8 GM

SEL2470GM

FE 24–70 mm F2,8 GM

SEL55F18Z

Sonnar® T* FE 55 mm F1,8 ZA

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